Diskurs war gestern – Uni ohne Meinungsfreiheit?

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An Deutschlands Universitäten werden Meinungen unterdrückt. Die Leute trauen sich nicht mehr, unpopuläre Standpunkte zu vertreten, und bestimmte Debatten finden deswegen gar nicht erst statt. Dieses Bild zeichnen zumindest die Macher einer Studie an der Frankfurter Goethe-Universität. Ihre These: Dort habe eine linke Studierendenschaft die Meinungsführerschaft übernommen. Allerdings gibt es massive Kritik an der Studie: Sie sei einseitig, methodisch mangelhaft und liefere fragwürdige Argumente. Eine Diskussion über die Meinungsfreiheit an deutschen Hochschulen hat sie dennoch ausgelöst, zumal sie einen wunden Punkt trifft: Gerade die Universität soll ja ein Ort sein, an dem im Prinzip über alles diskutiert werden kann, die ungewöhnlichen Ideen und Standpunkten Raum gibt und so die Gesellschaft insgesamt voran bringt. Und Forschung funktioniert immer mit einer Theorie, die mit neuen Erkenntnissen bestätigt oder widerlegt werden kann. Haben wir an den Hochschulen - und in unserer Gesellschaft - wirklich ein Problem? Oder müssen wir uns nur damit abfinden, dass Fortschritt auch heißt, über bestimmte Dinge nicht mehr diskutieren zu müssen?

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