Frauen zwischen Basel und Moskau

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In ihrem Elternhaus findet die Historikerin Beatrice Schmid Dokumente zweier Frauen aus ihrer Familie, die sich einst leidenschaftlich für den Kommunismus eingesetzt haben. Beindruckt vom Engagement der beiden schreibt Beatrice Schmid deren Geschichte auf und vergleicht sie mit ihrer eigenen. Da ist zum einen die Grosstante Paula. Sie entstammt einem sozialistischen Elternhaus und erlebt Armut und Hunger am eigenen Leib. Vor allem aber prägt sie der Erste Weltkrieg und der Verrat der Sozialdemokraten an der Idee des Friedens, wie er ein paar Jahre zuvor noch am Internationalen Sozialistenkongress in Basel vehement gefordert wurde. Also radikalisiert sie sich, wird Kommunistin und wandert 1921 nach Moskau aus. Dort gerät sie allerdings in den Strudel des Stalinismus. Und da ist Marie, Beatrice Schmids Grossmutter. Auch sie kennt Armut und soziale Ungleichheit aus ihrer Kindheit. Auch sie gehört zu denen, die nach dem Ersten Weltkrieg im Kommunismus die Chance auf eine bessere und gerechtere Welt erhofften. Aber sie bleibt in Basel und engagiert sich dort vor allem für die Rechte der Frau. Kontext nimmt Beatrice Schmids Buch zum Anlass, nach der ersten Generation des 20. Jahrhunderts zu fragen und im Gespräch mit der Autorin und dem Stalinismus Experten Peter Huber zu untersuchen, warum sich damals so viele so leidenschaftlich für das Experiment Sowjetunion begeistern konnten und was ihre Geschichte mit der heutigen Zeit zu tun hat. Weitere Themen: - Beatrice Schmids Familiengeschichte - Die Schweizer Diaspora in der Sowjetunion

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