Vergessene Hot Spots – Corona und Geflüchtete

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Wohnen auf engstem Raum, warten auf die nächste behördliche Entscheidung, eine Wohnung, den nächsten Sprachkurs, einen Job. Die Konsequenz der Corona-Pandemie trifft Geflüchtete besonders hart. In ihren Unterkünften sind viele Regeln zum Schutz vor einer Infektion kaum umsetzbar. Und wenn sich dort Menschen infizieren, dann wird mit Zäunen abgeriegelt und die Lager werden von Sicherheitsleuten bewacht. Auch nach mehr als sieben Monaten Pandemie fehlt der Politik ein Plan zum besseren Schutz von Geflüchteten. Laut Bundesamt für Migration und Flüchtlinge sind rund 100.000 Menschen trotz Corona nach Deutschland gekommen. Für viele sind die wichtigen Sprach- und Integrationskurse ausgefallen. Zur Debatte stehen aktuell auch die mutmaßlichen Menschenrechtsverletzungen an den EU-Außengrenzen. Und weil die Mittelmeerroute immer riskanter wird, versuchen mehr und mehr Migranten die Flucht nun über den Atlantik - und landen auf den Kanarischen Inseln, die überlastet sind. Das erinnert uns an die Lage auf Lesbos, wo einst das Lager Moria brannte. Moria heißt jetzt übrigens Kara Tepe - ohne warmes Wasser, Heizung und Strom und Menschen, die dort Angst vor dem Winter haben.

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