ERF Plus - Wort zum Tag „Wie schön dieser Name ist“

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„Namen sind Schall und Rauch“, sagt der Volksmund. Die Redensart soll unterstreichen, was keine Bedeutung hat. Schall und Rauch kann man nicht greifen oder festhalten. Schall und Rauch sind nichts Bleibendes, sondern nur eine flüchtige Erscheinung. Daher eignen sie sich als Paarformel bestens, um zu beschreiben, was keinen bleibenden Wert hat.

Ursprünglich hat Johann Wolfgang Goethe in seinem Werk „Faust I“ die Formulierung gebraucht. Aus dem Zusammenhang gerissen wurde der Satz dann umgangssprachlich abgewandelt und zur allgemeinen Redensart.

Ich kann dieser Aussage nicht zustimmen. Schon gestern war in der Losung der Herrnhuter Brüdergemeine von Namen die Rede und heute geht es in besonderer Weise um einen ganz bestimmten Namen. Gestern hörten wir den Zuspruch, dass die Namen der Jünger Jesu im Himmel aufgeschrieben sind. Heute spricht der Psalm vom Namen Gottes.

Der Name des Herrn soll Freude und Jubel auslösen. Wenn jeder einzelne Name der Menschen, die Jesus nachfolgen, bekannt und aufgeschrieben ist im Himmel, dann ist der Einzelne mit seinem Namen eben nicht unbedeutend, sondern im Gegenteil von großer Bedeutung. Der Name steht für die Persönlichkeit und das einzigartige Wesen des Einzelnen, der wichtig ist und seinen bleibenden Wert hat. Und der Name Gottes steht für sein Programm, so möchte ich sagen.

Von großer Bedeutung und bleibendem Wert ist das, was er tut, der diesen Namen trägt. Das wird deutlich, als Gott sich Mose vorstellt und sagt: „Ich bin da“, „Ich bin für euch da“ – das ist mein Name. Und ebenso gilt es für den Namen Jesus, der nichts anderes bedeutet und aussagt als „Gott hilft“, „Gott rettet“. Diesen Namen lieben, sich freuen und fröhlich sein über diesen Namen, das ist mein Anliegen, das ich heute weitergeben möchte.

Dabei denke ich an ein bekanntes Lied, das den Namen Jesus in schöner Weise betont. In einzelnen Strophen wird beschrieben, wofür dieser Name steht. Mit der Erschaffung der Welt wird angefangen; schon da ist an Jesus zu denken. Es geht weiter über das Verlassen des Himmels, um Gottes Reich zu gründen. Kreuz und Auferstehung werden besungen, die einzigartige Rettungstat, um Gott und Mensch zu versöhnen. Und immer wieder heißt es in diesem Lied: „Wie schön dieser Name ist, wie kostbar der Name ist, wie herrlich der Name ist, wie unvergleichlich, unbesiegbar und wie kraftvoll der Name ist, der Name Jesus".

Ich finde alle diese Bezeichnungen sehr passend. Bei dem Stichwort „kostbar“ denke ich an Petrus vor der Tempeltür, an der ein Gelähmter sitzt. Er sagt zu ihm: „Silber und Gold habe ich nicht, was ich aber habe, das gebe ich dir: Im Namen Jesu Christi von Nazareth steh auf und geh umher!“ (Apg 3,6)

Beim Wort „unvergleichbar“ denke ich auch an Petrus, der vor Gericht steht und mutig bekennt: „In keinem anderen ist das Heil, auch ist kein anderer Name unter dem Himmel den Menschen gegeben, durch den sie sollen gerettet werden.“ (Apg 4,12)

Und bei der Beschreibung „unbesiegbar“ denke ich an das Loblied auf Christus, das Paulus überliefert hat. Dort heißt es: „Gott hat ihm den Namen gegeben, der über alle Namen ist, dass in dem Namen Jesu sich beugen sollen aller derer Knie, die im Himmel und auf Erden und unter der Erde sind, und alle Zungen bekennen sollen, dass Jesus Christus der Herr ist, zur Ehre Gottes, des Vaters. (Phil 2,11)

Autor: Pastor Ralf Schöll


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