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Lars Amend über Kindheit, Heilung und Selbstverantwortung

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Die Rückkehr zu sich selbst

Was bedeutet es eigentlich, anzukommen? Viele Menschen verbringen ein Leben lang auf der Suche nach einem Zuhause – nicht im geografischen, sondern im inneren Sinn. Lars Amend, Autor und Vater, hat diese Suche in seinem Buch "Coming Home" für sich neu verhandelt. Nach dem Tod seiner Mutter begann er zu hinterfragen, was ihm gefehlt hatte: nicht Geld, nicht Erfolg, sondern das Gefühl von Geborgenheit. „Coming Home kann nur in dir selbst sein“, sagt er. Es ist kein Ort, sondern ein Zustand – einer, der mitunter ein ganzes Leben braucht, um sich zu entfalten.

Amends Blick auf die eigene Kindheit ist differenziert. Er erkennt, dass nicht alle Wunden heilen müssen, aber viele verstanden werden können. Das Schweigen seiner Mutter, ihre Unfähigkeit zu Nähe, erklärt er nicht als Mangel an Liebe, sondern als Resultat eines harten, traumatisch geprägten Lebens. „Sie hat nicht gegen mich gelebt“, sagt er, „sie konnte es einfach nicht besser.“ Wer versucht, den Schmerz der Herkunft zu begreifen, eröffnet sich selbst den Raum zur Veränderung. Es geht nicht darum, die Vergangenheit zu verklären – sondern darum, ihr das Steuer aus der Hand zu nehmen.

Für Amend liegt der Schlüssel in der Selbstverantwortung. Fehler machen, scheitern, zuhören, reden – nicht mit Vorwurf, sondern mit dem Willen, zu verstehen. Wer nur funktioniert, verliert sich irgendwann selbst. Und wer seine Kinder nicht sieht, wird später vielleicht von ihnen nicht mehr gesehen. „Die Einzigen, die sich an deine Überstunden erinnern werden, sind deine Kinder“, sagt Amend. Eine schlichte Wahrheit, die man kaum früh genug begreifen kann.

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Was bedeutet es eigentlich, anzukommen? Viele Menschen verbringen ein Leben lang auf der Suche nach einem Zuhause – nicht im geografischen, sondern im inneren Sinn. Lars Amend, Autor und Vater, hat diese Suche in seinem Buch "Coming Home" für sich neu verhandelt. Nach dem Tod seiner Mutter begann er zu hinterfragen, was ihm gefehlt hatte: nicht Geld, nicht Erfolg, sondern das Gefühl von Geborgenheit. „Coming Home kann nur in dir selbst sein“, sagt er. Es ist kein Ort, sondern ein Zustand – einer, der mitunter ein ganzes Leben braucht, um sich zu entfalten.

Amends Blick auf die eigene Kindheit ist differenziert. Er erkennt, dass nicht alle Wunden heilen müssen, aber viele verstanden werden können. Das Schweigen seiner Mutter, ihre Unfähigkeit zu Nähe, erklärt er nicht als Mangel an Liebe, sondern als Resultat eines harten, traumatisch geprägten Lebens. „Sie hat nicht gegen mich gelebt“, sagt er, „sie konnte es einfach nicht besser.“ Wer versucht, den Schmerz der Herkunft zu begreifen, eröffnet sich selbst den Raum zur Veränderung. Es geht nicht darum, die Vergangenheit zu verklären – sondern darum, ihr das Steuer aus der Hand zu nehmen.

Für Amend liegt der Schlüssel in der Selbstverantwortung. Fehler machen, scheitern, zuhören, reden – nicht mit Vorwurf, sondern mit dem Willen, zu verstehen. Wer nur funktioniert, verliert sich irgendwann selbst. Und wer seine Kinder nicht sieht, wird später vielleicht von ihnen nicht mehr gesehen. „Die Einzigen, die sich an deine Überstunden erinnern werden, sind deine Kinder“, sagt Amend. Eine schlichte Wahrheit, die man kaum früh genug begreifen kann.

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