Ersatzneubauten: Instrumente zur Verdichtung oder Renditetreiber?

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In den Städten grassiert ein regelrechtes Abrissfieber. Vor allem Gebäude aus der Nachkriegszeit (1945-1970) werden plattgemacht und durch Neubauten ersetzt. Das Schlagwort heisst «Verdichtung». Dadurch ändert sich der Charakter ganzer Quartiere, graue Energie und preisgünstiger Wohnraum gehen verloren und soziale Strukturen werden umgeschichtet. Ein Augenschein in Zürich. Laut Prognosen nimmt die Bevölkerung in Zürich bis 2040 um 100' 000 Personen zu. Neue Wohnungen sind dringend nötig, und weil Bauland knapp ist, scheinen Ersatzneubauten die Lösung zu sein. Kleinere Wohnblöcke werden abgerissen und durch grössere Überbauungen ersetzt. Institutionelle Anleger freuts aus Renditegründen und die Baugenossenschaften können so mehr Wohnungen anbieten. Das Amt für Stadtentwicklung der Stadt Zürich stellt fest, dass die Akzeptanz für Ersatzneubauten zunimmt, aber auch die Sorge, ob das angeschlagen Tempo richtig ist. Weitere Themen: - Die Mieter sind anspruchsvoller geworden - Bei Ersatzneubauten ist der Mitwirkungsprozess wichtig - Ersatzneubauten sind ein gutes Zeichen - Ersatzneubauten vernichten Baukultur und graue Energie

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