Üble Kampagnen - Antisemitismus im Wahlkampf

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Annalena Baerbock als Moses mit Verbotstafeln. Dieses Bild mit entsprechenden Slogans bemüht die "Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft“, um zu verkünden, was von einer grün-geführten Bundesregierung angeblich alles verboten würde. Eine Wahlkampf-Polemik, hinter der in den Augen vieler Menschen mehr steckt als nur Polemik, nämlich eine gehörige bzw. ungehörige Dosis an Antisemitismus - suggeriert in Wortwahl und Bildersprache. - Die Publizistin Carolin Emcke beschreibt in einer Videobotschaft auf dem Grünen-Parteitag die Neigung, immer wieder einzelne Gruppen kollektiv zu brandmarken, sie nennt dabei Juden und Klimaforscherinnen in einem Satz und wird daraufhin eines unzulässigen, verharmlosenden Vergleiches beschuldigt. Genau hinschauen ist in beiden Fällen der wichtigste Ansatz. Welche Botschaften sind womöglich giftiger, als es auf den ersten Blick den Anschein hat? Und wo wird vielleicht Schlimmeres unterstellt, als gesagt wurde? Grenzen aushandeln und Grenzen wahren - beides gehört zur politischen Auseinandersetzung in einer Demokratie. Sonst wird das Gift in einem Wahlkampf immer gefährlicher - für die, die kämpfen, und für die, die wählen.

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