Energiewende in den USA: Die Nöte von New Mexico

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Präsident Biden hat ehrgeizige Klimaziele: eine Energiewende bis 2035. Das Beispiel von New Mexico zeigt aber, wie schwer es den USA fällt, sich von Öl und Gas zu lösen. Der Bundesstaat ist angewiesen auf Steuereinnahmen aus der Ölförderung. Und er droht, wegen Bidens Klimapolitik bankrott zu gehen. In den letzten zwei Jahren hat die US-Erdölindustrie Rekordmengen von Rohöl und Erdgas gefördert. Die USA wurden zum größten Rohölproduzenten der Welt. Doch nun sagt Präsident Joe Biden der Industrie den Kampf an. Das erdölverliebte Land soll sich von den fossilen Energieformen lösen, und bis 2035 soll die Stromproduktion frei sein von CO2-Emissionen. Wie schwer den USA diese Energiewende fällt, zeigt das Beispiel von New Mexico. Der drittärmste US-Bundesstaat ist abhängig von Steuereinnahmen aus der Erdölförderung, genauso wie auch andere Gebiete der USA. Dass die Biden-Regierung keine neuen Förderlizenzen für bundeseigenes Land ausstellt, trifft New Mexico besonders, weil dort mehr als die Hälfte von Öl und Gas auf Bundesland gefördert wird. Bidens Klimapolitik bringe zehntausende Jobs in Gefahr, rechnet die Öllobby vor. Gleichzeitig erleben die erneuerbaren Energien in New Mexico einen Boom, denn die Hochebene von New Mexico bietet beste Voraussetzungen für erneuerbare Energien, namentlich für die Windkraft. In New Mexico entsteht gerade die drittgrösste Onshore-Windkraftanlage der Welt. Solche Projekte sollen dem Ölstaat helfen, sich von fossilen Energieformen zu lösen. Aber Expertinnen haben Zweifel: Eine veraltete Infrastruktur hemmt den Ausbau der erneuerbaren Stromproduktion. Das Stromnetz muss dringend modernisiert werden, was dem Staat zunächst hohe Kosten verursacht. Wegen der ehrgeizigen Klimapolitik in Washington droht dem Haushalt des Bundesstaates ein Milliardenloch. Es stellt sich die Frage, wie der Ölstaat die Energiewende schaffen soll, ohne bankrott zu gehen - und wie sich die USA insgesamt, nach hundertjähriger Abhängigkeit, vom fossilen Stoff befreien können.

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