125: Mehr Gelassenheit und Achtsamkeit für dein leben

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Mehr Gelassenheit und Achtsamkeit für dein leben

Mehr Gelassenheit und Achtsamkeit für dein leben

Wie kannst Du mehr Gelassenheit in Dein Leben bringen? Um Ängsten, Stress und Herausforderungen gelassener begegnen zu können, möchte ich heute eine berührende Geschichte und eine spannende Übung mit Dir teilen. Beide helfen Dir, Veränderungen anzunehmen, sie ganz bewusst herbeizuführen und sie sogar willkommen zu heißen.

Die Übung hilft Dir, Deine Vergangenheit als das Wechselspiel von Auf und Ab zu betrachten, was Leben bedeutet. Du entwickelst die Fähigkeit, schwierige Situationen gelassener auszuhalten, sie zu bewältigen – und gestärkt aus ihnen hervorzugehen.

Ist es möglich, sich auf Herausforderungen zu freuen? Ja, das ist es – vor allem, wenn Du sie aus dem Blickwinkel des Lernens und Wachsens betrachtest. Ich gehe mittlerweile beinahe täglich raus aus meiner Komfortzone, mit dem Ziel, neue Erfahrungen zu machen. Zu erleben, wie ich immer mutiger und gelassener werden kann.

Lass mich Dir eine Geschichte erzählen …

Eine Sufi Geschichte aus dem Osho Tarot

Ein König befragte einmal die Weisen an seinem Hof und sagte zu ihnen: „Ich lasse mir einen wunderschönen Ring machen. Ich habe die besten Diamanten, die man bekommen kann. Ich möchte in dem Ring eine verborgene Botschaft haben, die mir in Zeiten völliger Verzweiflung helfen kann. Sie muss sehr kurz sein, damit sie im Inneren des Ringes verborgen sein kann.

All die Weisen, all die großen Gelehrten, hätten lange Abhandlungen darüber schreiben können. Aber ihm eine Botschaft zu geben, die nur zwei oder drei Worte enthielt und ihm in Zeiten größter Verzweiflung helfen würde? … Sie dachten nach, sie schauten in ihre Bücher, aber sie konnten nichts finden. Der König hatte einen alten Diener, der ihm fast wie ein Vater war. Er war schon der Diener seines Vaters gewesen. Die Mutter des Königs war früh gestorben, und dieser Diener hatte sich um ihn gekümmert. Deshalb wurde er nicht wie ein Diener behandelt, und der König hatte großen Respekt vor ihm.

Der alte Mann sagte: „Ich bin kein Weiser, bin nicht gebildet und nicht gelehrt, aber ich kenne die Botschaft. Es gibt nämlich nur eine Botschaft. Diese Männer können sie dir nicht geben. Nur ein Mystiker, jemand, der sich selbst erkannt hat, kann sie dir geben.

Während meines langen Lebens im Palast bin ich allen möglichen Menschen begegnet, darunter einmal einem Mystiker. Er war bei deinem Vater zu Gast und ich wurde ihm als Diener zugeteilt. Als er abreiste, gab er mir als Geste des Danks für meine Dienste diese Botschaft…“ Und er schrieb sie auf einen kleinen Zettel, faltete ihn zusammen und sagte zum König: „Lies sie nicht jetzt. Halte sie in deinem Ring verborgen und öffne sie erst, wenn alles gescheitert ist, wenn es keinen Ausweg mehr gibt.“

Diese Zeit sollte bald kommen. Das Land wurde überfallen, und der König verlor sein Reich. Er musste auf seinem Pferd fliehen, um sein Leben zu retten, und die feindlichen Reiter verfolgten ihn. Er war allein; sie waren in der Überzahl. Er kam an einen Ort, wo er anhalten musste, weil der Weg zu Ende war – er stand an einer Klippe über einem tiefen Abgrund. Dort hinunterzufallen, wäre das Ende gewesen. Er konnte nicht zurück, weil dort die Feinde waren, und er hörte bereits die Hufe ihrer Pferde. Er konnte nicht vorwärts gehen, und es gab keinen anderen Weg.

Plötzlich erinnerte er sich an den Ring. Er öffnete ihn, nahm den Zettel heraus, und darauf stand eine kurze Botschaft von sehr wertvoller Bedeutung. Sie hieß: „Auch dies wird vorübergehen.“ Während er den Satz las, wurde er ganz still. „Auch dies wird vorübergehen.“ Und es ging vorüber. Alles geht vorbei. Nichts ist beständig in dieser Welt. Die Feinde, die ihn verfolgt hatten, hatten sich wohl im Wald verlaufen, hatten wohl einen falschen Weg eingeschlagen. Nach einer Weile konnte er die Laute ihrer Hufe nicht mehr hören.

Der König verspürte große Dankbarkeit gegenüber seinem Diener und jenem unbekannten Mystiker. Diese Worte hatten wie ein Wunder gewirkt. Er faltete den Zettel wieder zusammen, steckte ihn zurück in den Ring. Er sammelte seine Truppen wieder um sich und eroberte sein Reich zurück. Und der Tag, an dem er siegreich wieder in seine Hauptstadt einzog, wurde in der ganzen Stadt großartig gefeiert, mit Musik und Tanz. Er war sehr stolz auf sich selbst.

Der alte Mann ging neben seinem Wagen her. Er sagte: „Auch jetzt ist es wieder der richtige Moment. Schau die Botschaft noch einmal an.“ „Was meinst du damit?“, sagte der König. „Jetzt bin ich siegreich. Das Volk feiert mich. Ich bin nicht verzweifelt; ich bin in keiner ausweglosen Situation.“

„Hör mir zu“, sagte der alte Mann. „Das hat mir der Heilige damals gesagt: Diese Botschaft ist nicht nur für Zeiten der Verzweiflung; sie ist auch für Zeiten der Freude. Sie gilt nicht nur, wenn du Verlierer bist. Sie gilt auch, wenn du Sieger bist; nicht nur wenn du der Letzte bist, sondern auch, wenn du der Erste bist.“

Der König öffnete seinen Ring und las die Botschaft: „Auch dies wird vorübergehen.“ Und plötzlich überkam ihn derselbe Frieden, dieselbe Stille – mitten in der Menge, die jubilierte, feierte und tanzte. Sein Stolz, sein Ego waren verflogen. Alles geht vorüber.

Er bat seinen alten Diener, in seinen Wagen zu kommen und neben ihm zu sitzen. Er fragte ihn: „Gibt es noch etwas? Alles geht vorüber … Deine Botschaft hat mir ungemein geholfen.“ Der alte Mann sagte: „Das Dritte, was mir der Weise damals sagte, war: ,Vergiss nicht, dass alles vorübergeht. Nur du bleibst, du bleibst ewig als Zeuge.’“

Alles geht vorbei, aber du bleibst. Du bist die Wirklichkeit; alles andere ist nur ein Traum. Es gibt schöne Träume, und es gibt Alpträume. Aber es spielt keine Rolle, ob es ein schöner Traum oder ein Alptraum ist. Was eine Rolle spielt, ist das, was den Traum sieht. Dieses Sehen ist die einzige Wirklichkeit.

Die Lebenslinie

Die Übung, die ich Dir sehr ans Herz legen möchte, heißt „die Lebenslinie“. Mit ihr wirst Du erkennen, dass es in Deinem Leben immer Zeiten gegeben hat, in denen es aufwärts ging und solche, wo es scheinbar bergab lief. Auf und ab. Denn Leben heißt Wandel und Bewegung, das ist im gesamten Universum der Fall.

Schritt 1

Am besten nimmst Du Dir eine Rolle Papier (ich verwende gerne Backpapier) und zeichnest eine circa 1,5m Linie darauf, Deine Lebenslinie. An den Rand zeichnest Du eine vertikale Achse mit einer Skala von eins bis zehn. Diese Achse steht für Deine Gefühle, wobei die eins für unangenehm und die zehn für wunderbar steht, mit allen Abstufungen dazwischen.

Zeichne dann alle Ereignisse Deines bisherigen Lebens von der Geburt bis heute auf der Lebenslinie ein, die für Dich wichtig und prägend waren. Ich empfehle Dir, viel Zeit und Ruhe für diese Übung einzuplanen, weil sie so kraftvoll ist und Du gleichzeitig Mut brauchst, Dich zu erinnern.

Schritt 2

Erinnere Dich daran, wie Du Dich in den einzelnen Momenten gefühlt hast und trage die Gefühle auf der Gefühlsachse ein.

Vergiss bitte auch die kleinen, leichten Ereignisse nicht. Ich nehme für die bedeutenden Erfahrungen gerne einen dickeren Stift, um ihnen mehr Gewicht zu verleihen. Du kannst Orte dazu schreiben und diese Lebenslinie jederzeit um Erfahrungen und Ereignisse ergänzen. Es geht ausschließlich um Dich und Deine Bewertung der Situationen und Lebensstationen. Alle Gefühle sind erlaubt.

Schritt 3

Als letzten Schritt verbindest Du alle diese Punkte miteinander zu einer Linie.

Gelassenheit für den Herzschlag des Lebens

Mit hoher Wahrscheinlichkeit wirst Du am Ende eine Linie erkennen, die ihre Höhen und Tiefen hat. Der Herzschlag Deines Lebens. Ich erlebe diese Übung als sehr berührend, beinahe magisch. Wann immer ich Lücken auf meiner Lebenslinie fülle, empfinde ich Wertschätzung für mich und meinen Weg. Meine Lebenslinie hängt hochkant bei mir im Büro und es gibt mir ganz viel Energie zu sehen, welche Herausforderungen ich schon bewältigt habe, welche Glücksmomente ich erleben durfte.

Oft nutze ich meine Meditationen dafür, tiefer in die Vergangenheit einzutauchen und Raum zu schaffen, um Erlebnisse und Gefühle hervorzuholen. Ja, es kommen auch unangenehme Erinnerungen und Gefühle bei dieser Übung hoch oder verdrängte Situationen, aber Du brauchst vor ihnen keine Angst haben, denn Du entscheidest, wie lange Du in diesem Gefühl bleibst.

Wenn Du mehr darüber erfahren möchtest, wie Du Deine bunte, komplette Gefühlspalette leben kannst, hör Dir die Podcastfolge 005: Negative Emotionen gehen lassen an. Auf jedes Tief folgt wieder ein Hoch. Egal, wie alt Du bist, Du hast bereits Erfahrungen mit diesem Auf und Ab gemacht.

Mach Dir bewusst, was Du schon alles geschafft und überstanden hast, dann wirst Du gelassener und Dein Unterbewusstsein greift auf diese Erfahrungen zurück. Gleichzeitig wächst die Dankbarkeit für die schönen Momente und Erfahrungen. Mir hat mal jemand gesagt: „Genieße es, solange Du kannst.“

Genau darum geht es: Sei präsent im jeweiligen Augenblick. Wenn Du die Fülle in Deinem Leben wahrnimmst, ziehst Du davon noch mehr an. Und wenn Du in einem unangenehmen Zustand bist oder negative Gedanken kommen, erinnere Dich: Auch das wird vorübergehen. Wobei es aus meiner Sicht keine negativen oder positiven Gefühle und Gedanken gibt. Sie sind angenehm oder unangenehm, aber alle sind wertvoll und wichtig.

Mein Fazit

Wenn wir mitten in einer unangenehmen Situation stecken oder etwas Unerfreuliches erlebt haben, kann es passieren, dass wir unserem Tag (oder dem ganzen Leben) eine negative Bedeutung geben. Mach Dir bewusst, dass es nur eine Situation von vielen ist – bei diesem bewussten, achtsamen Gedanken unterstützt Dich der Blick auf Deine Lebenslinie.

Die Geschichte darf Dich an das natürliche Auf und Ab des Lebens erinnern: „Auch das wird vorüber gehen“. Sie kann Dir helfen, Deine innere Einstellung zu Herausforderungen zu verändern – bei mir ist das geschehen. Ich kann der Angst, etwas nicht überstehen zu können, das Wissen entgegensetzen, dass ich diese Situation meistern werde … denn sie wird vorübergehen. Und mit diesem Wissen kann ich auch die schönen Momente und Erfahrungen auskosten und von Herzen wertschätzen.

Ich lade Dich ein, diese Übung zu machen und ich kann Dir versprechen, Du wirst mutiger werden, gelassener auf Herausforderungen reagieren und Deine Komfortzone häufiger mit dem Gedanken #fuckeinfachmachen verlassen.

Mehr über mich

Noch mehr Informationen über meine Arbeit als Erfolgs- und Mindsetcoach findest Du auf www.wemheuer.de/du-ich und auf meine Seite bei Facebook unter https://www.facebook.com/wemheuercoaching/.

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Bis bald und herzliche Grüße

Deine Kerstin

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