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Eric Wrede über Rituale, Trauerarbeit und emotionale Selbstwirksamkeit
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Der Tod ist ein Tabu, das sich hartnäckig hält – obwohl er das Einzige ist, was uns alle mit Gewissheit verbindet. Wir planen unser Leben bis ins Detail, sichern uns ab, sorgen für die Rente vor – und doch trifft uns der Tod meist unvorbereitet. Eric Wrede, ehemaliger Musikmanager und heutiger Bestatter, plädiert für einen offeneren Umgang mit dem Sterben. Trauer, sagt er, sei kein Ausnahmezustand, sondern ein Teil des Lebens. Wer sich ihr stellt, wachse daran. Nicht selten werde ein gesunder Trauerprozess zum Katalysator für mehr Empathie, Selbstreflexion und Klarheit im Leben.
Was wie ein persönlicher Weg klingt, hat tiefere gesellschaftliche Konsequenzen. Studien zeigen: Menschen, die Verluste nicht verarbeitet haben, sind anfälliger für einfache Antworten und rückwärtsgewandte politische Versprechen. Wer nicht gelernt hat, mit unwiderruflichen Veränderungen umzugehen, sehnt sich nach der Wiederherstellung eines Idealzustands – so entstehen politische Resonanzräume für Populismus. Der Tod ist also nicht nur individuell schmerzhaft, sondern auch politisch bedeutsam. Wrede sieht seine Aufgabe daher nicht allein im Organisieren von Bestattungen, sondern darin, Menschen zu befähigen, in einer extremen Situation handlungsfähig zu bleiben – emotional, organisatorisch, gesellschaftlich.
Der Dokumentarfilm "Der Tod ist ein Arschloch", der Wrede über zwei Jahre begleitet hat, zeigt, wie dieser Anspruch in der Praxis aussieht – nah an den Menschen, nie pathetisch, aber stets mitfühlend. „Ich habe mich an tote Körper gewöhnt, aber nicht an tote Kinder“, sagt Wrede. Es ist dieser ehrliche, unprätentiöse Ton, der seine Arbeit so besonders macht. Wer den Film sieht, begreift: Der Tod ist nicht das Ende. Er ist ein Moment der Entscheidung, wie wir mit dem Leben umgehen wollen.
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Der Tod ist ein Tabu, das sich hartnäckig hält – obwohl er das Einzige ist, was uns alle mit Gewissheit verbindet. Wir planen unser Leben bis ins Detail, sichern uns ab, sorgen für die Rente vor – und doch trifft uns der Tod meist unvorbereitet. Eric Wrede, ehemaliger Musikmanager und heutiger Bestatter, plädiert für einen offeneren Umgang mit dem Sterben. Trauer, sagt er, sei kein Ausnahmezustand, sondern ein Teil des Lebens. Wer sich ihr stellt, wachse daran. Nicht selten werde ein gesunder Trauerprozess zum Katalysator für mehr Empathie, Selbstreflexion und Klarheit im Leben.
Was wie ein persönlicher Weg klingt, hat tiefere gesellschaftliche Konsequenzen. Studien zeigen: Menschen, die Verluste nicht verarbeitet haben, sind anfälliger für einfache Antworten und rückwärtsgewandte politische Versprechen. Wer nicht gelernt hat, mit unwiderruflichen Veränderungen umzugehen, sehnt sich nach der Wiederherstellung eines Idealzustands – so entstehen politische Resonanzräume für Populismus. Der Tod ist also nicht nur individuell schmerzhaft, sondern auch politisch bedeutsam. Wrede sieht seine Aufgabe daher nicht allein im Organisieren von Bestattungen, sondern darin, Menschen zu befähigen, in einer extremen Situation handlungsfähig zu bleiben – emotional, organisatorisch, gesellschaftlich.
Der Dokumentarfilm "Der Tod ist ein Arschloch", der Wrede über zwei Jahre begleitet hat, zeigt, wie dieser Anspruch in der Praxis aussieht – nah an den Menschen, nie pathetisch, aber stets mitfühlend. „Ich habe mich an tote Körper gewöhnt, aber nicht an tote Kinder“, sagt Wrede. Es ist dieser ehrliche, unprätentiöse Ton, der seine Arbeit so besonders macht. Wer den Film sieht, begreift: Der Tod ist nicht das Ende. Er ist ein Moment der Entscheidung, wie wir mit dem Leben umgehen wollen.
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