188-Dich nehme ich - Buddhismus im Alltag

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Von Shaolin Rainer entdeckt von Player FM und unserer Community - Das Urheberrecht hat der Herausgeber, nicht Player FM, und die Audiodaten werden direkt von ihren Servern gestreamt. Tippe auf Abonnieren um Updates in Player FM zu verfolgen oder füge die URL in andere Podcast Apps ein.

Einen Menschen in sein Leben zu lassen, das erfordert eine Menge Energie, viel Mut und nahezu unbegrenzte Zuversicht.

Es ist nicht zwingend ein buddhistisches Vorgehen, sich durch die Gegend zu schlafen, ständig die Partner zu wechseln, nach der Philosophie des Erhabenen ist ein moralisches Leben richtig.

Wer mit einem Menschen eine Woche aushält, der kann auch einen Monat mit der Person verbringen, auch ein Jahr, und in der Konsequenz dann ein ganzes Leben.

"Man" sollte Menschen und Lebewesen nicht wie Hemden benutzen, sondern wenn man jemanden "nimmt" (für einen Tag, einen Monat, oder ein Jahr), dann erwachsen daraus Konsequenzen, Verpflichtungen, gemeinsame Ziele.

Ganz anders sieht das die heutige Spassgesellschaft, nach einer Weile wird sich eben "geschieden", man geht getrennter Wege, der Wohlstand ermöglicht die freie Entfaltung der Persönlichkeit. Unsere Vorfahren haben die Dinge völlig anders betrachtet, hier waren die (Ehe)-Partner eine Schicksalsgemeinschaft, auch eine Beutegemeinschaft, Spass stand so gar nicht auf dem Spielplan. Sicherlich dürfen wir Spass am Leben haben, aber werden wir durch das ewige Trennen und Zusammenkommen nicht abgestumpft, hohl und unglücklich?

Kann ich noch einen besseren Partner finden? Oder eine jüngere Freundin? Einen besser verdienenden Freund? Oder eine hübschere Frau? Einen größeren Mann?

Klar können wir wieder und wieder auf Partnersuche gehen, uns immer wieder neu verlieben, aber ist das wirklich Liebe? Oder nur die Sehnsucht nach dem "Geliebt-werden"? Wäre es nicht schöner wenn wir die Menschen nicht benutzen würden, sondern den Partner behalten könnten, den wir uns ursprünglich genommen haben?

Als ich meine Freundin seinerzeit getroffen habe, da hat es mich getroffen wie ein Blitz. Ich sah sie, und ich wußte, dass ich diese Frau liebe, im Moment des ersten Sehens. Schon zu dieser Zeit war mir klar, dass ich hier nicht weglaufen darf, diese Beziehung ehren möchte, wenn ich jetzt "Dich nehm ich" sage, dann ist das ehrlich gemeint, es ist kein Spiel, nicht eine "Zwischenstation" zu etwas "Besserem", nein, dann folgen hier deutliche Konsequenzen. Nun, ich wollte sie, sie wollte mich, heute sind wir ein Paar.

Heutzutage sagen wir viel zu einfach "Dich nehm ich", ohne uns der Konsequenzen bewußt zu sein, ohne auch nur darüber nachzudenken, welche Verantwortung damit einhergeht. Das gilt im Übrigen für alle Lebewesen, bei denen wir willentlich ein "Dich nehm ich" formulieren, egal ob wir einen Hund "anschaffen", oder einen Vogel kaufen, hier liegt ein klares Bekenntnis zu diesem Lebewesen (oder Menschen).

Wann haben Sie das letzte Mal "Dich nehm ich" gesagt? Haben Sie es auch so gemeint?

Der Weg ist das Ziel!

Er ist gefestigt im Streben, verantwortungsvoll im Bemühen um heilsame Zustände

- Buddha - Ehrenname des Siddharta Gautama - 560 bis 480 vor dem Jahr Null

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