Die Woche #35 – Der Pfefferminzia Podcast für Versicherungshelden

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Willkommen zu Folge 35 unseres Podcasts!

Im Gespräch Mit Karsten Allesch, DEMV Warum nutzen Makler eigentlich immer noch so schlechte Verwaltungsprogramme? Diese Frage treibt Karsten Allesch regelrecht um. Der geschäftsführende Gesellschafter des Deutschen Maklerverbunds (DEMV) unterscheidet smarte Programme, die dem Makler erhebliche Produktivitätsgewinne erlauben, von herkömmlichen, die das eher nicht tun. Im gleich folgenden Gespräch erklärt er uns, worauf es bei der Wahl des richtigen Tools ankommt – und warum Makler im Übrigen auch ihre Pool-Anbindung sorgsam prüfen sollten, weil die irgendwann gekappt werden könnte. Denn Allesch ist davon überzeugt, dass in den kommenden Jahren über so einigen Pools der Pleitegeier kreisen wird. Tja. Und dann kreisen ja derzeit wieder so einige – verzeihen Sie den Ausdruck – Politvögel über der Versicherungsbranche, die mit Provisionsdeckel in der Lebensversicherung und Ausstieg aus der Provisionsberatung drohen. Wie Allesch darüber denkt, erfahren Sie jetzt.

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Die News der Woche, Teil 1 „Ein Jahrzehnt des Modernisierens“, erhoffen sich die Grünen mit ihrem am vergangenen Freitag vorgelegten Bundestagwahlprogramm. Na, ob das die Versicherungsvermittlerinnen und -vermittler hierzulande genauso sehen? Wohl eher nicht, denn die Pläne, die in dem Entwurf stehen, die ein Bundesparteitag Mitte Juni allerdings noch verabschieden muss, haben es in sich: Bürgerversicherung, Bafin-Aufsicht für alle Vermittler, Honorar- statt Provisionsberatung – und ein sogenannter Bürgerfonds soll die Riester-Rente ersetzen. Ach ja, eine Rentenversicherungspflicht für nicht abgesicherte Selbstständige taucht auf den insgesamt 136 Seiten ebenfalls auf.

Uff – ganz schön viel auf einmal, was die im Umfragenhoch schwebenden Grünen da anpacken wollen, dürften sich nun viele Vermittler denken. Vor allem der schulmeisterliche Ton missfällt vielen unserer Hörerinnen und Hörern. Ein gender-gerechtes Beispiel gefällig? „Häufig werden Kundinnen Finanzprodukte angedreht, die für sie zu teuer, zu riskant oder schlicht ungeeignet sind. Diese Produkte sind häufig gut für die Gewinne der Banken und Versicherungen, aber schlecht für die Kundinnen“, steht da zu lesen. Wir Grüne wissen also Bescheid, wo es in Sachen Finanzberatung hakt, so der Duktus – auch wenn die Sätze doch eher an die Zustände in den 90er-Jahren erinnern. Mit „Andrehen“ dürfte ein Vermittler oder eine Vermittlerin heutzutage jedenfalls nicht mehr weit kommen.

Das betont zum Beispiel auch Kathrin Lohmanns. Sie ist Inhaberin einer Allianz-Agentur in Viersen in Nordrhein-Westfalen. „Was hätte ich davon, wenn ich meine Kunden verarsche?“, kommentiert sie auf ihrer Facebook-Seite die grünen Weltverbesserungspläne. „Vermutlich keine ruhige Nacht mehr, denn auch Versicherungsvertreter haben ein Gewissen“, kommentiert sie mit einem Zwinker-Emoji. „Und die ruhige Nacht würde aus zweierlei Gründen ausbleiben“, schreibt sie: „Ich hätte ständig Angst, dass meinen Kunden was passiert, was nicht versichert ist. Ich hätte ständig Angst, mir mein eigenes Grab geschaufelt zu haben, denn ich hafte zwischen 3 und 8 Jahre für erhaltene Provisionen. Stellst du also nach einem Jahr fest, dass ich dir Mist verkauft habe und kündigst alles, muss ich die Provision anteilsmäßig zurückzahlen. Das wäre Selbstmord. Ich würde immer in Gefahr laufen, mehr zurückzahlen zu müssen, als zu erhalten.“

Zumindest kann sich Lohmanns der Solidarität ihrer Vertreter-Kollegen, aber auch von Maklern, sicher sein. Satte 109 Mal gab es auf unserer Facebook-Seite bis Donnerstagmorgen den erhobenen Daumen für das Vermittler-Plädoyer der Allianz-Agentin. Darin betont sie: „Ich arbeite auf Provisionsbasis. Aus Überzeugung.“ „Perfekt auf den Punkt gebracht“, schreibt ein Nutzer dazu. „Schade dass es unsere Politiker wohl nicht interessiert.“ Ein weiterer kommentiert: „Kann ich nur so bestätigen. Nur durch Fairness gegenüber seinen Kunden kann man dauerhaft bestehen.“ Na, mal sehen, ob auch die Grünen in der Wählergunst „dauerhaft bestehen“ bleiben. Wir sind gespannt.

Die Kolumne Von Hans Steup Die Corona-Pandemie lastet schwer auf Deutschland. Die Bürger sind müde, viele Betriebe pfeifen auf dem letzten Loch. Aber eben nicht alle. Es gibt Unternehmen, die gut durch die Krise kommen, die sich vor Arbeit nicht retten können und Personal suchen – weiß Vertriebsexperte Hans Steup zu berichten. Das gilt auch für den Versicherungsvertrieb. Steup plädiert daher dafür, dass die Erfolgreichen und die Verzweifelten gemeinsame Sache machen. Was genau er damit mit, erfahren Sie jetzt in seiner Kolumne.

In eigener Sache Am 28. April veranstaltet Pfefferminzia den Gewerbetag.digital – und Sie sind herzlich eingeladen! Spannende Themen rund um die Gewerbeversicherung erwarten Sie. Als Keynote-Speaker konnten wir etwa Johannes Schmidt gewinnen. Er ist Direktor bei EY Innovalue und geht in seinem Vortrag darauf ein, wie sich die Corona-Pandemie auf die Gewerbeversicherung auswirkt. Rechtsanwalt Stephan Michaelis geht auf die aktuelle Rechtslage bei der Betriebsschließungsversicherung ein, Makler und Handwerker-Spezialist Rainer Schamberger berichtet, wie man Gewerbekunden am besten anspricht, und Thinksurance-Vertriebschef Sven Schönfeld stellt ihnen die Trends im Gewerbemarkt vor.

Den unterhaltsamen Abschluss des Tages liefert dann RTL-Versicherungsdetektiv Timo Heitmann und erklärt, wie man Lügengeschichten erkennt. Dank unserer Co-Gastgeber Andsafe, Inter, Signal Iduna und Zurich ist die digitale Veranstaltung für Sie kostenlos. Und IDD-fähige Weiterbildungsminuten erhalten Sie auch.

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Die News der Woche, Teil 2 Für den Großteil der deutschen Steuerzahler ist der Solidaritätszuschlag seit Anfang des Jahres Geschichte. Beim Soli wird ein Zuschlag von 5,5 Prozent auf Einkommen-, Lohn- und Kapitalertragsteuern erhoben. Wer also zum Beispiel 1.000 Euro Lohnsteuer abführt, zahlt zusätzlich 55 Euro Soli. Das gilt seit Januar 2021 aber nur noch für Gutverdiener – also für Alleinstehende, die mehr als 73.000 Euro verdienen oder bei Verheirateten mit einem Einkommen von mehr als 151.000 Euro.

Was wollen die Leute jetzt mit dem zusätzlich verfügbaren Geld machen? Ganz vorbildlich in die eigene Alters- und Gesundheitsvorsorge oder in Aktien investieren. Das gaben in einer aktuellen Umfrage im Auftrag der R+V Versicherung immerhin 39 Prozent der Bundesbürger an.

Auf der anderen Seite ist fast jeder fünfte Befragte, der vom Soli-Wegfall weiß, noch unentschlossen, was er mit dem gesparten Geld anfangen soll. Ein Viertel plant, das gesparte Geld nicht auszugeben und auf dem Konto zu lassen. Weitere 21 Prozent wollen dagegen kaufen, kaufen, kaufen und planen Ausgaben für Hobbys und Konsumgüter.

Ein weiteres Ergebnis der Umfrage lautet aber auch: Jeder achte Befragte weiß gar nicht, dass der Soli überhaupt wegfällt. Hier bieten sich Ihnen also noch beste Beratungsansätze, lieber Vermittlerinnen und Vermittler.

Das Schwerpunktthema Im März: Nachhaltigkeit Die strengeren Nachhaltigkeits-Anforderungen an die Finanzbranche trifft natürlich auch die Versicherer. Darüber sprachen wir mit Jawed Barna, Vertriebsvorstand der Zurich Gruppe Deutschland. Er berichtet im Interview, welche ehrgeizigen Ziele sich Zurich in diesem Feld selbst gesteckt hat, wie der Versicherer Vermittler beim Thema Nachhaltigkeit unterstützen möchte, und warum Vermittler besser früher als später am eigenen „grünen“ Vermittlerbüro arbeiten sollten.

Und das war es mit Folge 35 unseres Podcasts. Wie hat er Ihnen gefallen, welchen Themen und Gesprächspartner wünschen Sie sich in einer der nächsten Folgen? Lassen Sie es uns wissen unter redaktion@pfefferminzia.de.

Ansonsten hören wir uns kommende Woche wieder – wegen Ostern ausnahmsweise schon am Donnerstagnachmittag. Bis dahin gilt wie immer: Bleiben Sie gesund, genießen Sie das Wochenende und kommen Sie gut in die neue Woche.

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