Sexismus

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Die norwegischen Beach-Handballerinnen trugen zur EM im Juli Shorts statt Bikinihöschen. Ein Regelbruch, der mit einer Busse belegt wurde. Dabei wollten sie einfach Kleidung tragen, «in denen sie sich wohlfühlen». Sexismus ist überall. Wo und warum – darüber berichtet dieser «Kulturplatz». Sexismus all over Was haben Pop-Star Billie Eilish, Ex-Miss Schweiz und Schauspielerin Melanie Winiger und das norwegische Beachhandballerinnen Team gemeinsam? Sie alle haben Sexismus erlebt. Durch Kommentare im Netz, ungewollten Berührungen oder diskriminierende Spielregeln. Sexismus durchdringt all unsere Lebensbereiche. Von der Gewalt an Frauen und queeren Menschen, über die Kommentarspalte der Onlinemedien, bis hin zu ungerechtfertigten Lohnunterschieden oder abwertenden Texten im Rap. Sexismus sei ein allumfassendes Denk- und Herrschafts-System, schreibt die Autorin und Gender-Professorin Susanne Arndt in ihrem neuen Buch. Stimmt nicht, sagt der Historiker Vojin Saša Vukadinović und kritisiert, dass nur schon der Begriff Sexismus viel zu ungenau sei. «Kulturplatz» über die Sexismus-Debatte und Ideen, wie die Welt künftig zu einem lebenswerteren, weil weniger diskriminierenden, Ort werden könnte. Raum für alle Das Basler Projekt «Raum für alle» der beiden Studentinnen Annick Senn, 24, und Larissa Bucher, 21, möchte auf Diskriminierung im Alltag hinweisen. Ganz spezifisch, auf die Angst von Frauen, in der Nacht alleine unterwegs zu sein. Die Baslerinnen baten fünf Frauen, ihre Gedanken auf ihrem Heimweg festzuhalten. Die Tonaufnahmen der Protagonistinnen sind auf einer Website nachzuhören. Ob das Problem damit gelöst ist, das bezweifeln sogar die Macherinnen. Dennoch ist es ein Anfang, um Bewusstsein zu schaffen. Mallika Taneja Auch beim Zürcher Theaterspektakel werden Sexismus und sexuelle Gewalt thematisiert. Die indische Theatermacherin Mallika Taneja sucht in ihrer Liveperformance auf Zoom auch den Dialog mit dem Publikum. Ihr Stück «Allegedly» (zu deutsch: «Angeblich») zeigt, wie schnell Opfer sexueller Gewalt für das Geschehene verantwortlich gemacht und diskriminiert werden. Wer ist «angeblich» schuld, wann ist ein Nein wirklich ein Nein. Ein intensives Stück Auseinandersetzung mit dem Thema sexueller Gewalt.

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