Helmut Heißenbüttel: Zwei oder drei Porträts | Hörspielpreis der Kriegsblinden 1971

 
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Hörspiel von Helmut Heißenbüttel. Woraus setzt sich das Bild eines Menschen zusammen? Man kennzeichnet eine Person, indem man Eigenschaften benennt. Porträts entstehen dadurch, dass man solche Sätze summiert. Diese Summierung kann gleichzeitig als das Gerede aufgefasst werden, das über eine Person in Umlauf ist. Solche Einkreisungen werden nun so durchgeführt, dass aus dem Gerede eine Vorstellung sich ablöst, diese Vorstellung jedoch nicht zur Eindeutigkeit gelangt. Die Person wird nicht geschaffen, sie bleibt offen. Die Probe aufs Exempel bildet die Auflösung der Sätze zweier Porträts und ihre Zusammensetzung zu einem dritten. Wie in einem Reißverschlussverfahren werden Charakterisierungen, die bereits fixiert scheinen, zu einem Komplex zusammengefügt. Das Hörspiel "Zwei oder drei Porträts” erhielt den Hörspielpreis der Kriegsblinden 1971. Mit Hanne Wieder, Christoph Quest, Rüdiger Bahr, Paul Hoffmann, Heinz Baumann, Heinz Musäus, Michael Lenz, Hannelore Cremer, Imo Heite, Ilse Neubauer, Gert Heidenreich, Wolfgang Hess, Rosemarie Seehofer. In Zusammenarbeit mit Hansjörg Schmitthenner und Heinz Hostnig. Komposition: Amon Düül. Regie: Heinz Hostnig. Redaktion: Michael Becker. Produktion: BR/NDR/SR 1970. Verfügbar bis 20.06.2022. https://ndr.de/radiokunst

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