393-Besitz im Buddhismus-Buddhismus im Alltag

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In einem abgeschiedenen Tempel lebte einst ein buddhistischer Mönch voller Weisheit und Güte, völlig alleine als Einsiedler. Vor langer Zeit waren die Gebäude errichtet worden, in den Bergen, hoch über der Stadt, viele Stunden Fußmarsch vom nächsten Haus. Doch zu mühselig war dort das Leben, die anderen Mönche zogen weg, nur er blieb, abgeschieden, aber in Harmonie mit der Natur. Die Jahreszeiten beherrschten sein Leben.

Häufig wurde er besucht, die Menschen reisten von weit her um den Mann um Rat zu bitten. Sein Ruf als "erleuchtetes" Wesen war legendär, seine Empfehlungen waren gefragt.

Üblicherweise empfing er die Besucher im kleinen Hauptsaal, aber eines Tages kam ein Gläubiger an die Türe zu seinem privaten Zimmer, klopfte an, der Mönch bat ihn herein. Die so unterschiedlichen Menschen grüßten sich freundlich.

Völlig verwundert blickte sich der Fremde um, es waren keine Möbel oder Gegenstände im Zimmer, nur eine kleine Matte lag am Boden, darauf ruhte der Mönch.

"Meister, habt ihr keine Möbel, keinen Besitz", fragte er den Mönch.

Der Mönch antwortet ihm: "Und deine Möbel, dein Besitz, wo sind sie"?

"Aber ich bin doch auf der Reise, da habe ich doch nichts bei mir" antwortete der Besucher.

Darauf erwiderte der Mönch: "Ich bin auch auf der Reise, egal wo ich bin, bin ich nur zu Besuch".

Das Haften an Besitz, an Menschen, an Begebenheiten, am Zustand, am Ruhm, an der Ehre; alles Begehren, alles Wünschen, alles Hoffen, alles Glauben, das ist die Ursache allen Leidens. Wer sich frei macht von weltlichen Dingen wird "frei sein" für die Wirklichkeit seiner Selbst, seines Ichs.

Der Volksmund sagt: "das letzte Hemd hat keine Taschen", niemand kann etwas mitnehmen!

Was uns jetzt lieb und teuer ist, wird in hundert Jahren vermodern und verschimmeln, vermutlich schon in einem Jahr unbeachtet in einer Ecke liegen.

Das Glück liegt in uns, nicht in den Dingen

- Buddha -

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