Ivica Banovic: "Wollte beim HFC ein Vorbild sein"

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Ivica Banovic hat mehr als 300 Spiele in der 1. und 2. Bundesliga absolviert, etwa für Werder Bremen, Nürnberg oder Freiburg. Zudem stand er mit dem HFC noch gut 50 Mal in der 3. Liga auf dem Platz. Zwischen 2014 und 2016 war er für die Saalestädter aktiv und gewann in der Zeit zwei Mal den Landespokal.

Mit seiner Familie lebt Banovic nun in Freiburg im Breisgau. Hier hatte er auch die schönste Zeit seiner Karriere, sagt der frühere Mittelfeldspieler. Im ersten Teil des Podcasts berichtet er, wie er momentan in vielen Abteilungen beim SC Freiburg hospitiert, etwa beim Nachwuchs oder Scouting. Welchen Weg er dann tatsächlich einschlagen will, weiß er jedoch noch nicht.

In Folge 9 des "Badkurvenverstehers" blickt Ivica Banovic auf seine Karrierestationen zurück. Er spricht dabei auch über die Zeit in Halle und gibt seinen Nachfolgern einen Tipp. Die Folge in drei Schlagzeilen:

"Jeden Tag eine Stunde Fußweg zum Training" – ab Minute 14:15

Banovic wuchs im kroatischen Zagreb auf und wurde bei NK Zagreb ausgebildet. Eigentlich träumte er immer von einem Wechsel zu Dinamo Zagreb, dem größten Klub des Landes. Stattdessen verschlug es ihn im Jahr 2000 im Alter von 20 Jahren zu Werder Bremen. Keine leichte Zeit: "Nach einem halben Jahr hatte ich dieses typische Tief, in das man fällt, wenn man in ein neues Land kommt. Und dann waren meine Leistungen nicht mehr konstant. Das ist dann in der Zeit bei Werder auch so geblieben. Ich habe meine Spiele gemacht, aber ich war hauptsächlich Wasserträger."

Trotzdem gewann Banovic 2004 mit Werder die Deutsche Meisterschaft und den DFB-Pokal. Weil er in der Saison kaum Einsätze hatte, sieht er sich trotzdem nicht als Double-Gewinner. "Aber vielleicht habe ich mir die Titel damit verdient, dass ich früher in Zagreb jeden Tag eine Stunde zum Training gelaufen bin", sagt er. Anschließend erinnert er sich, welche Wendungen seine Karriere in Nürnberg, Freiburg oder Cottbus nahm.

"Beim HFC hat vielen die Mentalität gefehlt" – ab Minute 26:30

Banovic wechselte 2014 nach Halle und sollte dort die junge Mannschaft um Marcel Franke, Akaki Gogia oder Osayamen Osawe anführen. Wegen einer Verletzung dauerte es bis Oktober, bevor Banovic sein erstes Spiel für den HFC bestreiten konnte. "Ich wollte ein Vorbild sein und meine Arbeitsethik einbringen. Denn ich habe schon gemerkt, dass das bei einigen gefehlt hat", so der Routinier.

Seine erste Saison in Halle war geprägt von einem Kuriosum. Während der HFC in der Heimtabelle Letzter wurde, war das Team auswärts kaum zu schlagen. Und wurde schließlich sogar als Auswärtsmeister gefeiert. Der Saisonverlauf sagt viel über die Einstellung des damaligen Teams, erinnert sich Banovic: "Wenn du in der 3. Liga erfolgreich sein möchtest, brauchst du vor allem eines: die richtige Mentalität."

Insgesamt habe er seine Aufgabe in Halle erfüllt, glaubt Banovic im Rückblick.

Zum Abschied ein Traumtor – ab Minute 44:15

Nach der Zeit in Halle kehrte Banovic zum SC Freiburg zurück, um mit seiner Erfahrung den jungen Spielern in der 2. Mannschaft zu helfen. Nebenbei begann er, seine zweite Karriere vorzubereiten. 2019 sorgte er dann aber auch in Sachsen-Anhalt noch mal für Aufsehen – als er sich dem Verbandsligisten Romonta Amsdorf anschloss. Im Podcast erzählt er, wie es dazu kam. Und dass ihm in seinem (womöglich) letzten Spiel ein besonderer Abschied vergönnt war.

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Produziert wird der Podcast von Oliver Leiste und Daniel George.

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