Ecuadors Urwald und der Fluch des Erdöls

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Ecuadors Wirtschaft hängt am Erdöl, das unter dem Dschungel liegt. Schon vor Jahrzehnten sorgte der US-Konzern Texaco-Chevron für ein Umweltdesaster. Die Rechnung hat er nicht beglichen – bezahlt haben dagegen die Anwohner: mit ihrer Gesundheit. Eine Reise nach Ecuador kurz vor dem Corona-Lockdown. Als Texaco anfing, im ecuadorianischen Dschungel nach Erdöl zu bohren, verteilte er Reis und Macheten an die Dschungel-Bewohner. Für Willian Lucitante war das eine aufregende Zeit: Wenn der Indigene vom Stamm der Cofan im Fluss badete, war das, als hätte ihn jemand schwarz angemalt. Die Kinder fanden das lustig. Und auch die Eltern hatten keine Ahnung, dass das Öl eine Gefahr für die Gesundheit darstellen könnte. Bis Anfang der neunziger Jahre eine US-Journalistin in den ecuadorianischen Urwald reiste und - wieder zuhause - über die Ölkatastrophe berichtete, die Texaco in der Ferne angerichtet hatte. Da wachten auch die Indigenen auf. Sie lancierten eine Sammelklage gegen den mächtigen US-Ölkonzern. Und erstritten vor einem Provinzgericht in Ecuador viele Milliarden Dollar Schadenersatz. Doch der Konzern weigert sich bis heute zu zahlen. Und machte den ecuadorianischen Staat zu seinem Komplizen. Heute kämpft Willian Lucitante für die Rechte von 30.000 Texaco-Opfern. Darunter sind auch Narcisa Humbo und ihr Sohn Louis Matteo. Der Teenager leidet, wie so viele Bewohner der Region, unter Krebs. Studien zeigen, dass es einen Zusammenhang mit dem verseuchten Wasser gibt. Die Ölkonzerne streiten das ab. Und fördern weiter, obwohl sich das Geschäft längst nicht mehr lohnt.

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