Die Woche #60 – Der Pfefferminzia Podcast für Versicherungshelden

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Im Gespräch Mit Jens Oliver Martin, Alte Leipziger Dass die Höchstrechnungszinssenkung zum 1. Januar 2022 Folgen für die Altersvorsorge haben wird, das dürfte den meisten Leuten klar sein. Aber: Dieser Schritt wird sich auch auf die Berufsunfähigkeitsversicherung auswirken, weiß Jens Oliver Martin, Zentralbereichsleiter Produktmanagement Lebensversicherung bei der Alten Leipziger. Was dieser Schritt mit den Beiträgen zur BU machen wird, und was Martin Vermittlerinnen und Vermittlern vor diesem Hintergrund jetzt empfiehlt, erfahren Sie im nun folgenden Gespräch.

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**Die News der Woche ** Es hätte wahrlich schlimmer kommen können – so ließe sich wohl die Reaktion der Versicherungswirtschaft auf den Ausgang der Bundestagswahl kurz und knapp zusammenfassen. Es sei eine gute Nachricht, dass die politische Mitte gestärkt worden sei und „die extremen Ränder an beiden Seiten des Spektrums“ verloren hätten, gab sich der Hauptgeschäftsführer des Branchenverbands GDV, Jörg Asmussen, erleichtert. Nun sei es wichtig, „dass die Parteien der demokratischen Mitte rasch eine handlungsfähige Regierung bilden“, appellierte Asmussen in seinem am Montag veröffentlichten Statement an die drei potenziellen Partner eines Jamaika- oder auch Ampelbündnisses.

„Die Themen warten nicht.“ Die Reformagenda für den Standort Deutschland sei lang. So wies Asmussen unter anderem darauf hin, dass im November die UN-Klimakonferenz stattfinde, ab 1. Januar übernehme Frankreich die EU-Präsidentschaft – und dann stünde aus Sicht der Versicherer auch noch die Solvency-II-Review auf der Tagesordnung. Ach ja, in Bezug auf Deutschland gehe es vor allem um die Anpassung an den Klimawandel, die Digitalisierung samt vernünftiger Regelungen für Datenschutz und KI, Föderalismusreform und Verwaltungsmodernisierung.

Und natürlich darf auf der To-Do-Liste für eine neue Regierung auch dieses Thema nicht fehlen: „Das Rentensystem muss nachhaltig mit allen drei Säulen im Blick reformiert werden“, fährt Asmussen fort. Die private, kapitalgedeckte Altersvorsorge sei „ein integraler Bestandteil eines Gesamt-Altersvorsorgesystems. Die Versicherer haben zu allem Vorschläge gemacht und sind bereit zur Diskussion mit allen demokratischen Kräften“.

Viel zu tun also, wenn es nach dem Willen der Versicherungswirtschaft geht. Zumindest aber gibt man sich im Verband optimistisch, dass sich eine Regierungsbildung nicht wieder über mehrere Monate hinziehen muss, wie es 2017 der Fall war. Zwar sei die politische Mitte hierzulande „fragmentierter als früher“, so Asmussen, Erfahrungen in zahlreichen europäischen Ländern zeigten allerdings, dass auch eine sich abzeichnende Dreierkoalition handlungsfähig sein könne. Na, mal sehen, ob sich das schon jetzt als ikonisch eingestufte Selfie mit dem Spitzenpersonal aus Grünen und FDP als gutes Omen erweist.

Jingle Wir bleiben noch ein bisschen bemi Thema Bundestagswahl. Angesichts des Wahlergebnisses und des Erfolgs der FDP hat sich der Sozialverband VdK an die Parteien gewandt: „Der VdK erwartet von einer künftigen Bundesregierung eine Stärkung der gesetzlichen Rentenversicherung“, sagte VdK-Präsidentin Verena Bentele in einem Interview mit der „Neuen Osnabrücker Zeitung“. In ihren Augen bedeutet das vor allem: „Keine Experimente in Richtung Aktienrente.“

Damit spielt Bentele auf das Wahlprogramm der FDP an, die dort die Einführung einer gesetzlichen Aktienrente vorschlägt. Die Idee: Vom Rentenbeitrag, der aktuell bei 18,6 Prozent des Bruttoeinkommens liegt, würden 2 Prozentpunkte abgezogen. Dieses Geld soll in die Aktienrente umgeleitet werden, heißt, es fließt in einen unabhängig verwalteten, staatlichen Fonds, von dem aus das Kapital in Aktien angelegt wird. Der gesetzliche Rentenbeitrag würde damit auf 16,6 Prozent fallen. Die sich dadurch vermindernden Rentenansprüche sollen aber durch die Erträge der Aktienrente überkompensiert werden.

Die Menschen wollen auch in Zukunft einschätzen können, wie hoch ihre Rente mal ausfallen wird, gibt Bentele dabei zu bedenken. „Darum sind wir dagegen, die bewährte, umlagefinanzierte gesetzliche Rente zu schwächen. Stattdessen muss sie durch eine breitere Finanzierung, die alle Erwerbstätigen einbezieht, also auch Beamte und Selbstständige, gestärkt werden“, so die VdK-Präsidentin.

Unter unseren Facebook-Followern kommt die Warnung von Bentele nicht so gut an. „Nicht die Aktienrente birgt zu viele Risiken, sondern mangelnde Bildung“, wirft einer ein. Ein weiterer Leser schaltet den Ironie-Modus ein und schreibt: „Stimmt, warum sollte Deutschland auf „Fortschritt“ setzen? Ging schließlich in den letzten 50 Jahren schief“. Und ein dritter weist schließlich darauf hin, dass es in Deutschland bereits Altersarmut gebe. „Noch mehr falsch kann man nicht machen“, schreibt er weiter. Und: „Unsere Nachbarländer wenden es bereits ausgezeichnet an.“

Jingle Versicherungsvertreter haben einen hohen Einfluss auf die Kundenbegeisterung eines Versicherers. Und sie wissen offensichtlich zu überzeugen. Das zumindest ist das Ergebnis einer aktuellen Umfrage des Beratungsinstituts Sirius Campus. Drei Viertel der Kunden von Versicherungsvertretern bewerten ihren Ansprechpartner danach als „sehr gut“ oder sogar „ausgezeichnet“. Für die Versicherer hat das einen enormen Wert. Denn: Mit der Kundenzufriedenheit steigt auch die Weiterempfehlungsbegeisterung. Gemessen wird diese am „Net Promoter Score“, kurz NPS. Die Skala reicht dabei von -100 bis +100.

Im gesamten Versicherungsmarkt erreicht der NPS nur 4 Punkte. Das ist ein im Vergleich zu anderen Branchen geringer Wert. Vertreterkunden empfehlen dagegen überdurchschnittlich oft ihre Versicherungsmarke weiter und erzielen einen NPS von 14 Punkten beziehungsweise 17 Punkten bei Kunden von Vertretern in Geschäftsstellen. Maklerkunden weisen einen NPS von -15 auf, Bankkunden einen NPS von -2.

Die stärksten Begeisterungsstifter im Vertreterkontakt sind dabei eine individuelle Beratung und die Empfehlung passender Produktvarianten, zeigt die Analyse weiter. Im Marktdurchschnitt erleben 91 Prozent der Vertreterkunden diese Beratungsqualität in ihrer meist langjährigen Beziehung zu einer Versicherungsagentur. Die Vertreter welcher Versicherer schneiden am besten ab? Laut Sirius Campus sind das Debeka, Gothaer, Signal Iduna, Württembergische und Zurich.

Jingle Das musste offenbar mal raus: Wenn es um die Gesundheit und die Krankenversicherung geht, sollte nach der Meinung von Allianz-Chef Oliver Bäte jeder seines eigenen Glückes Schmied sein. „Wir müssen weg von dem Prinzip, dass die Gemeinschaft zahlt, wenn sich Einzelne falsch ernähren oder riskante Sportarten treiben“, sagte er kürzlich gegenüber dem „Handelsblatt“. Ähnlich sehe er das auch in Bezug auf Menschen, die sich bewusst gegen eine Impfung gegen Corona entschieden. Zuvor hatte sich bereits R+V-Chef Norbert Rollinger zum Impfthema geäußert, indem er in einem Interview darüber sinnierte, „möglicherweise Tarife nach Impfstatus zu unterscheiden“.

Bei Bäte hört sich das nun so an: „Ich halte es für falsch, dass die Gemeinschaft zahlt, wenn sich Einzelne nicht impfen lassen.“ In diesem Zusammenhang schlug der Allianz-Chef ein Gesundheitssystem nach Schweizer Vorbild vor. Denn die Schweiz hat in der Krankenversicherung unter anderem Selbstbehalte eingeführt, wenn Vorsorgeuntersuchungen nicht durchgeführt werden oder sich jemand gegen eine Covid-19-Impfung entscheidet, sofern es keine individuellen medizinschen Einwände gibt.

„Über solche Instrumente müssen wir als alternde Gesellschaft diskutieren, sonst kollabiert das System“, warnte Bäte nun. Das Solidarsystem in der bisherigen Form, bei dem die Gemeinschaft der Gesunden die Kranken stützt, wolle er jedoch nicht abschaffen. Für seine Vorschläge erhält Bäte immerhin von 32 Nutzern unsere Facebook-Seite Applaus, indem sie den Daumen heben unter der entsprechenden Meldung. Dreimal gibt es sogar eine „Herz“-Reaktion und ebenfalls dreimal ein „Wütend“-Emoji.

Und dann gibt es noch die gemischten Reaktionen auf Bätes Thesen. So wirft Gesundheitsexperte Joachim Haid in den Facebook-Kommentaren die Frage auf, weshalb jetzt schon mindestens zwei PKV-Vorstände über Sanktionen nachdenken, statt über eine Belohnung gesunden Verhaltens? Es sei doch „lange bekannt, dass Strafen weniger gut wirken, als die Belohnung positiven Verhaltens. Dabei kann eine PKV übrigens auch sehr gut unterstützen“, meint er.

**In eigener Sache ** Nun ist es fast soweit: Wir freuen uns auf den 06. Oktober, wenn der erste digitale Zielgruppentag von Pfefferminzia startet. Um 09.30 Uhr eröffnet Entertainer Tom Friedländer die Veranstaltung musikalisch auf der Hauptbühne.

Seien Sie dabei und profitieren Sie nicht nur von dem Know-how unserer Top-Expertinnen und -Experten zu den Zielgruppen Heilberufe, Handwerk & Handel und den Altersgruppen Generation Y und 50plus. Sondern sammeln Sie bei den Vorträgen auch bis zu 180 Weiterbildungsminuten. Nutzen Sie zudem die Chance, bei unserem Gewinnspiel eine von zwei Apple Watches der Serie 6 abzuräumen.

Wir haben Ihr Interesse geweckt? Dann melden Sie sich jetzt noch schnell an unter https://zielgruppentag.pfefferminzia.de Die Veranstaltung ist dank unserer Co-Gastgeber HDI, Inter, Signal Iduna und Standard Life kostenlos für Sie!

Das Schwerpunktthema Im Oktober: Regulierung Noch rätselt die Branche darüber, was die Politiker aus dem machen, was ihnen die Wähler in diesem Land zugemutet haben. Klar ist: An einem Dreier-Bündnis dürfte kein Weg mehr vorbeiführen – sollten sich FDP und Grüne zusammenraufen, wäre wohl nur noch offen, ob das künftige Dreigestirn von SPD oder CDU/CSU angeführt wird. So oder so aber, kämen mit den Grünen eine Partei an die Macht, die einer klassischen Versicherungsvermittlung mittels Abschlusscourtage skeptisch gegenübersteht. Was könnte das für den Versicherungsvertrieb von morgen bedeuten? Darüber sprachen wir am Mittwoch mit Martin Klein, geschäftsführender Vorstand des Vermittlerverbandes Votum mit Sitz in Berlin. Verraten sei hier schon mal, dass Klein im nun folgenden Interview zur Gelassenheit rät: „Wie heute ein Versicherungsmakler die Vermittlung einer Gebäudehaftpflicht vergütet bekommt, ist sicherlich nicht Thema von Sondierungsgesprächen zwischen FDP und Grünen. Da sollten wir unsere Branche auch nicht überhöhen“, sagte uns der Verbandsvertreter. Einen Provisionsdeckel hält er gleichwohl trotzdem für möglich, allerdings wenn überhaupt erst „in der zweiten Hälfte der Legislaturperiode“. Aber hören Sie nun selbst.

Und damit haben wir Folge 60 unseres Podcasts im Kasten. Sie möchten keine Folge verpassen? Dann abonnieren Sie „Die Woche“ auf eine der gängigen Podcast-Plattformen – und hinterlassen Sie bei der Gelegenheit doch auch eine Bewertung.

Ansonsten hören wir uns am kommenden Freitag wieder. Bis dahin gilt wie immer: Bleiben Sie gesund, genießen Sie das Wochenende und kommen Sie gut in die neue Woche.

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