Von der Widerstandskraft der Textanalyse

 
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Von Lehrstuhl für Filmwissenschaft and Goethe-Universität Frankfurt am Main entdeckt von Player FM und unserer Community - Das Urheberrecht hat der Herausgeber, nicht Player FM, und die Audiodaten werden direkt von ihren Servern gestreamt. Tippe auf Abonnieren um Updates in Player FM zu verfolgen oder füge die URL in andere Podcast Apps ein.

Die Analyse von filmischen Texten, d. h. die vertiefte Auseinandersetzung mit einzelnen Filmen, ist eine der ältesten Methoden der Filmwissenschaft, aber auch eine ihrer umstrittensten. Filmtheoretische Ansätze haben den Wert der Textanalyse ebenso in Zweifel gezogen wie Zugänge, die auf den Kontext, die Produktionsgeschichte und die Rezeption von Filmen fokussieren. Gleichwohl wird Filmanalyse als Textanalyse weiterhin hartnäckig betrieben: Bei der Verwendung einzelner Beispiele in wissenschaftlichen Publikationen, in der Lehre, in der Filmkritik, und natürlich auch im Alltagsgespräch. Welche Argumente tragen die Kritiker der Filmanalyse vor, und wie gut begründet sind ihre Einwände? Warum ist die Filmanalyse nicht klein zu kriegen? Soll sie weiterhin praktiziert werden, und wenn ja, in welcher Form? Solchen Fragen geht dieser Beitrag ausgehend von ausgewählten Filmbeispielen (insbesondere Rocco e i suoi fratelli, 1960, und Trouble Man, 1972). Zugleich aber stellt der Vortrag die Textanalyse von Filmen in einen größeren Zusammenhang und fragt nach der Rolle der Textanalyse in den Geisteswissenschaften und in der Produktion von Wissen überhaupt.

Richard Dyer ist Professor Emeritus am King’s College London und Professorial ­Fellow an der St. Andrews University. Zu seinen bekanntesten Publikationen zählen Stars, Heavenly Bodies, Now You See It: Historical Studies in Lesbian and Gay Film, White, The Culture of Queers, Only Entertainment, The Matter of Images, Pastiche, Nino Rota: Music, Film and Feeling, In the Space of a Song und Lethal Repetition: Serial Killing in European Cinema.

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