Die Woche #37 – Der Pfefferminzia Podcast für Versicherungshelden

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Von Karen Schmidt, Lorenz Klein, Matthias Heß, Karen Schmidt, Lorenz Klein, and Matthias Heß entdeckt von Player FM und unserer Community - Das Urheberrecht hat der Herausgeber, nicht Player FM, und die Audiodaten werden direkt von ihren Servern gestreamt. Tippe auf Abonnieren um Updates in Player FM zu verfolgen oder füge die URL in andere Podcast Apps ein.
Willkommen zu Folge 37 unseres Podcasts!

Im Gespräch Mit Patrick Hamacher Die beiden Versicherungsmakler und Online-Marketing-Experten Patrick Hamacher und Bastian Kunkel haben Mitte März eine neue Video-Plattform gestartet. Dort gewähren sie interessierten Vermittlerkollegen einen Einblick in ihre Arbeit, angereichert mit praktischen Tipps für das eigene Geschäft – zum Beispiel wie man Kunden am besten online berät, wie man sich als Vermittler auf Social Media richtig positioniert oder wie man ein gutes Video erstellt. Jeden Monat kommt dabei ein neuer Lernkurs dazu. Aber wir wollen hier mal nicht zu viel verraten. Warum es das Portal gibt und was Sie dort erwartet, erklärt Ihnen Patrick Hamacher jetzt am besten selbst. https://www.vermittler-digital.de/

An dieser Stelle wie immer ein kleiner Dank an unseren Sponsor – die Zurich Gruppe Deutschland.

Die News der Woche, Teil 1 Steht die Rente mit 63 vor dem Aus? Ginge es nach der Mittelstands- und Wirtschaftsunion der CDU/CSU unter Führung von Carsten Linnemann, fiele die Antwort wohl eindeutig aus: Für sie war die Einführung der Rente mit 63 „ein Fehler“. Der Grund: Der Rentenversicherung würden so Beitragszahler und dem Arbeitsmarkt Fachkräfte entzogen, heißt es dazu in einem Beschlusspapier des MIT-Bundesvorstandes. Und weiter: „Nur durch die Verlängerung der Erwerbsphase lässt sich ein noch stärkerer Anstieg des Rentenbeitragssatzes verhindern. Die abschlagsfreie Rente mit 63 Lebensjahren nach 45 Beitragsjahren steht diesem Ziel entgegen.“

Es ist aber nicht nur die Rente mit 63, die den Wirtschaftsexperten der Union sauer aufstößt. Sie würden am liebsten das gesamte umlagefinanzierte System umkrempeln. Ein „Weiter so“ dürfe es nicht geben. „Die Grenzen der Belastbarkeit von Arbeitgebern und Arbeitnehmern sind erreicht. Damit langfristig die Beitragssätze aller Sozialversicherungszweige unterhalb der 40-Prozent-Marke gehalten werden können, braucht es grundlegende Reform- und Konsolidierungsansätze“, heißt es in dem Beschluss.

Was schlagen die Politiker also vor? Vier wesentliche Punkte sind’s. Nummer 1: Die Regelaltersgrenze anpassen, konkret ab 2031 und im Verhältnis von 3:1 an die Lebenserwartung. Heißt: Steigt die Lebenserwartung um ein Jahr, erhöht sich die Regelaltersgrenze um neun Monate. Gleichzeitig sollte angesichts der demografischen Entwicklung der Nachhaltigkeitsfaktor noch stärker innerhalb der Rentenformel Berücksichtigung finden, so die Mittelstandsunion.

Vorschlag Nummer 2: den Renteneintritt flexibilisieren. Um Anreize für längeres Arbeiten zu setzen, sollten alle Frühverrentungsanreize beseitigt und „alle Zu- und Abschläge versicherungsmathematsch korrekt und gerechter abgebildet werden“. Vorschlag Nummer 3 lautet: die Altersvorsorge optimieren. Die Riester-Rente soll zu einer Zulagen-Rente reformiert werden, fordern die Politiker weiter. Und in der betrieblichen Altersversorgung müsse die Attraktivität der Geringverdienerförderung erhöht werden.

Und zuletzt schließlich schlägt die Mittelstands- und Wirtschaftsunion vor, die Beitragsgarantien zu lockern. Weg von der vollen Bruttobeitragsgarantie ist das Motto. Das Ziel: Sparen über private und betriebliche Vorsorgeformen soll angesichts der Nullzinsen dadurch wieder lukrativer werden. Nun denn, da sind einige gute Punkte dabei, die die Politiker anpacken könnten. Und dringend wäre der Reformbedarf auch. Vor der Bundestagswahl ist aber wohl nur mit vielen Worten zu rechnen, und leider nicht mit Taten.

Der Vertriebstipp Von Unternehmensberater Peter Schmidt Es ist neben Corona wohl das Thema der Stunde: Nachhaltigkeit. Durch die neue Transparenzverordnung der Europäischen Union gepusht, nimmt es jetzt auch in der Finanz- und Versicherungsbranche deutlich an Fahrt auf. Vermittler sollten sich angesichts dessen nicht damit begnügen, Kunden „grüne“ Produkte zu verkaufen, findet Unternehmensberater und Pfefferminzia-Kolumnist Peter Schmidt. Vielmehr sollte auch das eigene Vermittlerbüro einen Beitrag zu mehr Nachhaltigkeit leisten. Wie das gelingen kann, erklärt Schmidt in seinem Vertriebstipp.

In eigener Sache Am 28. April veranstaltet Pfefferminzia den Gewerbetag.digital – und Sie sind herzlich eingeladen! Spannende Themen rund um die Gewerbeversicherung erwarten Sie. Als Keynote-Speaker konnten wir etwa Johannes Schmidt gewinnen. Er ist Direktor bei EY Innovalue und geht in seinem Vortrag darauf ein, wie sich die Corona-Pandemie auf die Gewerbeversicherung auswirkt. Rechtsanwalt Stephan Michaelis geht auf die aktuelle Rechtslage bei der Betriebsschließungsversicherung ein, Makler und Handwerker-Spezialist Rainer Schamberger – von dem Sie gleich in diesem Podcast übrigens noch mehr hören werden – berichtet, wie man Gewerbekunden am besten anspricht, und Thinksurance-Vertriebschef Sven Schönfeld stellt ihnen die Trends im Gewerbemarkt vor.

Den unterhaltsamen Abschluss des Tages liefert dann RTL-Versicherungsdetektiv Timo Heitmann und erklärt, wie man Lügengeschichten erkennt. Dank unserer Co-Gastgeber Andsafe, Inter, Signal Iduna und Zurich ist die digitale Veranstaltung für Sie kostenlos. IDD-fähige Weiterbildungsminuten erhalten Sie auch. Und eine von zwei Apple Watches können Sie auch gewinnen!

Interessiert? Dann schauen Sie doch mal vorbei unter gewerbetag.pfefferminzia.de

Die News der Woche, Teil 2 Nein, ein pandemisches Wachstum ist das zum Glück nicht, aber wenn die Gesundheitsausgaben in Deutschland auch in Zukunft so stark steigen wie zuletzt, dann kommt auf die künftige Bundesregierung ein gewaltiges Problem zu. 411 Milliarden Euro. Diesen Kosten-Rekord stellte das deutsche Gesundheitssystem im Jahr 2019 auf, wie das Statistische Bundesamt passend zum Weltgesundheitstag am 7. April mitteilte. 2019 wohlgemerkt. In den Zahlen sind die Auswirkungen der Corona-Pandemie also noch gar nicht erfasst.

Umgerechnet 4.944 Euro an Gesundheitskosten entfielen 2019 auf jeden Bundesbürger. Gegenüber dem Vorjahr 2018 wuchs das Ausgabenvolumen um insgesamt 19,3 Milliarden Euro, was einem Plus von 4,9 Prozent entspricht. Die 400-Milliarden-Euro-Grenze ist nun also erstmals überschritten – und dabei ist der Sprung über die 300-Milliarden-Euro-Hürde noch gar nicht so lange her. 2012 war das, also nur 7 Jahre zuvor. Zum Vergleich: Die 200-Milliarden-Euro-Marke wurde 1998 geknackt. Kurz gesagt: Der zeitliche Abstand bis zum Erreichen der jeweils nächsten 100-Milliardenmarke hat sich damit seit 1998 von 14 auf 7 Jahre halbiert. Würde man diese Entwicklung fortschreiben, wäre die halbe Billion also spätestens 2023 fällig.

Schon jetzt – beziehungsweise 2019 – lag der Anteil der Gesundheitsausgaben am Bruttoinlandsprodukt bei 11,9 Prozent und damit 0,2 Prozentpunkte höher als 2018. Für das Corona-Jahr 2020 gehen die Statistiker auf Basis bereits vorliegender und fortgeschriebener Werte von einem weiteren Anstieg der Ausgaben auf 425,1 Milliarden Euro aus. Das wären 14,3 Milliarden Euro mehr als im Jahr 2019 – ein Plus von 3,5 Prozent, was immerhin etwas weniger wäre als die 4,9 Prozent von zuletzt. Noch sei es allerdings schwierig, einen „corona-spezifischen Anteil“ an den geschätzten Gesundheitsausgaben zu ermitteln, wie die Behörde mitteilte.

Klar ist: Die gesetzliche Krankenversicherung war 2019 laut den Zahlen erneut der größte Ausgabenträger im Gesundheitswesen und das wird wohl auch in absehbarer Zukunft so bleiben. 56,7 Prozent – und damit 233 Milliarden Euro – des Gesamtvolumens mussten die Krankenkassen stemmen. Damit lagen sie 10,9 Milliarden Euro, sprich 4,9 Prozent, über dem Vorjahreswert. Zum Vergleich: Die Ausgaben der privaten Krankenversicherung stiegen lediglich um 4,1 Prozent auf 34,6 Milliarden Euro. Das entspricht 8,4 Prozent aller Gesundheitsausgaben im Jahr 2019 – und damit etwa dem Anteil der Privatversicherten an allen Krankenversicherten.

Das Schwerpunktthema Im April: Zielgruppen In dieser Podcast-Ausgabe gibt es eine kleine Premiere zu feiern. Nach Patrick Hamacher, den Sie vielleicht eben schon haben sprechen hören, begrüßen wir gleich die Maklerin Christine Schramm. Und beide haben gemein, dass sie in Würzburg leben und arbeiten – und sich dort sogar schon mal über den Weg gelaufen sind, wie Schramm uns im Vorgespräch erzählte. Die Welt der Versicherungen ist also kleiner als viele Außenstehende vielleicht vermuten würden. Insbesondere unter Versicherungsmaklern ist der Zusammenhalt groß, das erfahren wir immer wieder. Man hilft sich – und dafür steht auch Christine Schramm. Die Maklerin hat sich schon vor vielen Jahren auf die Beratung von Kunden konzentriert, die mit ihr „die Leidenschaft für Pferde, Tiere und zum Reitsport“ teilen, wie sie sagt. Im nun folgenden Gespräch verrät die Junmakler-Award-Finalistin von 2013 und 2014, warum sie alles vom „Kinderreitpony, über gekürte Hengste bis hin zum Europameister, Pferd & Reiter schon versichert“ hat und was es dabei zu beachten gilt.

Und damit sind wir durch mit Folge 37 unseres Podcasts. Haben Sie ihn schon abonniert? Nein? Dann mal los. Das können Sie überall dort machen, wo es Podcasts gibt. Übrigens haben wir auf unserer Website auch gerade eine Umfrage laufen, bei der wir erfahren wollen, ob und wie und wann Sie Podcasts hören. Den Link zur Umfrage haben wir in den Shownotes verlinkt, machen Sie da gerne mit. https://www.pfefferminzia.de/ihre-meinung-zaehlt-grosse-pfefferminzia-leserumfrage-zum-thema-podcast-nutzung/

Ansonsten hören wir uns kommenden Freitag wieder. Bis dahin gilt wie immer: Bleiben Sie gesund, genießen Sie das Wochenende und kommen Sie gut in die neue Woche.

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