ERF Plus - Wort zum Tag Tägliche Kurz-Inventur

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„Ehre den Herrn mit deinem Gut!“ Sechs Worte für den Tag. Genau genommen: für ein ganzes Leben! „Ehre den Herrn mit deinem Gut!“ Eine klare Aufforderung. Doch falls eine ebenso so klare Umsetzung fehlt, läuft sie ins Leere.

Wie gehen wir´s an? Ohne Gott zu enttäuschen. Weil er mehr oder Besseres von uns erwartet? Ohne uns selbst was vorzumachen? Weil wir meinen, den Herrn hinreichend geehrt zu haben und uns auf die Schulter klopfen.

„Ehre den Herrn mit deinem Gut.“ Die zwei Hauptworte sprechen mich spontan stärker an als das eine der Tätigkeit, um das es ja geht, nämlich „ehren“. Doch „Herr“ und „Gut“, das hängt sich als erstes in mir fest. Und mit dem Stichwort „Gut“ kommt mir die „Güte“ in den Sinn.

Alles, was ich bin und habe, verdanke ich Gott, dem Herrn. Seinem Gut-Sein. Seiner Güte. Weil diese Güte mich beschenkt, bin ich reich. Empfinden Sie das auch so, liebe Hörer? Täglich braucht es, meiner Meinung nach, so etwas wie eine „Kurz-Inventur“ dessen, was mir Gott gewährt.

Denn seine Geschenke sind gewaltig:

Dass ich zu ihm gehöre und er mein Gegenüber sein will. In Barmherzigkeit und Liebe. Eigentlich ist das unfassbar.

Dass er mir Lebenszeit schenkt und Begabungen dazu – alles andere als eine Selbstverständlichkeit.

Dass ich mein Auskommen habe, ein Dach über dem Kopf, den Kleider- und Kühlschrank gefüllt, dass ich mich frei bewegen kann und wieder gesund wurde – darauf kann ich doch nur antworten: Gott sei Dank!

Ich bin, im wahrsten Sinne des Wortes, ein „Guts-Besitzer“. Das Gut des Herrn ist mein eigen.

Doch jetzt kommts: Behalte ich all das für mich? Ziehe ich Mauern um mich herum und verriegle die Tore, damit mein Gut verwahrt, gesichert, unantastbar bleibt!? So kann und soll es nicht sein!

„Mit deinem Gut ehre den Herrn!“ Das heißt „teilen!“ Aber „teilen“ bedeutet nicht einfach irgendwas abzugeben. Etwas, das entbehrlich ist. Vielleicht sogar überflüssig. Wer so handelt, behält es besser für sich. Teilen ist Herzenssache! Da geht’s ums Verschenken. Das hat nichts, aber überhaupt nichts mit Berechnung und Bemessung zu tun. Teilen bedeutet, auf Gottes Güte zu antworten.

In einigen Tagen werden wir in unseren Gemeinden wieder Erntedankfeste feiern. Sie sind eine anschauliche und eindrückliche Auslegung des Bibelverses aus dem Sprüchebuch. „Ehre den Herrn mit deinem Gut!“ Das wollen und werden wir wieder tun! Die Erntegaben auf dem Altar, der Blumenschmuck im Kirchenraum, die Spende im Opferstock drücken aus, dass wir Gott die Ehre geben. Und wir teilen mit denen, denen es nicht so gut geht wie uns.

In diesem Sinne teilen wir uns mit. Danken Gott und stellen erstaunt fest, dass wir dieses Gut allein seinem Segen schulden. Nun findet das Erntefest einmal im Jahreskreis statt. Aber den Herrn zu ehren mit unserem Gut gilt ganzjährig. Darum muss es noch um anderes gehen als um die unverzichtbaren materiellen und finanziellen Opfer. Sogar mehr noch als um tatkräftige Hilfe.

Das Gut der Zeit so zu gebrauchen, dass sie sich als eine erfüllte Spanne erweist, gibt Gott die Ehre. Wieder hängt es mit dem Teilen zusammen. Niemand soll ein schlechtes Gewissen plagen, Zeit für sich selbst haben. Dennoch dürfen wir nicht aus dem Blick verlieren: Unsere Zeit steht in Gottes Händen. Sie ist und bleibt sein Geschenk.

Über ihre Dauer vermag niemand verfügen. Zeit ist vorhanden. Sie zu gestalten liegt bei jedem selbst. Dem Herrn über Himmel und Erde mit das hohe Gut an Zeit widmen, erweist sich als tragende Kraft im Leben. Denn das regelmäßige Gebet richtet mich auf Gott hin aus. Genau das möchte er. Nehmen wir uns die Zeit, die Zeit, Gott, den Herrn zu loben und ihm zu danken.

„Ehre den Herrn mit deinem Gut!“ Einzig das kann unsere Antwort auf die empfangene Güte sein.

Autor: Karsten Loderstädt


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