Myanmar: Vom friedlichen Aufstand zum Bürgerkrieg

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Die Hoffnung war gross. Nach Jahrzehnten der Militärdiktatur begann sich Myanmar vor zehn Jahren zu öffnen. Friedens-Nobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi gewann die Wahlen und die Wirtschaft fing an zu wachsen. Jetzt aber hat sich das Militär zurück an die Macht geputscht und Gewalt macht sich breit. Am 1. Februar 2021 änderte sich alles auf einen Schlag. Das burmesische Militär übernahm wieder die Macht, stellte Aung San Suu Kyi und andere Politiker unter Hausarrest und deckte sie mit Prozessen ein. Festnahme folgte auf Festnahme. Die Bevölkerung fing sofort an, sich zu wehren. Die Protestkundgebungen wuchsen zu einer grossen Volksbewegung an. Die Leute waren voller Optimismus, dass es ihnen mit den friedlichen Massenprotesten gelingen würde, das Militär zur Umkehr zu zwingen. Die vom Militär entmachteten Politikerinnen und Politiker gründeten eine Untergrundregierung und riefen zum Streik und zu zivilem Ungehorsam auf. Doch das Militär zog die Schraube der Repression immer mehr an. Bald fielen die ersten Schüsse auf Demonstranten, die friedlichen Proteste versiegten. Hunderte Menschen wurden getötet, Tausende inhaftiert. Politiker, Aktivistinnen und Journalisten sind auch im Untergrund nicht mehr sicher. Viele sind in die Gebiete geflüchtet, die von Rebellenverbänden unterdrückter Minderheitsvölker kontrolliert werden. Von dort aus versuchen sie, alle Widerstands-Bewegungen zu bündeln und den bewaffneten Aufstand im ganzen Land zu organisieren. Aber das Militär ist ein starker Feind. In der Sendung kommen Politiker, Aktivistinnen und Journalisten aus Myanmar zu Wort. Die einen im Exil im benachbarten Thailand und die anderen via Internet aus ihren Verstecken im Land selbst. Sie erzählen, wie sie die Zeit seit dem Militärputsch erlebt haben und wo sie ihr Land jetzt sehen.

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