B2P036 - Rudolf Winkelmayer - Tierarzt, Großwildjäger, Veganer

2:31:53
 
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Kapitel

1. I - BIOGRAPHIE - Los geht´s (00:00:23)

2. Wo wir sind und wer heute dabei ist ... (00:00:26)

3. Dr. Winkelmayer stellt sich vor ... (00:01:31)

4. in einer behüteten Familien aufgewachsen (00:03:09)

5. Gutes Verhältnis zum Vater, der Hobby-Jäger war. Normalste Sache der Welt (00:03:15)

6. Wildbreet war auch nach dem Krieg eine hochwertige Ernährungsquelle - erinnere mich gerne daran (00:04:17)

7. Interesse an Tieren, Biologie und Zoologie kam über den Vater, obwohl er Bankdirektor war (00:04:46)

8. Ahaa! - Was ist ein "weichender Erbe"? (00:05:02)

9. Vater hat uns alles über die Landwirtschaft erzählt. Die Spaziergänge waren wie Naturkundeunterricht (00:05:33)

10. Meine Eltern wollten, dass ich Lehrer werde ... passte gut in die Gesellschaft der Gemeinde (00:07:05)

11. ein guter Biologielehrer war prägend für mein Interesse (00:08:22)

12. Habe die Sendung von Otto König am Wilheminenberg geliebt (00:09:01)

13. Entscheidender Tipp vom Schwager gegen die Biologie und für die Veterinärmedizin (00:10:33)

14. Wie sind Sie dann auf die Jagd gekommen? (00:11:53)

15. Ich war gerne mit dem Vater unterwegs. Bei Himbeeren haben wir die Jagd jedoch sofort unterbrochen :) (00:12:17)

16. Wilddichte war damals geringer, es gab weniger Forststraßen, der Wald war viel schwerer zu erschließen (00:13:17)

17. Viel, viel später habe ich begonnen, über das Töten nachzudenken (00:14:34)

18. Die Kontrolle am Schlachthof hat mich dazu bewogen, keine landwirtschaftlich genutzten Tiere zu essen. Nur noch Wild (00:14:55)

19. In der Kleintierordination musst ich auch schon euthanasieren (00:15:59)

20. war schon mit 26 Jahren Tierarzt in Bruck (00:16:49)

21. Was ist der Unterschied zwischen einem Amtstierarzt und einem Kleintierarzt? (00:17:22)

22. mit einem Studium der Veterinärmedizin kann man grundsätzlich alle Tiere behandeln. Man entscheidet sich freiwillig für eine Fachrichtung (00:17:32)

23. Ahaa! - Unterschied zwischen "Amtstierarzt" und "amtlicher Tierarzt"!! (00:20:00)

24. Ich mag den Begriff "Nutztiere" nicht. Das ist ein Präjudiz! (00:23:08)

25. Ich spreche lieber von "landwirtschaftlich genutzten" Tieren (00:24:25)

26. Kleintiere sind unterteilt in Klein-, Sport- oder Lieblingstiere (00:26:11)

27. Tierschutzgesetzgebung beruht auf dem Pathozentrismus, also der Leidensfähigkeit der Tiere (00:29:10)

28. Mittlerweile reden wir von Empfindungsfähigkeit (00:30:02)

29. Im gug schützen wir alle Tiere im Tierschutzgesetzt, die ein Rückenmark haben. (Ausnahme Zehenfußkrebse) (00:30:16)

30. Fischereiwirtschaft ist eine riesige Graustelle hinsichtlich Tierschutz (00:31:28)

31. Woher kommt die Unterscheidung zwischen Haus- und Nutztier? Ist biologisch nicht zu begründen (00:32:27)

32. Ahaa! - Tierschutzgesetzt vs. Tierhaltungsverordnungen (00:34:01)

33. Tierschutzgesetzt im Parlament 2004 beschlossen worden (00:34:22)

34. 1 und 2 Tierhaltungsverordnung konterkariert das Tierhaltungsgesetzt und ist nicht parlamentarisch beschlossen (00:34:39)

35. Beispiel: Vollspaltenböden - Widerspruch zwischen Gesetz und Verordnung (00:35:16)

36. Woran soll ich mich als Bürger orientieren? Reicht die gesetzliche Basis nicht? (00:37:13)

37. Menschen werden durch Werbung in ihrem Konsum getäuscht (00:38:18)

38. Der Konsument hat eine gewisse Verpflichtung sich zu informieren. Soll sich aber auf die Produkte verlassen können (00:40:11)

39. Es ist völlig unanständig wie wir mit den genutzten Tieren umgehen (00:41:55)

40. Was ist notwendig, dass eine Veränderung stattfindet? (00:43:13)

41. Bernd Ladwig: solange die Politik keine Regeln schafft haben wir nur die Möglichkeit zur öffentlichen Empörung (00:43:37)

42. Was ist die "intellektuelle Redlichkeit", von der sie immer wieder sprechen? (00:44:23)

43. Sie werden gegen die Tierrechtstheorie keine logischen Argumente finden! (00:46:43)

44. Bernulf Kanitscheider - Erarbeitung eines zeitgemäßen Weltbildes ist intellektuelle Pflicht (00:47:56)

45. Wie war die Veränderung über Zeit in ihrer persönlichen Gefühlswelt? (00:48:59)

46. Es war die Konfrontation mit dem Tot auf verschiedenen Ebenen (00:49:22)

47. Unglückseelige Formulierung des "Dominium Terrae" (macht euch die Erde untertan; Herrschaft über die Erde) als Legitimation für Raubbau an der Natur (00:52:08)

48. Wir sind fast alle in diesem sozialen Umfeld sozialisiert worden. Ausstieg daraus ist daher extrem schwer (00:53:16)

49. Mit dem heutigen Stand des Wissens, haben wir eine ganz andere Verpflichtung als die Generationen vor uns (00:54:06)

50. Wie kann man diesen Wandel anderen schmackhaft machen? (00:54:51)

51. Wir müssen den Tod der Tiere überwinden (00:56:22)

52. 80% der landwirtschaftlichen Flächen werden für Tierfutter eingesetzt und produzieren damit 20% aller Kalorien (00:57:34)

53. Leute!, Jugend! werdet munter (00:59:57)

54. Neugierde und Interesse sind wesentliche Impulse für Bildung (01:02:03)

55. Wir müssen die jetzt tierhaltenden Betriebe mit Fördermaßnahmen in die Veränderung mitnehmen (01:03:40)

56. Ist Landwirtschaft ohne Nutztiere überhaupt möglich? Ja, bio-vegane Landwirtschaft funktioniert (01:04:04)

57. Was würde mit den Flächen geschehen, wenn wir keine Tiere mehr halten würden? (01:09:37)

58. Wir sollten 30% der Landflächen völlig außer Nutzung stellen (01:10:17)

59. Es gibt ja heute keine natürlich Milch mehr. Vor einer Generation hatte eine Kuh eine Milchleistung von "nur" 3.000 Liter (01:10:39)

60. Milch ist ein ekelhaftes Produkt. Hohe Zell- und Keimzahlen und voller Hormone (01:12:46)

61. Wie stehen Sie zum Argument der Mangelernährung bei Veganern? (01:16:43)

62. Wir haben heute eine unglaubliche Fülle an Produkten (01:20:40)

63. Mein B12 Spiegel ist immer im Durchschnitt (01:22:10)

64. Lebe so vegan als möglich. Bin außerhaus nicht dogmatisch (01:22:21)

65. Die Insekten im Getreide dürfte laut Studien in Indien ausreichen, um den Mangel zu kompensieren (01:23:03)

66. Schluss: Vegane Ernährung ist nicht gefährlich! (01:24:33)

67. Sehe mit großer Freude eine disruptive Entwicklung in der Milchwirtschaft. Ich halte es für Qualzucht (01:25:24)

68. In 20 Jahren ist das System zusammengebrochen (01:26:14)

69. Wie können wir in Zukunft wirklich nachhaltig essen? (01:28:36)

70. Prof. Grimm: Keiner kommt mit einer weißen Weste raus ... (01:29:40)

71. Pflanzenmilch hat einen höheren Steuersatz als Kuhmilch. Das darf nicht sein? (01:31:10)

72. Wo ist der Ort, wo diese "intellektuelle Redlichkeit" stattfinden soll? (01:31:56)

73. ausgehend von den Universitäten. Je höher die Bildungseinrichtung, desto höher der Auftrag (01:32:20)

74. Was ist meine Aufgabe als Bürgerin (z.B. als Koch), im Rahmen der intellektuellen Redlichkeit (01:34:37)

75. sobald sie im Diskurs sind, haben sie die verdammte Pflicht und Schuldigkeit sich zu informieren, was sie verbreiten (01:35:44)

76. Es geht ja schon im Kindergarten los? (01:36:46)

77. Wie stehen Sie zu "Wenn ich die Tiere schützen will, muss man sie essen"? (01:39:50)

78. Blöder Begriff "Die Bauern lieben ihre Tiere"! (01:40:36)

79. Es ist grenzenlos pervers hier von Liebe und Respekt zu reden (01:40:58)

80. Die Art und Weise wie wir mit Tiere umgehen ist legal aber unanständig (01:41:54)

81. In der tierlosen Landwirtschaft würde die Arten ja aussterben? (01:43:45)

82. Artenschutz widerspricht oft Individualtierschutz (01:45:08)

83. Eine Art kann nicht leiden, ein Individuum kann leiden (01:46:13)

84. Aus tierethischer Sicht kommt immer der Individualtierschutz als erstes (01:46:27)

85. Ahaa! - Die Unterscheidung zwischen "Art" und "Individuum" - Eine spannende Unterscheidung und Perspektive (01:48:13)

86. Müsste man nicht auch die Haustierhaltung hinterfragen? (01:51:22)

87. Müsste ich meine Tiere konsequenterweise auch vegan füttern? (01:54:49)

88. In der Konsequenz eigentlich schon ... (01:55:42)

89. Es gibt die "biologische Grenze" - Katze geht nicht (reiner Fleischfresser), beim Hund ginge es (01:56:45)

90. Moralisch kann ich als Mensch dann handeln, wenn ich die Wahl habe (02:00:14)

91. Der Tier hat die moralische Wahlmöglichkeit nicht (02:01:15)

92. Was waren Ihre emotionalen Momente ihrer Veränderung? Die Empathie (02:04:46)

93. Ein Erlebnis aus der Schulzeit ... wurde mir erst viel später bewusst (02:08:27)

94. Hab die Grausamkeit von Schneewittchen nicht ausgehalten (02:09:37)

95. Große Werke der Tierethik: Tom Regan - Case for Animal Rights; Peter Singer -Animal Liberation (02:11:12)

96. Schoppenhauers "Mitleidsethik" als Opposition zur Kant´schen Ethik (02:11:39)

97. Die Auseinandersetzung mit der Tierethik hat die Empathie sehr befördert (02:13:10)

98. Hab alle meine Gewehr verkauft. Was leidenschaftlicher Sammler schöner Waffen (02:16:04)

99. Wie ist es ihnen mit Ihrem sozialen Umfeld ergangen? (02:16:17)

100. Die Diskussion über das Thema wird in letzter Konsequenz vermieden. Man akzeptiert, dass man sich nicht einig ist (02:18:23)

101. Bei unseren Männerbünden wird nicht über Religion und Tagespolitik diskutiert. Sonst würden wir uns pausenlos in die Haare bekommen! (02:21:58)

102. III - ABSCHLUSS (02:27:13)

103. Was würden sie an unserem Lebensmittelsystem ändern, wenn Sie könnten? (02:27:16)

104. Was finden wir bei Ihnen im Kühlschrank? (02:31:03)

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