Toni Vescoli und seine Mundartsongs

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Ob nun Polo Hofer, Mani Matter oder er selbst als erster die Idee hatte, einen Schweizerdeutschen Songtext zu schreiben, ist für Toni Vescoli nicht wichtig. Er spricht lieber von einem Grüppchen von Leuten, die an verschiedenen Orten auf unterschiedliche Weise dasselbe versucht haben. Für Toni Vescoli war immer klar, dass er so singen wollte, wie ihm «der Schnabel gewachsen ist». Songs auf Deutsch oder Englisch empfand er je länger desto mehr als «Händedruck mit einem Handschuh». Fremd, unpersönlich, distanziert. Und nach der Auflösung seiner Band «Les Sauterelles» und dem Beginn seiner Solokarriere setzte er seinen Wunsch um und schrieb seine ersten Mundartsongs. Anfangs hin und wieder belächelt, bald mit grossem Erfolg. Sein erstes Schweizerdeutsches Album «Lueg für dich» verkaufte sich 20'000 Mal. Unterdessen sind fünf Jahrzehnte vergangen und 13 Alben entstanden. Aus dem Pionier von einst ist eine feste Grösse des Schweizer Mundartsongs geworden, dessen Texte immer – vor allem auch auf dem neuen Album «Gääle Mond» - mittlerweile von viel Lebenserfahrung und Reife zeugen. Von seinen Anfängen als Mundarttexter und seinem Platz in einer neuentstehenden Szene, von seinen legendären Bob Dylan-Übersetzungen und seinen heutigen Themen auf dem aktuellen Album, von seinen Plänen für die Zeit nach Corona und seiner ungetrübten Freude an der Musik erzählt der 79-jährige Toni Vescoli im Gespräch mit Literaturredaktor Michael Luisier.

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