Wie stärke ich meine Widerstandsfähigkeit

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Was bedeutet Resilienz?

Manchen von uns ist diese seelische Widerstandskraft von klein aufgegeben, andere müssen sie sich erst aneignen. Resiliente Menschen gelten als fröhlich, ausgeglichen, kreativ und anpassungsfähig. Sie verfügen über einen starken Charakter und einen großen Freundeskreis. Die gute Nachricht: Es ist nie zu spät die eigene Resilienz zu steigern. Das gilt jedoch nicht nur für einzelne Individuen, sondern auch für Unternehmen und andere Gruppierungen. In Unternehmen können sogenannte Resilienz-Analysen dazu verhelfen, die Belastungsfähigkeit der Mitarbeiter zu fördern, Fehlzeiten zu reduzieren und die Loyalität zum Arbeitgeber zu steigern. Was gehört nun aber alles zur Resilienz, woran kann ich sie messen, was sind Kriterien, an denen man feststellen kann, ob man eine ausreichende Widerstandsfähigkeit hat, um mit Belastungen fertig zu werden. Die Psychologen unterscheiden 7 Teilbereiche der menschlichen Widerstandskraft. Je mehr dieser Eigenschaften sich ein Mensch aneignen kann, desto besser wird er Krisen handhaben. Der erste Bereich ist der Optimismus. In in schweren Lebenskrisen fällt es oft nicht leicht, optimistisch zu bleiben. Optimismus ist jedoch sehr wichtig, weil damit verbunden ist, dass sich jede Krise zum guten wenden kann. So ist er eine Art von Notwehr dafür, sich nicht unterkriegen zu lassen. Vielleicht kennst Du den Ausspruch von Oscar Wilde hieß es „Am Ende wird alles gut. Wenn es nicht gut ist, ist es noch nicht das Ende“. Wenn man es versteht, auch im trostlosesten Moment etwas Gutes zu sehen, kann es Wunder wirken. Der zweite wichtige Bereich ist die Akzeptanz. Das bedeutet, anstehende Probleme kann ich erst lösen, wenn ich das eigene Schicksal akzeptieren kann. Das Gegenteil dazu wäre die Ablehnung. die nur dazu führt, dass unsere Kräfte unnötig verausgabt werden. Diese haben wir jedoch gerade in Krisenzeiten dringend nötig. Mit dem nötigen Optimismus und der Akzeptanz ergibt sich der dritte Teilbereich der Resilienz: Die Lösungsorientierung. Widerstandsfähige oder resiliente Persönlichkeiten lassen sich durch problematische Situationen nicht so schnell aus der Ruhe bringen. Sie betrachten diese Situation eher als Herausforderung. Sie fragen sich in solchen Situationen: „was kann ich jetzt tun, um aus dieser Situation möglichst unbeschadet herauszukommen?“. Das Geheimnis besteht tatsächlich darin, in jeder noch so schwierigen Situation handlungsfähig zu bleiben. Der vierte Teilbereich der resilient besteht darin, seine Opferrolle zu verlassen. Wer sich als Opfer sieht, fühlt sich ohnmächtig und alleine gelassen. Nur wer in der Lage ist, diese Opferrolle aufzugeben, der beginnt beinahe automatisch darüber nachzudenken, welchen Anteil er an der derzeitigen Situation hat. Wer sich selbst zu bedauert, verbaut sich den Weg nach vorne zu sehen. Ein weiterer Teilbereich besteht darin, Verantwortung zu übernehmen. Gib dich nicht lange den Schuldgefühlen hin und gib auch nicht anderen die Schuld. Sondern versuche realistisch dein Ziel einzuschätzen und erkunde, welchen Teil Du selbst zur gegenwärtigen Krise beigetragen hast. Dabei hilft dir ein Sicherheitsnetz von guten Freunden, was auch gleichzeitig der nächste Teilbereich der resilient ist. Ein Netzwerk von Menschen, denen Du vertraust, steigert dein eigenes Selbstwertgefühl massiv und hilft die Krisen gelassener zu überstehen. Oft ist es so, dass es viel Überwindung kostet, andere um Hilfe zu bitten. Doch mit Freunden erlangst du eine innerer Stärke. Wo hingegen Einsamkeit zu einem immer stärkeren Rückzug führt. Und damit sind wir auch schon im letzten Teilbereich der Resilienz, der darin besteht, seine Zukunft realistisch zu planen. Für die Resilienz ist es wichtig auch eine entsprechendes Krisenmanagement zu planen. Damit könne plötzlich auftretende Probleme leichter überwunden werden. Wie in der letzten Sendung gesagt, macht es sich sehr gut, für alle Fälle ein Notfallszenario oder einen Notfallkoffer parat zu haben. Resiliente Charaktere haben so etwas immer parat und können dann in Krisensituationen adäquat reagieren.

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