Vorsicht Schurken: Augen auf bei den Shareholdern!

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Spätestens die gerechtfertigten Sanktionen gegen Wladimir Putin und seine Kriegstreiber haben einem wieder einmal ins Anlegergedächtnis gerufen, dass es nicht egal ist, welche Kernaktionäre ein börsen-notiertes Unternehmen hat. Das bekommen jetzt die Aktionäre des in London notierten Stahlkochers und Bergbauunternehmens Evraz zu spüren. An Evraz hält der russische Oligarch Roman Abramovich 28,6 Prozent. Aus Compliance-Gründen stoppte die US-Tochter von Societé Genérale jetzt die Zinsauszahlungen für Evraz-Anleihen. Der Stahlkocher fiele wegen der Beteiligung von Abramovich unter die Russland-Sanktionen. Am 4 April werden weitere Zahlungen fällig. Evraz warnt die Londoner Börse, dass Liquiditätsengpässe das Unternehmen in die Insolvenz treiben könnten, wenn nächstes Jahr eine Unternehmensanleihe ausläuft und ein Kupon von 700 Millionen US-Dollar fällig würde.

Hat sich eigentlich bisher jemals ein Daimler-Aktionär überlegt, was passieren könnte, wenn die EU China oder Kuwait auf die Liste der Schurkenstaaten setzen müsste? Chinesische Investoren besitzen 20 Prozent, der Staatsfonds von Kuwait 6,8 Prozent am Schwäbischen Autobauer.

Krieg und Sanktionen sind natürlich das schlimmste Szenario, das eintreten kann. Aus humanitärer und letztlich auch aus Anlegersicht. Eine solide Aktionärsstruktur ist aber immer wichtig, insbesondere wenn die Börse Gegenwind verspürt. Dann sind zum Beispiel Firmengründerfamilien sehr dankbare Kernaktionäre, die nicht sofort von Dannen ziehen. Vorausgesetzt natürlich, es gibt keine Streitereien zwischen Eigentümerfamilien. Ebenso bergen Finanzinvestoren, die nur schnell Kasse mit einer Beteiligung machen wollen, immer ein gewisses Risiko. Denn ihr plötzliches Ausscheiden kann den Kurs bewegen. Vor allem dann, wenn der Streubesitz, also der Anteil der Kleinaktionäre gering ist.

Großaktionäre sollte man übrigens immer im Auge behalten, selbst so grundsolide Langfristaktionäre wie Warren Buffett. Sollte dessen Beteiligungsholding Berkshire Heathaway einmal seine Apple-Aktien auf den Markt werfen, könnte dies den Kurs bewegen. Berkshire hält 5,44 Prozent an Apple, von den Folge- Verkäufen von Apple-Aktien durch Buffett-Anhängerinnen ganz zu schweigen …

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Rechtlicher Hinweis: Für Verluste, die aufgrund von getroffenen Aussagen entstehen, übernimmt die Autorin, Julia Kistner keine Haftung.

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Foto Pixabay

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