Von Schreibqualen und Lesefreuden

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Bücher sind in: Mit «Zürich liest» startet das grösste Schweizer Literaturfestival, Slam-Poetin Lara Stoll veröffentlicht ihr erstes Buch, und Studien aus England zeigen: Gute Literatur kann Wunder wirken. Die mehrfach preisgekrönte Slam-Poetin Lara Stoll ist ein Multitalent. Nun veröffentlicht die Kabarettistin, Satirikerin, Schauspielerin, Filmemacherin und Musikerin ihr erstes Buch mit dem Titel «Hallo», obwohl sie sagt, dass Schreiben oft quälend sei. Was hat das erfolgreiche Ostschweizer Bühnentier dazu bewogen, trotzdem Texte für eine geneigte Leserschaft zu produzieren? Wie unterscheidet sich das Buchschreiben vom Texten für ein Livepublikum? «Kulturplatz» besucht Lara Stoll und beobachtet sie bei ihrem aktuellen Soloprogramm «Gipfel der Freude». Und: Lesen kann Wunder wirken. Vor allem, wenn die literarische Erfahrung mit anderen geteilt wird. «Shared Reading», «Geteiltes Lesen», nennt sich eine Methode, die in Grossbritannien sehr populär ist und von über 10’000 Menschen in gut 700 Gruppen praktiziert wird. Es vertieft die Begegnung mit der Literatur und öffnet neue Perspektiven. Das ist besonders in therapeutischen Bereichen hilfreich. «Shared Reading» ist auch in der Schweiz angekommen. «Kulturplatz» hat die Initiatorinnen der Basler Gruppe nach Liverpool begleitet, zu einem Ausbildungskurs für «Shared Reading». Zudem: Seit Jahren steckt der deutschsprachige Buchmarkt in der Krise, trotzdem hat die junge Zürcherin Jil Erdmann ihren eigenen Buchverlag «sechsundzwanzig» gegründet und nun ihr erstes Buch herausgebracht, eine Sammlung älterer und aktueller Texte von Frauen. Texte darüber, was es heisst, eine Frau zu sein. Feministische Texte, die die Frauenbewegung teils auch kritisch hinterfragen. Die gelernte Buchhändlerin will in ihrem Verlagsprogramm ausschliesslich Texte von Frauen publizieren. Eva Wannenmacher besucht das Kulturcafé «Coalmine» in Winterthur und spricht mit Barbara Tribelhorn von der literarischen Vereinigung Winterthur über das gegenwärtige Interesse an guter Literatur und das Erfolgsgeheimnis von öffentlichen Buchlesungen.

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