DGS#97 - Lutz Leichsenring - Clubcommission Berlin

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LUTZ LEICHSENRING UEBER DIE BERLINER CLIBCOMMISSION IM INTERVIEW BEI AUSGANG PODCAST
©Pavol Putnoki

Die Clubcommission Berlin – Sprachrohr für Clubbetreiber:innen und Veranstalter:innen

Lutz Leichsenring ist seit 12 Jahren ehrenamtlicher Sprecher der Berliner Clubcommission, eines Vereins der seit über 20 Jahren die Clubs und Veranstaltungsorte in Berlin unterstützt und sich als Sprachrohr der Berliner Kulturlandschaft versteht.

Speziell seit der Pandemie sieht sich die Clubcommission mit vielen Herausforderungen konfrontiert und kümmert sich um die Sorgen und Nöte von Clubbetreiber:innen. Nicht nur die Auszahlung von Geldern und Zuschüssen steht in Frage . Auch Themen wie Schallschutz, Diversity & Awareness, oder wie man einen Club nachhaltiger führen kann, werden immer wichtiger.

Lockdown für alle, wie erreicht man das Publikum?

Spätestens seit März 2020 eröffnete sich für viele Clubbetreiber:innen und Veranstalter:innen Berlins ein völlig neues Problem. Die Pandemie erreichte auch Berlin die Veranstaltungsstätten mussten plötzlich schließen. Dank vieler enger Kontakte und einer funktionierenden Informatinoskultur aller Beteiligten fanden sich zügig Lösungsansätze. So konnte die Clubcommission schon kurz vor dem ersten Lockdown Pläne schmieden und vorausschauend eine Strategie erarbeiten, den Betroffenen zu helfen.

Unter anderem wurde die Plattform United We Stream konzipiert und über ein Crowdfunding finanziert. So konnten Künstler:innen aus den leeren Clubs live in die Wohnzimmer der Zuschauer:innen ihre Konzerte streamen und dem Publikum auf anderem Weg begegnen. Zunächst nur als Kulturplattform für Berlin geschaffen, wurde United We Stream auch zu einem globalen Erfolg und versteht sich heute als solidarischer Treffpunkt für sämtliche Themen rund um Kultur und Veranstaltungen.

Eineinhalb Jahre vergehen, zurück zur “Normalität” mit Einschränkungen

Mehr als ein Jahr später – ab September 2021 bewegt sich vieles wieder in eine gewisse Normalität. Diese ist jedoch weiterhin mit vielen Einschränkungen verbunden und beschäftigt nicht nur Clubbetreiber:innen, sondern auch deren Mitarbeiter:innen und zuletzt auch die Gäste. Die Berliner Clubcommission beschäftigt sich nicht nur mit Veranstaltungsstätten, sondern auch mit Menschen die sie bewirtschaften. Dabei geht es zum Beispiel auch darum, wieviel Diversität beispielsweise im Kollegium vorhanden ist.

Als Vorbild legt die Clubcommission auch selbst wert auf die diverse Besetzung ihrer Stellen. Unter anderem sind BIPOC Menschen und Frauen zum Beispiel auch in Führungspositionen in Clubs noch unterrepräsentiert. Dieses Phänomen gibt ist nicht nur in der Kulturlandschaft Berlins, es zieht sich klar durch alle Branchen. Ein spezielles Bewusstsein dafür schaffen kann zum Beispiel die Awareness-Akademie, die dabei hilft “die Entwicklung diskriminierungssensibler Strukturen innerhalb der Clubkultur und begleitet euch dabei, vielfältige Räume selbst zu gestalten.”

Safe Spaces und Diversität – wichtige Themen für Clubs

Um mehr Aufmerksamkeit für das Thema “Schutzräume” zuerreichen, hat die Clubcommission unter anderem diversitygerechtes Ausgehen Berlin konzipiert. Ein Projekt das Veranstalter:innen aber auch Gäst:innen viele Fragen rund um Diversität in Clubs als Ort des Feierns, aber auch als Arbeitsplatz beantwortet. Gleichzeitig dient das Konzept als Kommunikationswerkzeug für Diversitäts-Fragen. Wie stellt man zum Beispiel seinen Mitarbeiter-Stab diverser auf, ohne Menschen auszuschließen? Wie kann man Menschen einen Safe Space bieten und die Notwendigkeit dafür kommunizieren? Diese und viele weitere Fragen werden innerhalb des Projektes beantwortet.

Ein grüner Club – wie geht das?

Auch zu Themen wie Schallschutz und wie man einen Club nachhaltig führen kann, hat die Berliner Clubcommission Konzepte erarbeitet. Im sogenannten Green Club Guide 2.0 sind konkrete Handlungsempfehlungen für Veranstalter:innen und Clubbetreiber:innen verankert, die dabei helfen können, auch an kleinen Stellen Geld einzusparen. Wer außerdem noch wissen möchte, was ein Club beispielsweise für Schallschutz tun kann, kann sich dazu Infos bei Clubcommission holen. Auf der Homepage sind alle Themengebiete noch einmal ausführlich ausgearbeitet und als Downloads verfügbar.

Lutz Leichsenring hat ab seinem Abitur verschiedene Veranstaltungen durchgeführt und betrieb später in Karlsruhe einen Club und ein Restaurant. Mit der Zeit zog es ihn und seinen Veranstaltungen auch nach Berlin, wo er seit 2004 lebt. Seine Rolle als Clubbetreiber und Gastronom gab er irgendwann auf, um sich unbefangen der Arbeit als Sprecher der Berliner Clubcommission widmen zu können.

Ihr wollte noch mehr erfahren?

Wer mehr erfahren möchte, kann sich einfach mal durch die Seiten der Berliner Clubcommission lesen. Dort gibt es auch die Möglichkeit, Mitglied zu werden und zu anderen Beteiligten Kontakt aufzunehmen. Der Verein ist natürlich auch auf Instagram und Facebook aktiv.

Wenn ihr keine Folge unseres Podcasts mehr verpassen wollt, könnt ihr uns gerne auf Instagram folgen. Alle Folgen gibt es zum Nachhören auf Spotify oder dem Podcatcher eurer Wahl. Diese könnt ihr aber auch einfach hier auf unserer Seite anklicken und euch weitere Infos über die Blogbeiträge holen.

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