Tanja Maljartschuk – ukrainische Schriftstellerin

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Seit elf Jahren lebt Tanja Maljartschuk in Wien, von wo aus sie sich derzeit verzweifelt gegen den russischen Angriffskrieg in der Ukraine engagiert. Dabei geht sie an den Rand ihrer Kräfte und oftmals auch ein wenig darüber hinaus. Tanja Maljartschuk stammt aus Iwano-Frankiwsk in der Westukraine. Ihr Vater ist Ingenieur, verliert aber in den wirtschaftlich prekären 90er Jahren seine Arbeit. Tanja Maljartschuk studiert Philologie und zieht nach Kiew, wo sie die Orangene Revolution miterlebt und sieben Jahre lang als Journalistin arbeitet. Den Journalistenberuf mag sie nicht. Vor allem, weil Tanja Maljartschuk lieber Geschichten erfindet als nacherzählt. So wird sie Schriftstellerin, als was sie sich schon immer empfunden hat. Mittlerweile lebt sie in Wien, wohin sie 2011 der Liebe wegen ausgewandert ist, sie hat Romane und Erzählbände veröffentlicht, zu denen auch ihr aktueller Ukraine-Roman «Blauwal der Erinnerung» gehört, und sie hat 2018 mit ihrer auf Deutsch verfassten Erzählung «Frösche im Meer» den renommierten Ingeborg-Bachmann-Preis gewonnen. Von ihrer Kindheit und Jugend in der postsowjetischen Ukraine und ihrer Zeit als Journalistin in Kiew, von ihrem Weg zum Schreiben und ihrem Umzug nach Wien, von der Musik und vor allem von ihrer aufreibenden Aufgabe als ukrainische Stimme im deutschsprachigen Raum erzählt die engagierte Schriftstellerin im Gespräch mit Gastgeber Michael Luisier.

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