Moleküle des Grauens – Warum Chemiewaffen nicht verschwinden

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Chemische Waffen sind weltweit verboten, schon seit 1997. Das Grauen, das Phosgen, Senfgas und andere "Lungen-, Blut- und Nervenkampfstoffe" seit ihrem ersten Einsatz im Ersten Weltkrieg auslösen, haben eine ungewöhnliche Entschlossenheit bewirkt. Seither wacht die OVCW, die Organisation für das Verbot Chemischer Waffen, von Den Haag aus darüber, dass es auch eingehalten wird. Die Bundesregierung sieht im Abkommen über chemische Waffen "einen der erfolgreichsten multilateralen Abrüstungsverträge" - und wahrscheinlich wird die OVCW auf ihrem jährlichen Kongress in dieser Woche auch eine eher positive Bilanz ziehen. 2013, als die OVCW den Friedensnobelpreis erhielt, wäre das anders gewesen: im syrischen Bürgerkrieg waren Stellungen von Aufständischen mit Sarin attackiert worden. Bis heute ist Assad der Hauptverdächtige. Barack Obama sah eine "rote Linie" überschritten, Folgen hatte das aber kaum welche. Die weltweite Ächtung nimmt uns nicht im Einzelfall die Furcht, dass doch jemand zum Äußersten greift. Und sei es zum politischen Mord, wie im Fall Skripal. Chemische Waffen sind weltweit verboten, verschwunden sind sie nicht.

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