Nachtzeit – Gnadenzeit

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Es ist Nacht. Wieder einmal kann ich nicht schlafen. Was soll ich machen? Aufstehen? Mitten in der Nacht? Es ist stockdunkel, grausam finster. Mich beschleicht ein seltsames Gefühl unfassbarer Angst. Ich fühle mich wie von mächtigen Wellen des Meeres hilflos an einen einsamen Strand geworfen. In mir schreit es nach Hilfe. Gott, wo bist Du? Kann ich mit Dir reden? Hörst Du mich? Bist Du da? Oder bilde ich mir das nur ein?

Ist Gott da? Ist er nicht da? So geht es immer hin und her als hätte ich nie eine Antwort in meinem langen Leben darauf gefunden.

So stockdunkel wie in diesem Zimmer, so ist es auch in mir. Wer zeigt mir den Weg aus dieser Dunkelheit? Wer öffnet mir die Tür in einen helleren Raum des Lebens? Was wäre, wenn ich jetzt sterben würde?

Wie durch ein dunkles Zimmer - so taste ich mich durch die Finsternis meiner Seele. Wo ist der Trost aus der Ewigkeit Gottes? Wo ist das Licht in der undurchdringlichen Finsternis meines Herzens?

Gegen alle Zweifel und Verzweiflungen fange ich an, mit Gott zu sprechen. Das ist immer noch besser, als einfach in die Dunkelheit hinein zu schweigen. Ungeordnet werfe ich ihm einfach alle meine Gedanken in sein Herz. Dann merke ich, ich kann ihm alles sagen. Sein Herz ist nicht verschlossen. Sein Herz hat Augen und Ohren. Gott ist wirklich da! Gott sieht und hört mich. Ich kann mich ihm ganz anvertrauen. Meine Gedanken, Gefühle und Worte kennt er schon von ferne. So ist er mir nah.

Wie ein Kind kann ich zu dem ewigen Vater eilend laufen und kann mich mit all meinen Fragen und Zweifeln, mit all meinem Glück und Unglück, weinend und lachend in Gottes ausgebreitete Arme werfen. Das meint der Psalmdichter, wenn er in Psalm 69, Vers 14 von der Zeit der Gnade Gottes spricht und betet: „Ich bete, Herr, zu dir zur Zeit der Gnade, Gott, nach deiner großen Güte erhöre mich mit deiner treuen Hilfe.“

Auf diesen Gott ist Verlass! Mit seiner Hilfe kommt er immer rechtzeitig. Auch wenn er mich nicht immer so erhört, wie ich es mir gewünscht habe. Dennoch weiß ich, meine Bitte hat ihn ins Herz getroffen. Er hilft mir. Er ist kein Wunschautomat, sondern er macht Licht durch sein Wort und seine Liebe in der Finsternis meines Herzens. Er steht mir bei im Chaos meiner Gedanken und Gefühle; anders als ich es mir dachte - aber immer hilfreich. Die Zeit meiner Verzweiflung wird durch ihn für mich zur Zeit seiner Gnade. Aus Nachtzeit wird Gnadenzeit!

Probieren Sie es aus. Mit diesem Gott lohnt es sich zu sprechen. Er ist für jeden da, jederzeit und in jeder Situation. Der Beter des Psalms hat es gewagt und Sie können es auch wagen, vor Gott zu sagen: „Ich bete, Herr, zu dir zur Zeit der Gnade, Gott, nach Deiner großen Güte erhöre mich mit Deiner treuen Hilfe.“ Vergessen Sie nicht: Gott hat ein Herz mit Augen und Ohren! Er ist da!

Autor: Pastor Burghard Affeld


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