187-Selbstliebe Teil 2 - Buddhismus im Alltag

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Um sich selbst zu lieben muss "man" sich selbst weiterhin gut verstehen, sich Mühe geben an den wahren Kern zu kommen, hinter die selbstgewählte Rolle zu blicken. Der große Lehrer sprach von den Realitäten hinter der gefühlten Realität, denn wir Menschen sind selten bereit uns von unseren Illusionen zu trennen.

Warum stört mich an anderen Leuten etwa der Geiz, oder die Promiskuität, oder der Drogenkonsum? Warum machen mir andere "schlechte" Eigenschaften nichts aus, während ich bei manchen Angewohnheiten "ausflippe"?

Warum "liebe" ich Katzen, oder warum "hasse" ich Hunde? Wie kommen meine Filter zustande? Wieso komme ich mit der Einstellung der Mitmenschen manchmal zurecht, manchmal aber gar nicht. Was mag ich an mir, was finde ich nicht gut? Wer bin ich? Woher komme ich? Wo werde ich hingehen? Fragen über Fragen.

Als nächsten Punkt empfehle ich ein Eigenmantra, um durch schwere Situationen zu kommen, um sich an etwas "festhalten" zu können. Leser meiner Texte wissen, dass wir nach Buddha (in diesem Leben) wahrscheinlich keine Schuld tragen, da unser Karma schon in Vorleben erworben sein dürfte, das Leben sowieso so kommt, wie es kommen soll. Also gibt es auch keinen Grund, sich nicht selbst zu lieben. Sagen Sie sich also folgenden Satz in Ausnahmesituationen vor: "Ich bin gut genau so wie ich bin."

Wenn Sie in Zweifel fallen dann atmen Sie erst einmal tief durch, ich empfehle die Atemmeditation, um zu etwas Frieden zu kommen, denn nur in der Ruhe liegt die Kraft.

Weiterhin ist alles Negative auch irgendwie positiv (mein Vater sagte immer: "Es gibt nichts Negatives, an dem nicht etwas Positives daran wäre), also welche Eigenschaften haben Sie? Schreiben Sie sich eine Liste mit den wichtigen Charakterzügen, und bewerten Sie diese. Was ist nützlich, was kann weg? Was finde ich positiv, was nicht? Welche Folgen haben meine Vor- und Nachteile auf meine Umgebung, wie wirken diese auf meine nächsten Menschen?

Was Ihnen an sich unangenehm auffällt, das könnten andere Menschen als gute Eigenschaft aufnehmen, welche Änderungen ergeben sich wenn Sie die Perspektive wechseln?

Egal was passiert, die Philosophie Buddhas kann auch diejenigen Anhänger anleiten, die nicht nach "Erleuchtung" streben, die "nur" eine Art von Wohlfühlen-Buddhismus praktizieren. In so einem Fall könnte einer der ersten Schritte sein, sich selbst lieben zu lernen, warum übrigens auch nicht?

Wäre es nicht eine "gute" Aussicht, wenn Sie sich selbst wenigstens akzeptieren könnten?

Der Weg ist das Ziel!

Was vergänglich ist lohnt nicht der Liebe, lohnt nicht der Freude, lohnt nicht der Neigung

- Buddha - Ehrenname des Siddharta Gautama - 560 bis 480 vor dem Jahr Null

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