ERF Plus - Wort zum Tag Ich zeige Gott meine Liebe

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Wenn sich ein Ehepaar von mir als Pfarrer trauen lassen will, führe ich immer ein Traugespräch mit den beiden Verliebten. Gerne frage ich den Mann, wie er seiner künftigen Frau zeigt, dass er sie liebt. Einige schenken ihr gelegentlich einen Blumenstrauß oder überraschen sie mit einem Geschenk. Viele unterstützen sie im Haushalt oder nehmen sich Zeit, um gemeinsam etwas zu unternehmen. Die Männer hören gerne ihrer Frau zu, lieben ihre Worte und Gedanken. Aus Liebe erfüllen sie manchen Wunsch und tun das, was ihre Ehefrau sie bittet.

Das Bibelwort für heute spricht nicht von der Liebe zwischen zwei Menschen. Es geht einen Schritt weiter. Es fordert uns heute auf, Gott zu lieben: „Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieb haben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und mit all deiner Kraft.“ Wie kann das aussehen? Wie zeige ich Gott, dass ich ihn liebe?

Unser Bibelwort steht im Kapitel nach den Zehn Geboten. Gott hat seinem Volk Israel zehn Sätze mit auf den Weg gegeben. Wer sich daran hält, kommt gut durchs Leben und wird von Gott reich gesegnet. Das wichtigste und höchste Gebot von Gott an die Menschen ist dieser Satz: Du sollst Gott von ganzem Herzen lieb haben. Wer Gott liebt, der liebt seine Gebote und seine Worte. Wie ein Verliebter an den Worten seiner Freundin hängt, so sollen wir den Worten Gottes lauschen. Jesus hat uns das vorgemacht. Er verbrachte zu Beginn des neuen Tages viel Zeit mit Gott. Er zog sich zurück, um allein mit seinem Vater zu reden. Er hörte auf ihn. Er prägte sich seine Worte ein. Er stellte den Willen Gottes über seine eigenen Wünsche.

An Jesus kann ich lernen, was es heißt, den himmlischen Vater zu lieben. Für mich kann das bedeuten, dass ich mir jeden Tag Zeit für Gott nehme. In dieser Zeit beschäftige ich mich mit Gottes Wort. Ich lese halblaut Zeile für Zeile. Ich bewege es hin und her in meinen Gedanken. So kann ich meditieren und das gelesene Wort zu Herzen nehmen. Es soll ganz in mich eindringen, mich prägen, mich ermutigen, trösten und auch ermahnen.

Ich habe mir vorgenommen, jeden Tag einen Psalm zu lesen und zu beten. Die Psalmen helfen mir, über Gott zu staunen und zu bewundern, wie er Menschen geholfen hat. Im Psalm 8 heißt es in der BasisBibel: „Herr, unser Herrscher, wie machtvoll ist dein Name auf der ganzen Erde! Deine Herrlichkeit strahlt über dem Himmel auf! … Schaue ich hinauf zum Himmel, staune ich über das Werk deiner Finger. Betrachte ich den Mond und die Sterne, die du dort oben befestigt hast, so frage ich: Was ist der Mensch, dass du an ihn denkst, das Menschenkind, dass du dich seiner annimmst?“

Gott hat eine wunderbare Erde geschaffen. Darauf darf ich leben. Gott sieht mich und denkt an mich. Er wird mich nicht vergessen oder übersehen. Wenn ich so einen Gott habe, dann sollte es mir nicht schwerfallen, ihn zu lieben. Diesem Gott kann ich mich ungeteilt zuwenden. Auf ihn zu hören und tun, was er mir sagt, das sollte mir eine Freude sein. Deshalb entschließe ich mich, das Bibelwort für heute so zu formulieren: „Ich will den Herrn, meinen Gott, lieb haben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und mit all meiner Kraft.“

Autor: Pfarrer Johannes Hruby


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