Ein bahnbrechendes Ereignis mit Folgen

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Große Ereignisse können ganz klein anfangen. Das sollte man aber nicht unterschätzen. Da wurde vor mehr als 2000 Jahren ein Kind unter ärmlichen Bedingungen geboren. Nur wenige haben erkannt, was das bedeutete. Dieses Ereignis sollte in der Folge vieles auf den Kopf stellen. Wir Menschen können dadurch in eine wiederhergestellte Beziehung zu Gott finden.

Paulus hat das erst nach einigem Irren erkannt. Er schreibt an seinen Mitarbeiter Titus, um ihm Anweisungen für seine Gemeinde zu geben. Er weist ihn darauf hin, dass die Christen ihr Leben mit Jesus nun ganz anders leben sollen als ohne ihn. Das scheint auf den ersten Blick nicht gerade leicht. Nach diesen Anweisungen zum Leben erinnert Paulus noch einmal an dieses bahnbrechende Ereignis. So heißt es im Wort für heute in Titus 2,14: „Jesus Christus, der sich selbst für uns gegeben hat, damit er uns loskaufte von aller Ungerechtigkeit und reinigte sich selbst ein Volk zum Eigentum, das eifrig wäre zu guten Werken.“

Gott sah das Elend, das Leid, die Tränen, die Bosheit in unserer Welt. Jesus kam als Licht in die Welt und brachte die Gnade Gottes mit sich. Denn das war das Ziel seines Erscheinens: Menschen die Heimkehr zu Gott zu ermöglichen.

Verdient hat es kein Mensch. Alle hatten es durch ihr Verhalten verspielt. Durch sein liebendes Mitgefühl wusste Gott: Nur ein sehr spezieller Weg konnte den Menschen den Zugang zu dieser Gnade ermöglichen.

Hier steckt in einem Satz das ganze Evangelium. Da wird das Geschehen am Kreuz als Hingabe für uns beschrieben. Das Ziel war der Loskauf von aller Ungerechtigkeit. Stellen wir uns das mal vor: Ein Mensch, der als Sklave sein Schicksal erduldete mit allen möglichen Schikanen, wird unverhofft von jemandem losgekauft. Er ist frei, kann gehen, wohin er will. Was wird er tun? Wird er nicht aus Dankbarkeit seinem Befreier folgen, für ihn da sein?

Jesus hat am Kreuz sein Leben für uns gegeben. Er hat uns dadurch ermöglicht, von aller Verstrickung in der Ungerechtigkeit frei zu werden. Wir können als Befreite ein neues Leben beginnen.

Ungerechtigkeit, das ist etwas, das alle Menschen natürlicherweise schlimm finden. Zumindest, wenn es sie selbst betrifft. Niemand will ungerecht behandelt werden. Und doch prägt es das Leben von so vielen Menschen weltweit. Nehmen wir aber auch die Ungerechtigkeit wahr, die wir selbst anderen antun? Das schmerzt ja nicht uns, sondern die anderen. Deswegen ist das Werk von Jesus Christus nicht nur der Loskauf, unsere Erlösung, sondern es heißt weiter: „Und reinigte sich selbst ein Volk zum Eigentum.“

Er hat uns nicht nur losgekauft, er hat uns gereinigt, d.h. alles uns noch anhaftende Böse abgewaschen. Wollen wir nun ganz für den da sein, der uns aus der Sklaverei der Ungerechtigkeit losgekauft hat? Das ist sein Ziel: Nicht nur uns zu reinigen von allem Bösen. Wir sollen sein: „eifrig zu guten Werken“. Eigenartigerweise brauchen wir dafür die Gnade. Durch diese ermöglicht Gott uns, unser Verhalten zu ändern.

Das ganz neu zu entdecken, möge Sie durch diesen Tag begleiten bis zum nächsten Erscheinen dieses Erlösers. Wir haben die einmalige Chance, inzwischen etwas für ihn in dieser Welt zu tun.

Autor: Pfarrerin Dagmar Rohrbach


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