# 133 Wie viel Freiheit ist zu viel?

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Ein Paukenschlag der Revolution.

30 Jahre ist es her, dass „Rajneesh“ Chandra Mohan Jain, der indische Philosoph, den man meist einfach als Osho kannte, verstorben ist. Er vertrat die Grundidee von freier Liebe. Noch länger, nämlich 60 Jahre ist es her, dass eine ganze Generation diese Idee hatte von freier Partnerschaft und Sexualität. Eine ganze Generation, die die Idee von einem freien Leben hatte. Damals war es eine wahre Revolution, ein Paukenschlag der Befreiung. Es gab die Zeitschrift Emma, die sich ganz und gar der Emanzipation der Frau widmete. Es war eine Zeit, die geprägt war von dem Willen nach Ausbruch aus ganz beengten Grundstrukturen. Man wollte sich nicht mehr einfügen und wollte den eingestaubten Mief der 40er und 50er Jahre hinter sich lassen.

Wir wollen alle frei sein.

Ich kam erst viele Jahre später zur Welt und konnte gar keinen so großen Anteil an den Ideen dieser Zeit haben - so dachte ich jedenfalls. Ich lernte im Laufe meines Leben Menschen kennen, die sich Osho anschlossen und mochte sie sehr gern. Ich tarierte und probierte alle Bereiche von Esoterik und Spiritualität aus, weil ich unglaublich neugierig war - und so glaube ich, dass das, was uns alle tief in unserem Inneren verbindet, der Wunsch nach Freiheit ist. Eine Freiheit, die sich im Außen in einem selbstbestimmten Leben manifestiert. Wir wollen uns frei bewegen können, wir wollen in Gemeinschaften leben, die nicht von Angst bestimmt und regiert sind.

Meine persönliche Reise.

Doch einige Jahre später traf mich die Erkenntnis sehr hart, erschütterte mich im Manifest meines Daseins, als ich entdeckte, dass so viele Menschen ihre Wurzeln in der Lehre von Osho haben - und das nicht unbedingt aus freien Stücken. Denn immer mehr Menschen kamen zu mir und offenbarten, dass sie mit dem damaligen Lifestyle echte Probleme hatten. Die freie Sexualität, eigentlich ja alles großartig und frei, aber sie empfanden es als missbräuchlich, dass sie dem beigewohnt haben. Und das ist etwas, was ich sehr abgelehnt habe, bis mir klar wurde, dass ich zu sehr schwarz-weiß dachte. Denn irgendwann war der Zeitpunkt gekommen, wo ich mich sehr intensiv mit dieser Thematik befassen musste. Denn es gab Kritik - an meiner Arbeit, an meiner Person. Und im Zuge dessen begab ich mich auf eine Reise in diese Zeit. Mehr von dieser spannenden Erfahrung erzähle ich Dir in dieser Podcast-Folge.


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