Osteuropäische LKW-Fahrer - Zu Dumpinglöhnen durch Europa

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Auf Autobahnen fahren viele osteuropäische LKW-Fahrer zu Dumpinglöhnen. Mindestlöhne werden umgegangen.
Überall in der Europäischen Union arbeiten zu können: Das ist für EU-Bürgerinnen und Bürger ein verbrieftes Recht. Die Arbeitnehmerfreizügigkeit gehört zum Kern des gemeinsamen Binnenmarktes - in Pandemiezeiten mit einigen Corona bedingten Restriktionen. Gewerkschaften haben die Arbeitnehmerfreizügigkeit immer wohlwollend unterstützt, aber auch kritisch begleitet. Weil die Arbeitsbedingungen von Arbeitnehmern in verschiedenen Ländern gegeneinander ausgespielt werden können. Die EU-Entsende-Richtlinie und das deutsche Entsendegesetz sollen das verhindern. Wer in Deutschland Arbeitsleistung vollbringt, hat Anspruch auf deutschen Mindestlohn. Praktisch gibt es viele Umgehungsmöglichkeiten – und zu wenig Kontrollen.
Besonders krass zeigt sich das seit langem im Transportgewerbe, wo auch Nicht-EU-Fahrer auf Europas Autobahnen unterwegs sind. In der Corona-Krise haben viele osteuropäische Unternehmen den Druck auf die LKW-Fahrer verstärkt. Nationale Gewerkschaften berichten von drastischen Gehaltskürzungen. Gesetzliche Lenk- und Ruhezeiten sowie wöchentliche Pausen werden systematisch gebrochen. Nach Branchenexperten haben osteuropäische Speditionen bereits über 40 Prozent des europäischen Transportmarktes erobert. Angesichts des Sozialdumpings geraten deutsche Unternehmen zunehmend in Existenznot.
Die Shownotes zur Folge:
https://www.tagesschau.de/wirtschaft/eugh-lkw-fahrer-101.html

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