Acht-Jahres-Bilanz: Wehlend geht mit gutem Gewissen und großer Lernkurve

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"Pass mir auf den VfL auf!"

Brückengeflüster

Der Podcast zum VfL Osnabrück

Im Brückengeflüster, dem Podcast zum VfL Osnabrück, sprechen die Sportredakteure der Neuen Osnabrücker Zeitung immer dienstags mit ihren Gästen über den aktuellen Spieltag in der 2. Fußball-Bundesliga.

Acht-Jahres-Bilanz: Wehlend geht mit gutem Gewissen und großer Lernkurve

Trotz intensiver Vorarbeit ist ein Baubeginn noch nicht absehbar. Nach der überraschenden Entdeckung von Bechstein-Fledermaus und Spechtarten auf dem KME-Gelände musste der VfL seine Planungen für das Trainingszentrum an den Artenschutz anpassen. „Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht“, betont VfL-Geschäftsführer Jürgen Wehlend im VfL-Podcast "Brückengeflüster" gegenüber den NOZ-Sportredakteuren Harald Pistorius und Johannes Kapitza und wartet nun auf belastbare Grundlagen aus Politik und Verwaltung. „Wenn es nicht positiv für uns ausgeht, haben wir faktisch zwei Jahre verloren“, sagt Wehlend. Angesichts mangelnder Alternativflächen in der Stadt „würde das dann bedeuten: Der VfL geht in den Landkreis Osnabrück“.

Auf anderer Ebene kann Wehlend mit einem „sehr gutem Gewissen“ gehen. „Die Mission, die ich hatte, ist erfüllt“, sagt er. Sportlich ist der VfL zurück in der 2. Bundesliga, wirtschaftlich auf einem soliden Kurs und „trotz der Krise so gut aufgestellt wie selten zuvor, glaube ich“. Als einen Beleg führt Wehlend an, dass nach dem 2015 ausgehandelten Schuldenschnitt auf Besserungsschein nun die Rückzahlung von Altlasten begonnen hat. Die Stadion-Gesellschaft könne nach dem ersten Jahr in der 2. Fußball-Bundesliga rund 260.000 Euro an die Gläubiger zurückzahlen. Die Überweisungen seien vor Kurzem getätigt worden. „Es macht uns stolz, dass wir dieses Versprechen gegenüber Politik, Verwaltung und den Steuerzahlern eingehalten haben. Es ist wichtig, dass man zu seinen Zusagen steht“, sagt Wehlend im „Brückengeflüster“ mit den Sportredakteuren Harald Pistorius und Johannes Kapitza.

Bevor er am 31. Dezember um 23.59 Uhr offiziell aus dem Amt scheidet und am 1. Januar die Arbeit bei Dynamo Dresden aufnimmt, will er sich mit Ratschlägen für seinen Nachfolger zurückhalten. „Ratschläge sind immer Schläge. Insofern sollte man sie gar nicht geben“, sagt Wehlend und schmunzelt, fasst aber eine wichtige Erkenntnis nach seiner Zeit bei den Lila-Weißen zusammen: „Man muss verstehen: Der VfL ist kein Verein, der sich sportlichen Erfolg kaufen kann, und das wird auch in Zukunft so sein. Der VfL lebt von der Geschlossenheit, von der Gemeinschaft. Es ist diese Gemeinschaft, die es braucht, die man weiter voranbringen muss.“

Und eine Bitte hat er noch, die ihm seinerzeit der inzwischen verstorbene Übergangs-Präsident Christoph Ehrenberg mit auf den Weg gab und die er jetzt an Sportdirektor Benjamin Schmedes und seinen kaufmännischen Nachfolger weiterreicht: „Passt mir auf unseren VfL auf!“

Außerdem geht es im Brückengeflüster diesmal um…

  • Lerneffekte für einen Fußball-Quereinsteiger
  • Wehlends Anteil an der „Osnatel-Arena“ und die spätere Rückkehr zur „Bremer Brücke“
  • finanzielle Herausforderungen für die Erben der Ära Piepenbrock, das Ringen um - die Lizenz und Crowdfunding-Neuland
  • die Führungskrise zum Jahreswechsel 2013/14
  • die emotional schwierige Trennung von Trainer Joe Enochs
  • den sportlichen und wirtschaftlichen Aufschwung der vergangenen Jahre
  • die persönliche Bedeutung seines neuen Arbeitgebers Dynamo Dresden für Wehlend

Klingt spannend? Dann hör doch mal rein!

Die Links zur Folge

1.) Jetzt ist es offiziell: Geschäftsführer Wehlend verlässt den VfL Osnabrück.

2.) Abschied vom nervenstarken Modernisierer Jürgen Wehlend

3.) Keine Chance für ein VfL-Trainingszentrum auf dem KME-Gelände?

4.) Von diesen zwei Entscheidungen hängt die Zukunft des VfL Osnabrück ab

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