Inverse Zinskurve als Warnsignal

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Von Julia Kistner entdeckt von Player FM und unserer Community - Das Urheberrecht hat der Herausgeber, nicht Player FM, und die Audiodaten werden direkt von ihren Servern gestreamt. Tippe auf Abonnieren um Updates in Player FM zu verfolgen oder füge die URL in andere Podcast Apps ein.

Viel wird derzeit von der Gefahr einer inversen Zinskurve gesprochen. Gemeint ist, dass die Zinskurve nicht wie normal nach oben geht, sprich je länger die Laufzeiten von Anleihen sind, desto höher ist auch die Verzinsung, sondern sich die Zinskurve umdreht: Je kürzer die Laufzeiten, desto höher die Zinsen. Wann kann so etwas passieren? Wo es doch logisch ist, dass ich für eine langfristigere Bindung eine bessere Rendite bekommen sollte, weil das Risiko von Zinsänderungen und Inflationsanstieg ja viel höher ist. Die Zinskurve dreht sich um, wenn die Finanzwelt in nächster Zeit mit einem kräftigen Wirtschaftseinbruch rechnet und daher mit sinkenden Zinsen als Konjunkturstützung. Da will man sich lieber noch langfristig die aktuellen Zinsen sichern und verkauft dafür kurzfristiger laufende Anleihen. Die sind dann weniger gefragt und damit sinkt ihr Kurs und ihre Rendite. Anleiherenditen setzen sich ja aus Zinserträgen und Kursgewinnen zusammen. Daher müssen kurzfristige Schuldner mehr Zinsen zahlen, um Geldgeberinnen zu finden.

Die Vergangenheit hat jedenfalls gezeigt, dass auf eine inverse Zinskurve meist eine Rezession folgte. Eine Rezession trifft natürlich auch die Aktienmärkte, vor allem zyklische Aktien. Studien haben aber gezeigt, dass inverse Zinskurven zwar verlässliche Warnsignale für eine Rezession sind, aber nicht für Crash an Aktienmärkten. Nicht zuletzt, weil es an Veranlagungsalternativen fehlt.

Morgan Stanley hat in den USA jedenfalls schon gewarnt, dass die aktuelle Abflachung der Zinskurve die jüngste leichte Erholung der großen Tech-Werte wieder gefährden könnte. Vor einigen Tagen überstieg die Rendite fünjähriger Staatsanleihen kurzfristig sogar erstmals jene von 30-jährigen Staatsanleihen. Das war das erste Mal seit 2006. Frank Fischer, CEO & CIO der Shareholder Value Management AG warnt in der aktuellen Podcast-Folge der GELDMEISTERIN vor gröberen Kursrückschlägen im Sommer, bevor Aktien im August wieder auf die Überholspur kommen. In die Geldmeisterin reinhören lohnt sich. Als Dankeschön für die Recherche würde ich mich natürlich über eine 5-Sterne-Bewertung auf YouTube, Spotify und/oder Apple Podcast von der Börsenminute und der GELDMEISTERIN sehr freuen.

Rechtlicher Hinweis: Für Verluste, die aufgrund von getroffenen Aussagen entstehen, übernimmt die Autorin, Julia Kistner keine Haftung.

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