Klasse zeigen! Theater und soziale Herkunft (2/2)

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Ist das Theater immer noch ein Ort des Bildungsbürgertum? Wer wird angesprochen, welche Geschichten werden auf der Bühne erzählt? Wir fragen: Welche Rolle spielt die soziale Herkunft im Theater? Die Theater wollen divers und offen sein. Auf der Bühne wird von sozialen Missständen erzählt, Theaterprojekte machen sich für eine Utopie einer solidarischen Gesellschaft stark. Doch wie gehen die Theater mit den eigenen blinden Flecken um? Weshalb wird über soziale Herkunft so selten gesprochen? Schauspielerin, Dramaturg, Theaterkritikerin: Der Weg zu einem Theaterberuf ist nicht für alle gleich. Wer nicht aus einer Akademiker*innenfamilie kommt, hat es oft schwer, seinen Platz im Theater zu finden, da eine bestimmte Art von Wissen und Erfahrung vorausgesetzt wird. Wenn wir über Klassismus – also die Diskriminierung aufgrund der sozialen Herkunft - reden, lohnt sich der Blick in die Theatergeschichte. Im 18./19. Jahrhundert wurden die Grundsteine für die heutigen Stadttheater gelegt. Damals waren die Theater Emanzipationsprojekte des entstehenden Bürgertums. Einige Strukturen haben sich bis heute gehalten. Wer hat Zugang? Wer wird angesprochen, wer ausgeschlossen? Weitere Themen: - Klassenreise ins Theater: «Ich fühlte mich oft fremd» - Theatergeschichte: Nur fürs Bürgertum?

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