Begräbnis der Queen: Warum nicht überall getrauert wird

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An diesem Montag wird Queen Elizabeth II. beigesetzt. Eine riesige Trauerfeier in London, hohe Gäste aus aller Welt, hunderttausende Menschen. Dabei gibt es auch viel Kritik an der Queen – besonders aus den ehemaligen britischen Kolonien. Und in vielen Staaten des sogenannten Commonwealth werden Forderungen laut, die Monarchie abzuschaffen. Was passiert also nach dem Tod der Queen mit diesem Verbund?

SZ-Redakteur Arne Perras sagt: “Die Queen war eigentlich das wichtigste Element oder das wichtigste Band des Commonwealth.” Jetzt, wo Elizabeth II. gestorben sei, könne man damit rechnen, dass noch mehr Länder des Commonwealth die Monarchie abschaffen wollen. Charles könne den Staatenbund nur erhalten, so Perras, wenn er das Commonwealth neu erfinde – und neue Akzente wie zum Beispiel Klimaschutz setze.

Dabei haben viele Staaten sowieso schon lange ein ambivalentes Verhältnis zur Queen: Das liege an der kolonialen Geschichte und an der Rolle, die Großbritannien als Weltreich in vielen Gegenden gespielt hat. “Es gibt Menschen, die sagen: Ich kann nicht trauern um die Queen, weil ich ihre Person nicht trennen kann von dem Leid und dem Schmerz, den wir durch die koloniale Zeit erfahren haben”, so Perras.

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Moderation, Redaktion: Tami Holderried

Redaktion: Franziska von Malsen

Produktion: Imanuel Pedersen

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