Die Woche #50 – Der Pfefferminzia Podcast für Versicherungshelden

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Von Karen Schmidt, Lorenz Klein, Andreas Harms, Matthias Heß, Karen Schmidt, Lorenz Klein, Andreas Harms, and Matthias Heß entdeckt von Player FM und unserer Community - Das Urheberrecht hat der Herausgeber, nicht Player FM, und die Audiodaten werden direkt von ihren Servern gestreamt. Tippe auf Abonnieren um Updates in Player FM zu verfolgen oder füge die URL in andere Podcast Apps ein.
Willkommen zu Folge 50 unseres Podcasts!

Im Gespräch Mit Sebastian Grabmaier, JDC Was ein „Wahl-O-Mat“ ist, das wissen Sie vermutlich längst – vor jeden Europa-, Bundestags- oder Landtagswahlen nutzen Millionen Deutsche die Online-Plattform, um anhand ausgewählter politischer Thesen herauszufinden, mit welchen Parteien sie die meisten Übereinstimmungen erzielen. Wissen Sie aber auch was ein „Pool-O-Mat“ ist? Diese Wortschöpfung hat kürzlich der Münchner Maklerpool JDC kreiert. Die Absicht, die hinter dieser neuen Plattform steckt, ist natürlich nicht so selbstlos wie es erstmal klingt: Denn es geht nicht darum, unentschlossenen Versicherungsmaklern einen neutralen Anbieter-Vergleich zu ermöglichen, sondern vielmehr darum, ganz spielerisch und mit einem Augenzwinkern neue Kunden anzulocken. So weit, so harmlos. Überhaupt nicht harmlos ist es aber, wenn die Unabhängigkeit eines weiteren JDC-Neuerwerbs in Zweifel gezogen würde – nämlich die des Analyse- und Ratingunternehmens Morgen & Morgen, dessen Name wohl jedem Makler bekannt sein dürfte. Morgen & Morgen wurde nun überraschenderweise von JDC gekauft. Und wir wollen im Gespräch mit JDC-Chef Sebastian Grabmaier erfahren, was es mit diesem Deal auf sich hat und wie unabhängig Morgen & Morgen künftig noch sein wird. Ach ja, um den „Pool-O-Mat“ ging es auch. Jetzt geht’s los.

In eigener Sache 50 Folgen Pfefferminzia-Podcast – ja, man kann es kaum glauben, dass nun schon fast ein Jahr her ist, seitdem wir unseren Podcast „Die Woche“ ins Leben gerufen haben. Am 17. Juli 2020 ging die erste Folge live – damals mit den Gästen Rechtsanwalt Björn Jöhnke zum Thema Betriebsschließungsversicherung, Zurich-Vorstand Jan Roß zum richtigen Zugang zur Generation Y und SEO-Experte Alexander Hacker zu Optimierung der Website bei Google. Seitdem folgten eben 49 weitere Folgen, und fast 150 weitere Gäste.

Und auch die Abonnentenzahl hat sich schön entwickelt – von 0 auf 5.620 Abonnenten ging es in 50 Folgen. 19.725 Downloads & Streams unseres Podcasts stehen aktuell zu Buche. Die beliebteste Folge ist die Nummer 33 vom 12. März 2021. Damals erklärte Vema-Chef Hermann Hübner, warum ihm die zunehmende Regulierung Sorgen bereitet. Vertriebsexperte Tobias Haff riet dazu, Prozesse erst zu optimieren und dann zu digitalisieren. Und Assekurata-Analyst Oliver Bentz beantwortete unter anderem die Frage, ob Versicherungskunden bereit sind, für „grünere“ Produkte höhere Beiträge zu zahlen.

An dieser Stelle möchten wir uns ganz herzlich bei all jenen Hörerinnen und Hörern bedanken, die uns bis hierhin die Treue gehalten haben. Wir arbeiten fleißig an den nächsten 50 Folgen, versprochen! Wenn Sie Themenwünsche oder Gästevorschläge oder einfach Feedback haben – dann immer her damit! Sie erreichen uns unter redaktion@pfefferminzia.de Noch einmal vielen Dank fürs fleißige Zuhören.

Die News der Woche, Teil 1 Würden Politiker wie Manager denken, würde vieles in diesem Land besser laufen – diese These ist zwar in etwa so steil, wie der berüchtigte „Hillary Step“ am Mount Everest – unter uns Nicht-Bergsteigern: Das ist eine etwa zwölf Meter hohe, über 70 Grad geneigte Felsstufe – dennoch trauen viele Bürger den Wirtschaftsbossen mit ihrem Macher-Image mehr zu als so manchem verschnarchten Politiker.

Was ein Dax-Konzernlenker konkret anpacken würde, wenn er sich in die Rolle eines Finanzpolitikers begäbe, zeigt nun ein aktuelles Interview mit Oliver Bäte. Darin legte der Allianz-Chef unter anderem dar, was er an der bundesdeutschen Steuerpolitik ändern würde.

Vor allem spricht sich Bäte für eine höhere Erbschaftssteuer aus. Diese „muss steigen“, sagte er der „Süddeutschen Zeitung“. „Das wäre sinnvoll, bevor man andere Steuern erhöht“, wie der Konzernchef betonte. Ausnahmen und Freibeträge würde er sich als Steuerpolitiker ebenfalls „genau ansehen“. Bätes Begründung: „Es geht nicht mehr gerecht zu.“ Die Vermögensanhäufung finde im Moment vor allem über Erbschaften statt, nicht durch Einkommen, schilderte der Allianz-Chef seine Sicht – und kritisierte: „Aber wir besteuern immer stärker die Einkommen.“ Als Steuerpolitiker würde er daher „viel mehr darauf sehen, was vererbt wird“.

Außerdem sprach sich der 56-Jährige für eine CO2-Steuer aus, „die wir unbedingt brauchen“, wie er sagte. Und weiter: „Ich würde von der Besteuerung der Einkommen auf die Besteuerung des Konsums gehen, gleichgültig ob das der Konsum von CO2 oder von Luxusgütern ist. Wer sich ein Ferienhaus für zehn Millionen Euro kaufen kann, kann auch eine Million Euro Grundsteuer zahlen.“

Nun denn. Auch sein Eintreten für eine Besteuerung des Kohlendioxidverbrauchs im Privatsektor begründete Bäte mit einer bemerkenswerten Wortwahl: „Wenige Leute mit großen Häusern und schweren Autos verbrauchen dramatisch mehr. Das muss man entsprechend besteuern.“ Nun, wer mag, kann da einen Hauch von Kapitalismuskritik durchhören.

In den sozialen Netzwerken stoßen Bätes Steuerpläne jedenfalls bei einigen Nutzern auf Unverständnis: „Mit Dienstwagen leicht reden….“, fällt einem Leser auf unserer Facebook-Seite dazu ein – und bekommt dafür von neun weiteren einen erhobenen Daumen. Ein anderer scherzt: „Egal, welches Auto ich nehme, sitze ich darin, ist es schwer….“. „Hat er mal wieder einen Knaller raus gehauen“, lautete ein weiterer Kommentar, oder auch: „Schuster bleib bei deinen Leisten.“ Doch es gibt auch Verteidiger des Allianz-Chefs, so schreibt einer: „Verstehe teils die Kommentare nicht….Über die Äußerungen lässt sich natürlich streiten. Was der Typ aber gebacken bekommt und die Allianz dem Versicherungswettbewerb davon eilt, umreißen hier die wenigsten…“ Das lassen wir jetzt mal so stehen.

Und es ist ja auch nicht so als würde Bäte allerorten gerne die Stuern erhöhen wollen. Ablehnend steht der Manager zum Beispiel der im Wahlkampf wieder gekehrten Forderung nach einer Vermögensteuer gegenüber. „Das halte ich für falsch“, sagte Bäte. Er habe doch „in meinem Leben bereits versteuert, was jetzt wieder versteuert werden würde“. Das passiere ohnehin „zu oft“, so der Allianz-Chef – zum Beispiel, wenn er Einkommensteuer zahle „und dann noch einmal Mehrwertsteuer, wenn ich irgendetwas kaufe“.

Die Kolumne AU-Klausel, DU-Klausel, Krebs-Klausel, Rollstuhl-Klausel – die Versicherer lassen sich im Bereich der Berufsunfähigkeitsversicherung immer mehr einfallen, um den Nachweis einer Berufsunfähigkeit einfacher zu gestalten. Damit soll wohl auch dem nach wie vor latent vorherrschenden Image begegnet werden: Die Zahlen im Ernstfall ja doch nicht. Auch in der Corona-Pandemie ploppte dieser Vorwurf wieder auf. Ist der Leistungsfall aber wirklich so komplex wie alle meinen? Und kam es während Corona tatsächlich zu Reihenweise Ablehnungen, wie befürchtet? Darüber unterhalten sich nun Versicherungsmakler und Biometrie-Experte Philip Wenzel und Rechtsanwalt Björn Jöhnke.

Die News der Woche, Teil 2 Schluss mit dem Sonderstatus für Bundestagsabgeordnete in der Altersversorgung. Diese Forderung haben nun mehrere Volksvertreter aus unterschiedlichen Parteien erhoben, die selbst zwischen 39 und 66 Jahre alt sind und dem Bundestag unterschiedlich lange angehören.

Die aktuelle Regelung, wonach sich Abgeordnete spätestens im Rentenalter auf ein Rundum-Sorglos-Paket freuen können, weil ihre Altersbezüge aus Steuermitteln finanziert werden, sei „nicht mehr zeitgemäß“, heißt es in der Erklärung. Stattdessen sollten Bundestagsabgeordnete „selbst für ihr Alter vorsorgen“, denn die bisherige Praxis treffe „auf wenig Verständnis und Akzeptanz in der Bevölkerung“.

Zu den Unterstützern der Erklärung zählen der Vize-Fraktionschef der Union, Carsten Linnemann (CDU), Ralf Kapschack (SPD), Johannes Vogel (FDP), Matthias Birkwald (Linke) und Markus Kurth (Grüne). Sie alle fordern, dass der nächste Bundestag gleich am Anfang „eine Reform der Altersversorgung für Bundestagsabgeordnete“ vorantreiben solle. Aber welche Bezüge stehen Parlamentarier bislang eigentlich konkret zu?

Für jedes Jahr, dem ein Volksvertreter dem Bundestag angehört, bekommt dieser einen Pensionsanspruch von etwa 250 Euro monatlich. Den Höchstbetrag von 67,5 Prozent der monatlichen Diäten gibt es nach 27 Jahren Zugehörigkeit im Bundestag. Zum 67. Geburtstag winken demnach rund 6.750 Euro im Monat.

Zwar betont die Initiative, dass es auch künftig eine angemessene Absicherung der Abgeordneten geben soll, aber die Vorschläge darüber gehen stark auseinander. Während die Vertreter von SPD, Linken und Grünen dafür plädieren, Abgeordnete in der gesetzlichen Rentenversicherung pflichtzuversichern, um deren Akzeptanz in der Bevölkerung zu steigern, schwebt den Stimmen aus Union und FDP vor, dass die Parlamentarier selbst darüber entscheiden sollen, wie sie ihre Altersversorgung organisieren.

Tja, was am Ende aus all den hehren Zielen wird, fasst ein Leser auf unserer Facebook-Seite so zusammen: „Netter Gedanke, wird aber nicht kommen..“. Man kann es aber auch so sehen: Dass es diesen Vorstoß überhaupt gibt, begrüßen unsere Facebook-Anhänger in großer Zahl: 51 mal gibt es für unsere Meldung den erhobenen Daumen. Noch mehr Likes gibt es aber sicherlich erst, wenn den Worten auch Taten folgen.

Das Schwerpunktthema Im Juli: Immobilien Es ist ein erschreckende Zahl: Zwei Drittel der Eigenheimbewohner in Deutschland haben ihr Haus nicht gegen Elementargefahren abgesichert. Dabei nimmt das Risiko für Starkregen & Co. dank des Klimawandels stetig zu. Woran das liegt, dass sich die Menschen in Sicherheit wiegen und inwiefern die Anbieter von Wohngebäudeversicherungen auch in dieser Sparte mehr auf Prävention setzen, besprachen wir mit Rainer Brand, Vorstand Produkte und Betrieb bei der Domcura, im jetzt folgenden Interview.

So, und damit haben wir nun auch die 50. Podcast-Folge im Kasten. Auf die nächsten 50! Verpassen Sie keine weitere Folge und abonnieren Sie „Die Woche“ am besten gleich auf einer der gängigen Podcast-Plattformen. Über eine Bewertung dort würden wir uns auch sehr freuen.

Und dieses Mal hören wir uns nicht am kommenden Freitag wieder, denn wir machen eine kurze Sommerpause. Am 30.07. sind wir wieder für Sie da. Trotzdem gilt bis dahin aber wie immer: Bleiben Sie gesund, genießen Sie das Wochenende und kommen Sie gut in die neue Woche.

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