„Ende gut, alles gut“

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„Ende gut, alles gut“ – so klingt es am Ende des Buches Zefania. Im letzten Kapitel seines kleinen Buches spricht der Bote Gottes vom kommenden Heil. Gott kommt zu seinem Ziel. Nicht die Vernichtung und Zerstörung stehen am Ende. Sein Heil und seine gnädige Zuwendung bilden die Hoffnungsperspektive für die Menschen um das Jahr 625 vor Christi Geburt. Das ist auch die Zukunftsaussicht für uns heute. Das Bibelwort, der Vers 19 aus Zefanja 3, ist eine wunderbare Zusage. Es entstammt dieser Heilszusage.

Gott lässt durch den Propheten Zefanja zusagen: „Ich will die Zerstreuten sammeln und will sie zu Lob und Ehren bringen in allen Landen, wo man sie verachtet.“

Am Anfang des Prophetenbuches ist die Rede vom Tag des Zornes Gottes. Sein Gericht droht. Schrecklich wird dieser Gerichtstag Gottes sein. Es wird ein schwarzer Tag für das Volk Israel und seine Führer sein. Es wird ein schwarzer Tag für die Völkerwelt sein. Eine Rettung vor dem Gericht gibt es nicht.

Aber nicht die Vernichtung, sondern die Läuterung und die Umkehr ist das Ziel der harten Rede Gottes. Die einzige Chance liegt in der Umkehr. „Sucht Gott, sucht Gerechtigkeit, sucht Demut!“ lautet der Ruf zur Buße.

Schonungslos deckt Zefania die Missstände seiner Zeit auf.

Er spricht von der Verlogenheit des Kultus, vom Götzendienst und der dadurch bedingten Missachtung Gottes. Er prangert die Oberflächlichkeit der Propheten, die vorherrschende Korruption, die Habgier der Fürsten und den Amtsmissbrauch der Richter an. Er legt den Finger in die wunden Stellen der Gesellschaft. Gestirne werden angebetet. Ausländische Mode steht hoch im Kurs. Religion und Moral haben einen traurigen Tiefpunkt erreicht. Gottlosigkeit und Undankbarkeit zeigen sich auf Schritt und Tritt. Manch erschreckende Parallelen zu unserer Zeit tun sich auf.

Aber dennoch gab es damals einen Rest von Menschen, die Gott die Treue hielten. Sie waren eine Minderheit in der Zerstreuung. Aber ihnen gilt die Verheißung. Auch wir Christen befinden uns in Deutschland in der Minderheit. Aber überall auf der Welt hat Gott seine Leute. Selbst in Bedrohung, Verfolgung und größter Bedrängnis halten sie an Gott fest. Sie richten ihr Leben auf Gott aus und sind ihm treu. Sie vertrauen auf sein Wort und halten daran fest. Gott schenkt ihnen die Kraft dazu. Zefanja sagt: Der Herr, dein Gott, ist bei dir, ein starker Heiland. Er wird sich über dich freuen und dir freundlich sein, er wird dir vergeben in seiner Liebe und wird über dich mit Jauchzen fröhlich sein.“

Gott hat es damals wahrgemacht und er wird es auch für uns wahrmachen, was im Bibelwort zugesagt wird: „Ich will die Zerstreuten sammeln und will sie zu Lob und Ehren bringen in allen Landen, wo man sie verachtet.“ Gott führt seine Geschichte zu seinem Ziel. Sein großer Tag kommt.

Jesus, der Sohn Gottes, hat diese Verheißung aufgenommen, wenn er sagt: „Fürchte dich nicht, du kleine Herde. Denn es hat eurem Vater wohlgefallen, euch das Reich zu geben.“ (Lukas 12,32) „Viele werden kommen von Osten und vom Westen, und im Himmelreich zu Tische sitzen“. (vgl. Matthäus 8,11) Dann gilt: Ende gut, alles gut!

Autor: Dekan Michael Wehrwein


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