LEP#123 - Interview Lutz Balschuweit

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Wer ist Lutz Balschuweit?

Er ist Autor und hat ein Buch geschrieben, dass jeder gelesen haben sollte. Ausser Menschen, die Streakerrunner sind. Die müssen ihr eigenes Buch führen :).

Lutz ist aktuell 55 und läuft nun seit knapp 16 Jahren. Davor war er stand er richtig fest mit beiden Beinen im Leben und die dort stehenden 160 Kilo beschlossen 2005, dass sie sich öfter bewegen müssen, wenn er nicht in absehbarer Zeit statt einem Stuhl eine Eckbank undstatt dem Auto einen Kleinbus kaufen will. Der Sitzgurt der Mahnung hat ihn hier auf den rechten Pfad gebracht.
Und dann begann er mit Walken, denn Laufen war zu Beginn einfach nicht sinnvoll. Aber irgendwann war da eine Flugphase und zack war Lutz ein Läufer.
Und seine Frau ebenfalls. Und der Hund auch. Und zu allem Überfluss sind sie geschrumpft – von anfänglich gemeinsam 285 kg auf weniger als die Hälfte.

Soweit ist das eine Geschichte, die viele Menschen kennen oder ähnlich erlebt haben. Was macht ihn also besonders?

Folge dem Charakter

Start des Abenteuers
Start und Ziel auf einem Bild

Lutz Balschuweit hat im Laufe seines Lebens mehrere berufliche Stationen besucht und hat sich dort immer mit einem langfristigen Ziel motiviert. Um seine Ziele zu erreichen ist er ausserordentlich konsequent und so verhält es sich mit dem Laufen. Da er seine Schwäche kennt – in diesem Fall, die vorher vorherschenden Gewohnheiten – hat er pragmatische Lösungen gesucht, diese nicht schlagend werden zu lassen.
Wer ein Problem damit hat, jeden zweiten Tag Sport zu treiben, da es dann immer verschoben wird, muss es einfach jeden Tag machen. Somit gibt es keine Optionen und die Routine kann einkehren.
Und genau das wollte er tun – jeden Tag Sport machen. Nach einiger Zeit ist er über die Seite Streakrunner.de gestolpert und Zack war er gefangen. Einfache aber unerbittliche Regeln, kein Wettkampf, jeden Tag – passt!

Und ab dem damaligen Morgen ging es los.

The Day after Tomorrow

Tag für Tag geht es nun seit 2.1.2012 gleich nach dem Erwachen um 05:30 raus und auf seine Runde. Diese hat sich über die Zeit auf etwas über 20 km eingespielt.
In seinem Buch erzählt er von den vielen Wandeln, die er in diesen Jahren durchlebt hat. Von unterschiedlichen Laufstrecken, verschiedenen Laufpartner:innen bishin zu seinem Auftritt als Laufclown wird den Leser:innen gezeigt, dass es keine starr eingehaltene 4er Pace und keinen strukturierten Trainingsplan braucht, um weit zu kommen und seine persönliche Erfüllung im Laufen zu finden.

Wenn man um die Welt läuft, trifft man viele Kulturen

Wie viele andere Läufer:innen begegnet Lutz auf seinen Runden nicht nur immer die selben Leute, sondern auch immer wieder neuen, interessanten Menschen. 2015, im Rahmen vieler neuer Bürger:innen in seiner Heimatgemeinde und seiner zu dieser Zeit immer stärkeren Einbindung in verschiedene soziale Projekte, bot er den neu angekommen an, mit ihm zu laufen. Und so wurden manche davon Mig”run”ten.

Das Laufen als verbindendes Element und die verschiedenen Herkünfte, Lebensläufe als Lernpool, entwickelten sich neben stundenlangen Gesprächen auch tiefe Freundschaften, die Lutz bis heute pflegt.

Optimal trifft sich das mit der Tatsache, dass Lutz seinen Streak als Lauf um die Erde sieht. Ohne seine Heimat zu verlassen, läuft er also nach einigen Jahren um die ganze Welt und trifft tatsächlich die verschiedensten Kulturen.

Die Welt dreht sich weiter – und Lutz läuft weiter

Und dann ist der Tag da, an dem Lutz die Welt einmal umrundet hat. Großes Hallo – Funk und Fernsehen vor Ort und natürlich die Frage: “Was machen Sie jetzt?”

Er läuft weiter – die Erde dreht sich ja auch weiter. So geht es nun wieder tagein – tagaus weiter auf seinen Runden. Im Moment ist es eine Standardrunde. Jeden Morgen um kurz nach 05:30 – etwas mehr als 20 Kilometer.

Und bald wieder zuhause – die zweite Umrundung

Es verwundert also nicht, dass Lutz in ein paar Tagen bereits zum zweiten Mal in seiner Heimat ankommen wird und die Erde dann in seinem Streak doppelt besucht hat. Aktuell ist er mit knapp 78.000 km in mehr als 3500 Tagen gut unterwegs. Und vorallem täglich.

Sein Buch sei allen ans Herz gelegt – hier findet sich neben Laufberichten vorallem eine Vielzahl an Geschichten und Alltäglichkeiten, die allen Leser:innen einen Einblick in das Täglichlaufen geben und viele Weisheiten auch für das eigene Leben mitnehmen lassen.

Es ist ein Lebenslauf – kein Wettkampf

Zu guter Letzt noch der Hinweis auf das Blog von Lutz – hier könnt ihr ihn verfolgen.

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