Die Woche #46 – Der Pfefferminzia Podcast für Versicherungshelden

42:21
 
Teilen
 

Manage episode 294647210 series 2770954
Von Karen Schmidt, Lorenz Klein, Matthias Heß, Karen Schmidt, Lorenz Klein, and Matthias Heß entdeckt von Player FM und unserer Community - Das Urheberrecht hat der Herausgeber, nicht Player FM, und die Audiodaten werden direkt von ihren Servern gestreamt. Tippe auf Abonnieren um Updates in Player FM zu verfolgen oder füge die URL in andere Podcast Apps ein.
Willkommen zu Folge 46 unseres Podcasts!

Moin aus Hamburg und herzlich Willkommen zu Folge 46 unseres Podcasts. Heute ist Freitag, der 11. Juni 2021.

Und diese Themen haben wir heute für Sie:

• Wir sprachen mit Markus Drews, Chef der Canada Life Assurance Europe, über den Wettbwerb mit Insurtechs, die Herausforderungen in der betrieblichen Altersversorgung und die aus seiner Sicht „scheinheilige“ Debatte über die Rente mit 68. • In den News der Woche geht es um eben jene Rente mit 68, die für aufgeregte Reaktionen in den Parteien sorgte und warum die Image-Pflege eine Dauerbaustelle für die Versicherungsbranche bleibt.
• In seiner Kolumne der Woche geht Vertriebsexperte Hans Steup darauf ein, warum Lästern über Vermittler-Kollegen keine gute Idee ist. • Und für unser Schwerpunktthema für den Monat Juni, Mobilität, sprachen wir mit Onnen Siems, Geschäftsführer der aktuariellen Beratungsgesellschaft Meyerthole Siems Kohlruss, über das Potenzial von Telematik-Tarifen in der Kfz-Versicherung.

Aber bevor es losgeht, kommt an dieser Stelle ein kurzer Werbehinweis.

Werbung Nachhaltigkeit ist das Trendthema unserer Zeit. Davon ist die Zurich Versicherung überzeugt. Doch Nachhaltigkeit ist mehr als nur regional und saisonal einzukaufen oder auf Ökostrom zu setzen. Nachhaltigkeit geht auch in der Altersvorsorge – Anlegen mit gutem Gewissen und guter Rendite. Der Markt und die Kunden sind da. 75 Prozent der bis 35-Jährigen bevorzugen eine nachhaltige Altersvorsorge, zeigt eine aktuelle Umfrage. Wie Du jetzt mit den ESG-Depotmodellen der Zurich Versicherung nachhaltig bei Deinen Kunden punkten kannst erfährst Du unter www.zurich-maklerimpuls.de/vorsorge/berate-nachhaltig-zukunftsperspektiven

Im Gespräch Mit Markus Drews, Canada Life Deutschland „Wir sind technologisch und organisatorisch hervorragend für die Zukunft und weiteres Wachstum in Deutschland aufgestellt“ – das erklärte Markus Drews im Mai vergangenen Jahres in seiner Funktion als Hauptbevollmächtigter der Canada Life Assurance Europe. Das Mutterhaus sah das offenbar genauso und beförderte Drews kurz darauf zum neuen CEO des Unternehmens. Und tatsächlich steuerte der Maklerversicherer mit kanadischen Wurzeln souverän durch die Corona-Krise. Wie sich der deutsche Versicherungsmarkt aus seiner Sicht wandelt und wie ein Markteinstieg von Amazon aussehen könnte, berichtet er uns gleich im Gespräch. Darin erklärt er auch, wie die betriebliche Altersversorgung endlich vorankommen kann – und auch warum die Debatte um die Rente mit 68 Versicherungsmaklern in die Hände spielen könnte.

Werbung Parklücke. Poller. Rumms! Einfach auf den Punkt – wie die leistungsstarke und günstige Kfz-Versicherung der EUROPA. Die ist wie ein Auto mit ordentlich Pferdestärken. Nur, dass es so wenig wie ein Zwergpony kostet. Denn bei der Europa wurde alles weggelassen, was den Tarif unnötig teuer macht. Ihre Kunden bekommen nur genau die Leistungen, die sie auch wirklich brauchen. Auch für Motorräder. In der Finanztest, Dezember-Ausgabe 2020, bekam die Kfz-Versicherung der EUROPA übrigens die Bestnote. Und ach ja: der Abschluss geht online ganz einfach. Erfahren Sie mehr auf europa-vertriebspartner.de EUROPA. Versicherung pur.

Die News der Woche, Teil 1 Erst kamen die Klimaleugner, dann die Coronaleugner – und jetzt betreten die Rentenleugner die politsche Bühne. Hm, ist diese Verkettung nicht etwas arglistig? Nun, das Wort „Rentenleugner“ ziert immerhin die Überschrift eines Kommentars in der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ von diesem Mittwoch. Der Kommentator geht darin mit der Rentenpolitik der Parteien SPD, Grüne, Linke bis hin zur CSU hart ins Gericht. „Sie versprechen der älteren Hälfte der Bevölkerung einen Ruhestand ohne weitere Einschränkung“, heißt es im Kommentar. „Sie bauen bedenkenlos darauf, dass die jüngere Hälfte genügend Einkommen erarbeitet, um dies mit höheren Steuern und Sozialbeiträgen zu finanzieren.“ Und solchen Politikern soll man „den Schutz kommender Generationen vor dem Klimawandel anvertrauen?“, fragt sich der entsetzte Autor der FAZ.

Anlass für diese Generalabrechnung mit der Politik sind regelrechte Horror-Szenarien des wissenschaftlichen Beirats beim Bundeswirtschaftsministerium. In ihrem Gutachten warnen die 39 Wissenschaftler vor einer drohenden Unfinanzbarkeit der Renten und einer Schieflage des Bundeshaushalts. Nämlich dann, wenn die 2018 von der großen Koalition beschlossenen Zusagen an Rentner und Beitragszahler – die sogenannten Haltelinien – über das Jahr 2025 hinaus verlängert werden. Und auch sonst nichts unternommen wird, um die Ausgaben zu dämpfen. Spätestens in den 2040er Jahren müsse sonst – und jetzt halten Sie sich fest – die Hälfte des gesamten Bundeshaushalts an die Rentenkasse fließen. Zum Vergleich: Im Jahr 2019 machten die direkten Bundeszuschüsse vergleichsweise bescheidene 26 Prozent des Etats aus.

Das Gutachten stellt daher eine Reihe von Maßnahmen vor, um einem möglichen Haushalts-GAU vorzubeugen. Darunter die Empfehlung, das Renteneintrittsalter an die allgemeine Lebenserwartung zu koppeln, in einem ersten Schritt also von derzeit 67 auf 68 Jahre. Doch für diesen Vorschlag hagelte es Kritik von nahezu allen Seiten – und selbst Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) ging zügig auf Distanz: Das Rentenalter sei in der 1. Groko auf 67 Jahre festgesetzt worden. „Dabei sollte es bleiben, das ist seit Jahren meine Meinung“, teilte Altmaier am Dienstag via Twitter mit. Und weiter: „Der Wissenschaftliche Beirat ist unabhängig; seine Vorschläge binden weder das BMWi noch Minister.“

Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) wurde noch viel deutlicher in seiner Kritik an den Beirats-Vorschlägen: „Das ist nicht nur falsch gerechnet, das ist auch unsozial, was dort vorgeschlagen wird“, sagte er auf einer SPD-Veranstaltung. „Ich freue mich auf eine Debatte mit echten Experten“. Zur Erinnerung: Der Vorsitzende des Beirats ist der Münchner Ökonom Klaus M. Schmidt, Hauptautor des Rentengutachtens ist Axel Börsch-Supan Leiter des „Center for the Economics of Aging“ am Max-Planck-Institut für Sozialrecht und Sozialpolitik. Nun, wir sind gespannt, mit welchen Experten sich Olaf Scholz dann künftig unterhalten wird.

Die Kolumne Von Hans Steup Man kann das auf Facebook recht häufig beobachten: Unter einem Post zu einem beliebigen Versicherungsthema entbrennt plötzlich ein Kampf zwischen verschiedenen Kommentatoren. Da wird über die Vorteile der einzelnen Vertriebswege Makler versus Versicherungsvertreter gestritten. Oder darum, wie man bei der Absicherung der Arbeitskraft von Kunden am besten vorgeht, ob zum Beispiel eine Grundfähigkeitsversicherung hier eine Alternative sein kann oder nicht. Solange das fachlich bleibt, ist alles in Ordnung. Zu oft, moniert Vertriebsexperte Hans Steup, gleitet das aber ins Lästern ab. Und nun soll es sogar Facebook-Gruppen geben, in denen genau dieses Lästern im Vordergrund steht. Warum das eine dämliche Idee ist, begründet Steup in seiner nun folgenden Kolumne.

In eigener Sache Um das Thema Nachhaltigkeit wird in Zukunft keiner mehr herum kommen – auch die Versicherungs- und Finanzbranche wird zunehmend „grün“. Und auch Vermittler müssen sich auf veränderte Kundenerwartungen einstellen. Aus diesem Grund veranstaltet Pfefferminzia den Nachhaltigkeitstag.digital. Am 22. Juni geht es ab 9.30h musikalisch mit Entertainer Tom Friedländer los. Dann erwarten Sie Vorträge und Workshops zu den verschiedensten Nachhaltigkeits-Themen.

Kostprobe gefällig? Dr. Barbara Ries von der Deutschen Rück befasst sich damit, wie man mit nachhaltigen Biometrieprodukten das Neugeschäft zum Fliegen bringt. Lena Brämswig aus dem Hause Franke und Bornberg gibt einen Überblick, wo Versicherer und Vermittler:innen in Deutschland in Sachen Nachhaltigkeit stehen. Und Stefan Frigger vom BVK schlüsselt auf, welche Wettbewerbsvorteile sich für Vermittler durch eine erkennbare Nachhaltigkeitspositionierung ergeben.

Interessiert? Dann melden Sie sich jetzt an unter nachhaltigkeitstag.pfefferminzia.de Dank unserer Co-Gastgeber Zurich und Bessergrün ist diese Veranstaltung für Sie kostenlos! Und: Eine von zwei Apple Watches der Serie 6 gibt es auch zu gewinnen.

Die News der Woche, Teil 2 Um das Image der Assekuranz ist es nach wie vor nicht unbedingt zum Besten bestellt. Die Mehrheit der Kunden hat eine kritische Haltung gegenüber Versicherungen. Besonders in Deutschland prägen Vorbehalte das Bild: „Notwendig, aber unbequem“ – lautet das Urteil von 34 Prozent der Bundesbürger. Das zeigt eine Studie des US-amerikanischen Software-Anbieters für Schaden- und Unfallversicherer, Guidewire. Dafür hat das unabhängige Marktforschungsunternehmen Censuswide rund 3.000 Verbraucher in Deutschland, Großbritannien und Frankreich zu ihrer Einstellung zu Versicherern und deren Leistungen befragt.

„Nur jeder vierte deutsche Versicherungskunde schätzt die Produkte und Services der Versicherer und ist der Ansicht, dass sie seine Bedürfnisse verstehen“, schreiben die Studienautoren. 19 Prozent der Deutschen seien der Meinung, dass Versicherer überteuerte Produkte verkauften und nur widerwillig Ansprüche regulierten. Ein weiteres Manko betrifft die Kommunikation: So wissen laut der Befragung zum Beispiel knapp 60 Prozent der deutschen Versicherungsnehmer, die derzeit im Homeoffice arbeiten, nicht, welche Schäden ihre Hausratversicherung bei der Heimarbeit abdecken würde. Die meisten wünschen sich hier eine deutlich bessere Aufklärung.

Darüber hinaus liefert die Studie weitere Hinweise, an welchen Produkten und Services Kunden interessiert sind: Nummer 1: Die sogenannte usage-based insurance: Fast die Hälfte der deutschen Versicherungskunden hat noch keine nutzungsbasierte Versicherung abgeschlossen, hält aber das Konzept, das hauptsächlich in der Kfz-Versicherung Anwendung findet, für sinnvoll. Nummer 2: Personalisierte Versicherungspakete: Fast drei Viertel der deutschen Verbraucher würden gerne ihre Policen konsolidieren und von einem Partner ein personalisiertes Versicherungspaket erhalten. Nummer 3: Schadenprävention: Die große Mehrheit der Befragten ist offen für Versicherungsservices, die zur Schadenprävention Alarme senden.

„Obwohl das Image der Versicherer während der Covid-19-Krise einen leichten Aufwärtstrend erfahren hat, müssen sie weiter konsequent daran arbeiten, sich besser auf die Wünsche und Anforderungen ihrer Kunden einzustellen“, sagt René Schoenauer, Director Product Marketing bei Guidewire. „Unsere Studie zeigt deutlich, was die Kunden wünschen. Neben nutzungsbasierten Versicherungsmodellen und Services zur Schadenprävention ist das individuelle Versicherungspaket aus einer Hand ein wichtiger Trend. Gleichzeitig sind Versicherer gefordert, ihre Kunden aktiv über Versicherungsleistungen zu informieren.“ Also dann los, liebe Versicherer!

Das Schwerpunktthema Im Juni: Mobilität Es ist eine Meldung, die für Aufmerksamkeit unter den Kfz-Versicherern hierzulande gesorgt haben dürfte. Der US-amerikanische Autobauer Tesla steigt als Versicherer in den deutschen Markt ein. Die entsprechende Zulassung hat das von Elon Musk gesteuerte Unternehmen Anfang des Jahres erhalten. Konkret will Tesla Kfz-Tarife anbieten, die sich an der Fahrweise der Versicherten orientieren – die sogenannten Telematik-Tarife. Wird das den deutschen Markt aufwirbeln? Erstmal nicht, ist Onnen Siems, Geschäftsführer der aktuariellen Beratungsgesellschaft Meyerthole Siems Kohlruss, überzeugt. Mit ihm – der übrigens selbst seit 2019 Tesla fährt – sprachen wir über das Potenzial der Telematik-Tarife. Und eben darüber, ob Musks Vorstoß auf den deutschen Markt nun als Beschleuniger wirken wird oder nicht. Aber hören Sie doch einfach selbst.

Und damit haben wir Folge 46 unseres Podcasts im Kasten. Wie hat Ihnen der Themenmix gefallen? Verraten Sie es uns doch unter redaktion@pfefferminzia.de.

Ansonsten hören wir uns kommenden Freitag wieder. Bis dahin gilt: Bleiben Sie gesund, viel Spaß beim Fußball-EM schauen, genießen Sie das Wochenende und kommen Sie gut in die neue Woche.

54 Episoden