Klimaschutz trotz Kohlekraft – wie soll das gehen?

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China meint es ernst im Kampf gegen die Klimakrise. Heute liefert noch Kohle die Energie, aber künftig sollen andere Technologien viel Geld bringen.
  • Ohne Energiewende in China wird es mühsam mit globalem Klimaschutz: Rund ein Viertel der aktuellen CO2-Emissionen entstehen in dem Land, seinen gewaltigen Energiebedarf decken noch zu etwa 57 Prozent Kohlekraftwerke. Aber, sagt Nis Grünberg vom Mercator Institute for China Studies (Merics), China meint es trotzdem ernst mit dem Kampf gegen die Klimakrise.
  • Dabei setzt Peking sowohl auf den massiven Ausbau Erneuerbarer Energien als auch auf die Weiterentwicklung grüner Technologien, erklärt Grünberg in dieser Gradmesser-Folge. Denn klar ist: Mit E-Mobilität und grünem Wasserstoff wird künftig viel Geld zu verdienen sein. China werde „in gewissen Bereichen sogar eine Art von Führungsrolle übernehmen“, vermutet Grünberg.
  • Aktuell allerdings bringen Engpässe bei der Kohleversorgung und Stromausfälle Unternehmen sowie Bürger zunehmend in die Bredouille. Auch die Schwerindustrie leidet unter den Stromausfällen. Bei dem Energie-Engpass spielen neben den knappen Kohlevorräten auch strengere Emissionsnormen eine Rolle. Das hat zu weitreichenden Drosselungen des Stromverbrauchs geführt, während die Nachfrage nach Energie steigt. Manche Fabriken mussten wegen Stromknappheit und staatlichen Auflagen zur Einhaltung der Emissionsziele bereits vorerst dichtmachen.
  • Warum die Zentralregierung trotzdem aktuell auch noch auf Kohle setzt, welche neuen Ziele beim Klimaschutz zu erwarten sind, ob Chinas Energiewende angesichts steigender Preise von Kohle und Gas möglicherweise schneller kommt als erwartet, auch darum geht es im Podcast.
  • Im Blick auf die Bundestagswahl analysiert Jakob Schlandt, ob und wie sich Gründe und FDP auf wirkungsvolle Klimaschutzmaßnahmen einigen können. Und der Leiter des Tagesspiegels Background Energie und Klima erklärt, warum die deutsche Wirtschaft schon deutlich weiter ist als die Politik, was die Energiewende betrifft.
  • Wir freuen uns über Anregungen, Fragen und Kritik! Schreibt uns gerne an gradmesser@tagesspiegel.de.

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