Kuchenradio 004: Linzer Torte.

 
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Hört live zu, wie ich die hässlichste aller Linzer-Torten backe. Nicolas und ich einigten uns darauf, die Klassiker der Kaffeetafel abzuklappern. Diesmal trifft es die Linzer Torte, die eigentlich nichts mehr als ein riesiggroßer Keks ist. Der Vorführeffekt schlug direkt zu und ich verzweifelte beinahe an dem Teig. Gut, dass Nicolas immer alles mitschneidet. Naja, bei uns ist alles echt und so fällt auch endlich mal die Fassade, dass mir beim Backen immer alles gelingt. Wobei: Das Ergebnis konnte sich durchaus sehen lassen. Beziehungsweise wohl eher essen lassen. Ich bin kein großer Fan von dem Mürbeteiggebäck mit Marmelade, aber meine Großmutter könnte man damit durchaus begeistern. Falls sie mal zum Kaffeetrinken vorbeikommt, würde ein Stück Linzer Torte hervorragend passen.

Zutaten:

  • 250 g Weizenmehl
  • 250 g Rohrohrzucker
  • 250 g Butter
  • 250 g gemahlene Mandeln
  • 1/2 TL Zimt
  • eine Prise gemahlene Nelken
  • zwei Eier
  • ein Glas (250g- 300g) Rote-Johannisbeer-Marmelade
  • ein Schuss Orangenlikör

Zubereitung:

Mehl, Zucker, Butter, Mandeln, Zimt, Nelkenpulver grob verkneten. Ein Ei hinzufügen und so lange kneten, bis alles gut vermischt ist und ein Mürbeteig entsteht. In Frischhaltefolie einwickeln und mindestens eine halbe Stunde, lieber eine ganze, in den Kühlschrank legen.
Eine Spring- oder Pie-Form ausfetten und mit Backpapier auslegen. Den Ofen auf 175°C Ober/Unterhitze vorheizen. Teigklumpen aus dem Kühlschrank holen. Etwa zwei Drittel abteilen, den Rest wieder in den Kühlrank legen. Auf einer gut eingemehlten Arbeitsfläche formgroß ausrollen, immer wieder gut einmehlen, damit nichts klebt. Falls es trotzdem klebt (so wie bei uns): Frischhaltefolie auf die Arbeitsplatte legen und zwischen Teig und Nudelholz. Oder direkt auf dem Backpapier ausrollen. Teig in die Form geben. Wenn doch was reißt, mit den Händen zurechtformen. Kommt ja Marmelade drüber, da ist das egal. Apropos Marmelade: Die wird mit dem Schuss Orangenlikör vermischt und wird dann großzügig und gleichmäßig auf den Teig verteilt.

Jetzt kommt der spaßige Teil. Restlichen Teig aus dem Kühlschrank holen, ausrollen und mit einem Messer oder dekorativen Teigroller in ca. zwei cm breite Streifen schneiden. Vorsichtig abheben und so auf den Kuchen legen, dass ein Gitternetz entsteht. Am Rand etwas festdrücken. Nun das übrige Ei verquirlen und mit einem Backpinsel das Teiggitter bestreichen. Obacht, dass nichts auf die Marmelade kommt. Dann sofort in den Ofen geben und dort etwa 45 Minuten verweilen lassen.

Kuchen herausholen und komplett auskühlen lassen. Unter einem Tortenbehältnis mindestens einen Tag durchziehen lassen. In Alufolie kann der Kuchen bis zu zwei Wochen (wahrscheinlich auch länger) vor sich hin mürben. Ich würde den Kuchen nicht pur servieren, weil es sich wie gesagt mehr um einen großen Keks handelt. Perfekt dazu passt Schlag- oder Vanillesahne, aber auch Vanille- oder Walnusseis oder ganz einfach Vanillesauce.

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