Staffel Zwei // Stück Eins // We All Have A Hunger

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Von Antje Kröger, Katharina Sophie Hautmann, Antje Kröger, and Katharina Sophie Hautmann entdeckt von Player FM und unserer Community - Das Urheberrecht hat der Herausgeber, nicht Player FM, und die Audiodaten werden direkt von ihren Servern gestreamt. Tippe auf Abonnieren um Updates in Player FM zu verfolgen oder füge die URL in andere Podcast Apps ein.
Neue Staffel - neue Antipöse Stücke - Hunger, Hunger, Hunger
  • Hunger: die ursprüngliche Bedeutung des germanischen Wortes ist „quälendes Gefühl, brennendes Verlangen“
  • Ist uns Hunger fremd geworden?
  • Rund 12.524 Menschen tragen diesen Nachnamen MEIST VERBREITET IN: Deutschland HÖCHSTE DICHTE IN: Deutschland
  • „Hungerlied“ – Georg Weerth (1844)
  • Text: politische Lyrik des Vormärz, zur Zeit der schlesischen Weberaufstände (frühindustrielle Unruhen, Hungerrevolten, Lebensmittelunruhen)
  • Verehrter Herr und König, Weißt du die schlimme Geschicht? Am Montag aßen wir wenig, Und am Dienstag aßen wir nicht. Und am Mittwoch mussten wir darben Und am Donnerstag litten wir Not; Und ach, am Freitag starben Wir fast den Hungertod! Drum lass am Samstag backen Das Brot fein säuberlich Sonst werden wir sonntags packen Und fressen, o König, dich!

  • „Hunger“ – Florence + the machine (2018) vom gleichnamigen Album
  • Text: „We all have a hunger“, Leere, Einsamkeit, das Fehlen von Liebe, das Hungern nach, die Pflicht schön zu sein, Hunger im Sinne von sich des Fehlens von etwas gewahr werden
  • Musik: britisch, Indie, Pop, Folk, Rock, 80s (https://www.youtube.com/watch?v=5GHXEGz3PJg)

  • Hunger (Norwegisch und Dänisch: Sult) ist der erste Roman von Knut Hamsun. Mit ihm gelang Hamsun der literarische Durchbruch. Hunger wurde in die ZEIT-Bibliothek der 100 Bücher aufgenommen. Knut Hamsun gehört zu den Begründern der literarischen Moderne. Modern ist das Schlüsselwort, das Kritiker damals wie heute benutzen, wenn sie von „Hunger“ sprechen. Diese zivilisationskritische Prosa begeisterte und beeinflusste weltweit Autoren von Thomas Mann bis Henry Miller. Auch für Daniel Kehlmann, der ein Nachwort zu dieser Ausgabe schrieb, ist es ein unverzichtbares Werk.

  • (ein toller Zeitartikel: https://www.zeit.de/1979/49/hunger)

  • Seine Sympathie für die Nazis ging tiefer, als dass ein missglücktes Treffen sie hätte schmälern können – wie ein Nachruf beweist. Am 7. Mai 1945 verfasste Hamsun auf der Titelseite der norwegischen Zeitung „Aftenposten“ diesen Text: „Ich bin dessen nicht würdig, mit lauter Stimme über Adolf Hitler zu sprechen, und zu sentimentaler Rührung laden sein Leben und seine Taten nicht ein. Er war ein Krieger, ein Krieger für die Menschheit und ein Verkünder des Evangeliums vom Recht aller Nationen. Er war eine reformatorische Gestalt von höchstem Rang, und es war sein historisches Schicksal, in einer Zeit der beispiellosen Rohheit wirken zu müssen, die ihn schließlich gefällt hat. So wird der gewöhnliche Westeuropäer Adolf Hitler sehen, und wir, seine treuen Anhänger, neigen unser Haupt angesichts seines Todes.“ Im hohen Alter wurde er deshalb wegen Landesverrats zu mehr als 400.000 Kronen Strafe verurteilt. Der Autor war damit ruiniert, uneinsichtig blieb er bis zu seinem Tod. (Quelle: Wikipedia)


  • Künstler/IN versus Werk
  • Warum singen wir nicht miteinander?
  • Hunger als Kriegsverbrechen: Hunger als Kriegswaffe ist so alt wie der Krieg selbst. Fast im gesamten Verlauf der Menschheitsgeschichte wurde das Aushungern von Zivilbevölkerungen als "natürliche" Begleiterscheinung von Konflikten abgetan oder schlicht als legitimes Mittel der Kriegsführung akzeptiert. Erst mit dem Zweiten Zusatzprotokoll zu den Genfer Konventionen wurden 1977 erste Schritte unternommen, Hunger als Kriegswaffe zu ächten. In Artikel 14 werden das Angreifen, Zerstören, Entfernen oder Unbrauchbarmachen von "für die Zivilbevölkerung lebensnotwendigen Objekten" untersagt – eine Kategorie, die nicht nur Lebensmittel, sondern auch Trinkwasser, Medikamente, Decken und angemessene Unterkunft umfasst. (https://m.bpb.de/apuz/302930/hunger-als-kriegswaffe)
  • Essen und Emotionen: Ernährungsumschau, 2005, Michael Macht, Institut für Psychologie Universität Würzburg: „Essverhalten und Emotionen sind schon früh im Leben miteinander verknüpft: Während der Säugling Nahrung zu sich nimmt, wirken eine Vielfalt emotionaler Reize auf ihn ein. Die wissenschaftliche Erklärung menschlichen Essverhaltens muss daher emotionale Prozesse berücksichtigen. Dies gilt auch für Maßnahmen zur Veränderung des Essverhaltens, etwa im Rahmen der Ernährungsberatung. Doch wie hängen Essverhalten und Emotionen tatsächlich zusammen? Wann steigern, wann hemmen Emotionen die Nahrungsaufnahme? Auf welche Weise wirkt sich Essverhalten auf Gefühle aus? Der vorliegende Beitrag fasst neuere Befunde zu diesen Fragen zusammen.“
  • Gezügelte Esser versus ungezügelter Esser
  • Fasten & Trockenfasten
  • Emotionen ändern das Essverhalten, Essverhalten ändert die Emotionen
  • Roxane Gay „Hunger“ Roxane Gay (* 15. Oktober 1974 in Omaha, Nebraska, USA) ist eine US-amerikanische Autorin, Herausgeberin und Englischprofessorin haitianischer Abstammung. Die Geschichte eines Körpers - Körpergefängnis
  • Kapitalismuskritik / Gegen das System
  • „Wenn ich nichts Positives zu sagen habe, halte ich einfach mal den Mund!“ (Kathi)
  • „Ich hab Hunger nach Nichtkapitalismus“ (Antje)

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Für unsere Eröffnungsmelodie stellen uns Fett&Zucker ihren Song "weight - watching" zur Verfügung.

https://fettzucker.bandcamp.com/track/weight-watching

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