Herero und Nama lehnen das deutsch-namibische Abkommen ab (Serie 323: Grenzenlos)

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Webinar zum deutsch-namibischen abkommen 14/06/2021 MA Kolonialgeschichte https://kolonialgeschichtema.com/2021/06/14/sa-19-06-14-17-uhr-webinar-zum-deutsch-namibischen-abkommen/ *** Nachfahren der Opfer des deutschen Völkermords im heutigen Namibia stellen in diesem Webinar das Abkommen zwischen der deutschen und der namibischen Regierung in Frage und werben um Unterstützung in ihrem Kampf für Gerechtigkeit und Reparationen. Das Webinar findet auf Englisch mit Simultanübersetzung ins Französische und Deutsche statt. Das Webinar wird von einem breiten internationalen Bündnis getragen, zu dem auch das Eine Welt Forum Mannheim gehört. *** Israel Kaunatjike, Evelyn Mswetsa, Deodat Dirkse, Nandiuasora Mazeingo haben eine Petition gestartet mit der Forderung: Reparationen für Völkermord an Ovaherero & Nama für die Opfer NICHT für die Regierung! Petition unterstützen *** Mehr über das Thema erfahren https://kolonialgeschichtema.com/gutmachung/ VÖLKERMORD: Aussöhnung? Die Verbände der traditionellen Autoritäten der Herero und Nama lehnen das Abkommen zwischen der deutschen und der namibischen Regierung zur Aussöhnung bzw. Wiedergutmachung ab. Sie fordern Reparationen an die betroffenen Volksgruppen. m Mai 2021 wird bekannt, dass es nun doch zu einem Aussöhnungsabkommen zwischen Namibia und Deutschland kommen soll, dem die Parlamente beider Staaten aber erst noch zustimmen müssen. Die auch als Wiedergutmachungsabkommen bezeichnete Vereinbarung sieht vor, dass Deutschland die zwischen 1904 und 1908 begangenen Verbrechen an den Herero und Nama jetzt auch offiziell als Völkermord anerkennt. An Namibia und und die Nachkommen der Opfer soll eine Bitte um Vergebung gerichtet werden. „Als Geste der Anerkennung des unermesslichen Leids, das den Opfern zugefügt wurde“ – so Außenminister Maas – , sollen an Namibia und an die Nachkommen der Opfer 1,1 Milliarden Euro zum Wiederaufbau und zur Entwicklung ausbezahlt werden. Allerdings über einen Zeitraum von 30 Jahren! Festzuhalten ist: Der Begriff „Reparationen“ wird von der deutschen Regierung nach wie vor vermieden. Außenminister Maas stellt in seiner Erklärung von 28.05.21 zur Vereinbarung klar: „Rechtliche Ansprüche auf Entschädigung lassen sich daraus nicht ableiten.“ Anything about us without us, is against us! Sign our protest petition https://ogfnamibia.org/

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