Wie Serbien sich erfand. Gründungsmythen des Nationalismus

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Nationalismus hat einen schlechten Ruf heutzutage. Er wird mit allem Negativen verbunden: Krieg, Fremdenhass, Intolleranz. Wir vergessen dabei aber gerne eine Kleinigkeit: Der Nationalismus ist schon längst zur Grundlage unserer Staatenwelt geworden und auch unser heutiges Beispiel Serbien ist sein Produkt. Das Aufkommen des Nationalismus im 18. und 19. Jahrhundert ist dabei stark von einer ganz bestimmten Form der Geschichtserzählung geprägt: Den Gründungsmythen. Sie sind die Geschichten, auf deren Grundlage Menschen begannen, "ihre" Nation zu verstehen. In der Miniserie "Gründungsmythen des Nationalismus" wollen wir uns einige dieser Geschichten in verschiedenen europäischen Ländern ansehen.

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In dieser vierten Folge widmen wir uns einem Land, das hier im Podcast immer wieder Thema ist: Serbien. Und seine Geschichtsmythen haben es wirklich in sich! Denn mit der Legende um die Schlacht auf dem Amselfeld liefert uns Serbien ein Paradebeispiel für einen nationalen Opfermythos. Diese historisch gar nicht so bedeutenden Schlacht von 1389 wurde mit der Zeit zum allesbestimmenden geschichtlichen Moment Serbiens. Der Tag der Schlacht, der Vidovdan, wurde zum Schicksalstag der serbischen Nation und dieser Mythos verfolgt das Land auch heute noch. Nicht zuletzt begann doch auch der Aufstieg Slobodan Milošević' ausgerechnet im Kosovo und in direkter Bezugnahme auf jene Schlacht 600 Jahre zuvor. Kurz gesagt: Wohl nirgendwo in Europa ist das Mittelalter so präsent wie in Serbien … Finden wir heraus, warum.

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