Folge#50 mit Florian Merz und Frodo: „Vom Herzblut triefenden Fan-Letter bis zur Objektivität!“

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Game Faces powered by Blue

Folge 50 von „Game Faces powered by Blue”, dem Podcast über die bunte Gaming-Welt mit all ihren Facetten. Florian Merz erzählt uns, was der „klassische“ Sport vom eSports lernen kann – und umgekehrt. Wie er sich täglich über das Geschehen in der Gaming-Welt informiert. Und welche Herausforderung die Content-Produktion für eine vergleichsweise junge Zielgruppe mit sich bringt.

Wir wissen ganz genau, dass wir nicht mit Twitch oder YouTube konkurrieren können. Das wollen wir auch gar nicht. Wir wollen einfach nur unsere persönliche Note dem Ganzen verleihen und haben dazu eine eigene Plattform aufgebaut. Und das ist nur abrundend zu einem gesamten Paket, was wir hier bei uns anbieten.“

Frodos Fragen an Florian:

  • Was sind für dich typische Merkmale einer Sport TV Sendung?
  • Und was sind für dich typische Merkmale einer eSports TV Sendung? Gibt es Unterschiede?
  • In deinem Podcast Flex Pick erklärst du auch die bunte Welt des eSports. Wie viel Flo ist in dem Podcast? Bearbeitest du die Themen selbst?
  • Beim “normalen” Sport konzentriert man sich in der Regel auf ein Spiel, z. B. Fußball. Nun sprichst du als Journalist, aber über eine breite Bandbreite an Spielen, sei es LOL, Rainbow Six oder FIFA. Woher holst du dir die ganzen Infos?
  • Wie behältst du den Überblick?
  • Kann man über eSports “objektiv und neutral” Bericht erstatten?
  • Ist es einfacher oder schwieriger für eine junge Zielgruppe eSports TV zu produzieren? Beim Fußball ist die Altersspanne der Zielgruppe bestimmt breiter gefächert oder macht es keinen Unterschied?
  • Gibt es Unterschiede bei den Moderatoren von Sport und eSports TV Sendungen? Wenn ja, welche?
  • Kann eSports sich etwas vom klassischen Sport abschauen, oder ist das gar nicht nötig?
  • Was konntest du für dich bei dieser Entwicklung lernen oder mitnehmen?

Ist es einfacher oder schwieriger für eine junge Zielgruppe eSports TV zu produzieren? Beim Fußball ist die Altersspanne der Zielgruppe bestimmt breiter gefächert oder macht es keinen Unterschied?

„Ich würde sagen, dass es nicht schwieriger ist, die Sachen für die Zielgruppe zu produzieren, die Sachen existieren ja. Ich werde dieses Jahr 31 Jahre alt und ich spiele immer noch League of Legends, was ab 12 freigegeben ist und 2009 veröffentlicht worden ist. Ich glaube, dass einfach die Zielgruppe mitwächst und auch nachwächst. Also ich glaube nicht, dass es irgendwas ist, wo du irgendwann zu alt für bist, wenn du dich da grundsätzlich immer für interessierst. Also ich werde wahrscheinlich auch noch mit 80 Videospiele spielen oder eSports Titel verfolgen, weil ich das cool finde, weil ich darin aufgehe, mich das begeistert.“

Kann eSports sich etwas vom klassischen Sport abschauen, oder ist das gar nicht nötig?

„Dadurch, dass die Sportvereine insbesondere im Fußball teilweise schon Jahrhunderte existieren, kannst du dir deren Entwicklung ja genau anschauen. Du kannst gucken, was haben die für verschiedene Departements, was haben die für Mitarbeiter, die jetzt nicht auf dem Spielfeld stattfinden? Was hast du abgesehen vom Trainer? Wie sieht der Medizin-Stab aus? Wie sieht die Ernährungsberatung aus? Und solche Sachen. Ich glaube, dass der E-Sport sich extrem viel abgeschaut hat. Aber aktuell ist es wiederum eher so, dass sich klassische Sportarten viel beim eSports abgucken können, grade was die Interaktion mit den Fans und der Community angeht. Das Community-Building ist ja etwas komplett anderes. Das ist im eSports und Gaming eher sehr humoristisch, sehr direkt, sehr offengehalten, wenn es um die Interaktion mit der Community und innerhalb der Community geht.“ – „Gerade was das von Unternehmensseite oder von der Organisation zu den Fans angeht, da ist die Kommunikation einfach viel direkter, viel offener. Und das finde ich einfach absolut begeisternd. Und das ist etwas, was ich mir z. B. von Fußballvereinen oder von anderen Sportvereinen wünschen würde.“

Beim “normalen” Sport konzentriert man sich in der Regel auf ein Spiel, z. B. Fußball. Nun sprichst du als Journalist, aber über eine breite Bandbreite an Spielen, sei es LOL, Rainbow Six oder FIFA. Woher holst du dir die ganzen Infos?

„Ich lese wirklich jeden Tag ungelogen 20, 30, 40 verschiedene Seiten und natürlich alles kuratiert und aufbereitet, sodass ich einfach im Endeffekt eine Übersicht habe. Reddit ist natürlich auch ein ganz wichtiges Tool. Ich scrolle durch verschiedene Social Media Netzwerke“ – „Und ich habe dann auch einen Kalender, in den gucke ich ab und zu rein und check mal ab, welche Events welche Turniere anstehen. Was mich dann interessiert, gucke ich dann an oder ich schaue mir im Nachgang die ganzen Ergebnisse an, schaue mir die Spiele an. Also es ist sehr viel lesen. Es ist sehr viel anlesen, sehr viel im Kopf behalten. Oftmals ist es auch so, dass ich Dinge, die ich jetzt vor zwei Jahren wusste, mittlerweile nicht mehr weiß, weil ich einfach wieder neuen Input reinbekommen habe. Aber grundsätzlich baust du dadurch, wer sich sowieso für diese Thematik interessiert, einen Grundstock an Wissen auf den du ja immer wieder mit dir weiterträgt. Aber grundsätzlich kann ich allen, die da draußen in dem Bereich arbeiten oder arbeiten wollen, raten, lest viel, lest, lest vor allem selektiv.“ – „Lesen ist tatsächlich extrem wichtig. Also dieses sondieren von Konkurrenz-Zeitungen oder auch Auslandskorrespondenz. Und das hilft mir persönlich ganz gut.“

Ich finde, man sollte sich immer den Raum geben, um sich weiterzuentwickeln und Fehler dafür zu nutzen. Und das ist auch meine Einstellung, auch an mich selbst gerichtet.“

Lieber Florian, herzlichen Dank für die guten Gespräche und die beiden sehr interessanten Folgen mit dir. Den grandiosen Sound von Max ‚Frodo‘ verdanken wir Logitech G und Blue. Wenn ihr weitere Folgen hören wollt, einfach hier entlang. Wenn ihr unbedingt einen Gast hier im Podcast haben wollt, schreibt uns oder Frodo bei Twitter mit #GameFaces und wir setzen alle Hebel in Bewegung, das möglich zu machen.

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